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Benjamin

Segelnder Alter Hase

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1

Tuesday, June 24th 2003, 8:24am

und wieder werden sich einige vom Angewandten verführen lassen

http://130.75.66.65/phpBB2/viewtopic.php?t=63

man beachte das Wort PRAXISBEZOGEN :D

es fehlt echt noch einiges an Aufklärung, is auch der dümmste Name den sie sich damals aussuchen konnten :)
Es gibt nur eine bessere Sache als auf dem Wasser zu sein: Noch mehr auf dem Wasser sein.

blackmarket

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2

Tuesday, June 24th 2003, 11:46am

RE: und wieder werden sich einige vom Angewandten verführen lassen

hmm da muss ich dann nochmal was erklären ich meinte mit Praxisbezogen nicht wie installiere ich windows aber sowas wie application security oder kompressionsverfahren sind auch "praxisbezogen".
Ich habe damit zB. Theo. Inf gemeint.

Wird hoffentlich auch klar durch das Beispiel Java.
Hab ja nix gegen Mathe aber das mit Etech habe ich mir deutlich anders vorgestellt.

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3

Tuesday, June 24th 2003, 4:47pm

RE: und wieder werden sich einige vom Angewandten verführen lassen

Quoted

Original von blackmarket
hmm da muss ich dann nochmal was erklären ich meinte mit Praxisbezogen nicht wie installiere ich windows aber sowas wie application security oder kompressionsverfahren sind auch "praxisbezogen".
Das läßt sich aber alles in den ersten Semestern nicht so leicht machen, da erst die nötigen (teilweise sehr langweiligen) Grundkenntnisse erworben werden müssen. Um z. B. sinnvoll über Datenkompression sprechen zu können, müssen erst die nötigen mathematischen Kenntnisse (u. a. Lineare Algebra) vorhanden sein.

Quoted

Ich habe damit zB. Theo. Inf gemeint.
Auch Theoretische Informatik kann man leider erst in höheren Semestern sinnvoll vertiefen. Um z. B. über Berechenbarkeit oder Komplexität auf einem ordentlichen Niveau sprechen zu können, sind u. a. Kenntnisse in der Aussagen- und Prädikatenlogik nötig. Zudem müssen die mathematischen Standardverfahren "sitzen".

Quoted

Wird hoffentlich auch klar durch das Beispiel Java.
Hab ja nix gegen Mathe aber das mit Etech habe ich mir deutlich anders vorgestellt.
E-Technik haut mich auch nicht gerade vom Hocker, aber mittlerweile sehe ich das positiv: auf diese Weise bekommt man u. a. gute Einsichten in "ingenieurmäßiges Vorgehen", das ist sicherlich auch nicht verkehrt und ein Vorteil gegenüber anderen Informatikern, die sich an der Uni nur mit der schönen Theorie beschäftigt haben.


Das häufigste Mißverständnis bei der Studienwahl liegt aber IMHO darin, daß "normale" Leute mit dem Wort "angewandt" einen gewissen Praxisbezug verbinden. Gemeint ist aber (zumindest in unserem Studiengang) "plus Nebenfächer und Praktikum". Das sollte die Uni bzw. der Fachbereich besser nach außen kommunizieren.
The purpose of computing is insight, not numbers.
Richard Hamming, 1962

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DocEvil

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4

Tuesday, June 24th 2003, 6:21pm

RE: und wieder werden sich einige vom Angewandten verführen lassen

Quoted

Original von Joachim

Quoted

Original von blackmarket
hmm da muss ich dann nochmal was erklären ich meinte mit Praxisbezogen nicht wie installiere ich windows aber sowas wie application security oder kompressionsverfahren sind auch "praxisbezogen".
Das läßt sich aber alles in den ersten Semestern nicht so leicht machen, da erst die nötigen (teilweise sehr langweiligen) Grundkenntnisse erworben werden müssen. Um z. B. sinnvoll über Datenkompression sprechen zu können, müssen erst die nötigen mathematischen Kenntnisse (u. a. Lineare Algebra) vorhanden sein.

Quoted

Ich habe damit zB. Theo. Inf gemeint.
Auch Theoretische Informatik kann man leider erst in höheren Semestern sinnvoll vertiefen. Um z. B. über Berechenbarkeit oder Komplexität auf einem ordentlichen Niveau sprechen zu können, sind u. a. Kenntnisse in der Aussagen- und Prädikatenlogik nötig. Zudem müssen die mathematischen Standardverfahren "sitzen".

Quoted

Wird hoffentlich auch klar durch das Beispiel Java.
Hab ja nix gegen Mathe aber das mit Etech habe ich mir deutlich anders vorgestellt.
E-Technik haut mich auch nicht gerade vom Hocker, aber mittlerweile sehe ich das positiv: auf diese Weise bekommt man u. a. gute Einsichten in "ingenieurmäßiges Vorgehen", das ist sicherlich auch nicht verkehrt und ein Vorteil gegenüber anderen Informatikern, die sich an der Uni nur mit der schönen Theorie beschäftigt haben.


Das häufigste Mißverständnis bei der Studienwahl liegt aber IMHO darin, daß "normale" Leute mit dem Wort "angewandt" einen gewissen Praxisbezug verbinden. Gemeint ist aber (zumindest in unserem Studiengang) "plus Nebenfächer und Praktikum". Das sollte die Uni bzw. der Fachbereich besser nach außen kommunizieren.


zu mathe:

Natürlich brauch man für viele dinge in der Informatik weitreichende Mathematische Grundlagen, und das war und ist wohl allen Informatikstudenten klar. Aber die sinnhaftigkeit der ausgewählten Mathematik zweifle ich in Teilen schon an. Vielleicht sehe ich auch noch keinen Zusammenhang zw. Blockdiagrammen und dem was ein Informatiker können sollte ... aber vielleicht gibt es auch tatsächlich keinen wirklichen.

zu theo inf:

da will ich gar nix negatives zu sagen, das thema ist nunmal sehr "trocken" aber man hat wohl einige Grundlagen erlernen können.

zu etechnik:

Es ist schon gut einen einblick in diese Materie zu bekommen, aber ob die bei uns übliche "tiefe" wirklich nötig ist? Ich empfinde sie eher als belastend, da dies immer noch ein Informatik und kein Elektrotechnik studiengang ist.

allgemein:

finde ich dass die gewichtung der Fächer leider nicht so ganz optimal ist. Viele Teile die einem als Informatikstudenten wichtig sein sollten kommen nur kurz oder unzureichend dargestellt dran (ich will jetzt die java-vorlesung nicht kritisieren, aber wer es nicht schon kann lernt es da sicher nicht) und andere die für uns vielleicht (mit an sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) niemals wichtig oder von nutzen seien werden, werden hier im Überfluss dargereicht.

So sehe ich das, aber ich bin ja auch erst im 2. Semester, vielleicht wird ja irgendwann alles besser, wenn man die lästigen, langweiligen (teilweise überflüssigen) Grundlagen los ist.

Das alles hier ist lediglich meine Meinung, darüber kann man sich sicherlich streiten, oder anderer Meinung sein, aber das ändert nichts daran wie cih es empfinde :D

gruß Doc
Doch weder Mensch noch Wolf noch Balrog hätte Morgoth zum Ziele geführt,
ohne den Verrat der Menschen.

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5

Tuesday, June 24th 2003, 6:43pm

RE: und wieder werden sich einige vom Angewandten verführen lassen

Quoted

Original von DocEvil
Aber die sinnhaftigkeit der ausgewählten Mathematik zweifle ich in Teilen schon an. Vielleicht sehe ich auch noch keinen Zusammenhang zw. Blockdiagrammen und dem was ein Informatiker können sollte ... aber vielleicht gibt es auch tatsächlich keinen wirklichen.
Ich denke, daß es weniger um den vermittelten Stoff geht, sondern vor allem um die Methodik. Und mathematische Methoden, Verfahren und Denkweisen lassen sich nun einmal nicht ohne zugehörigen Stoff vermitteln (naja, geht schon, ist aber für Studienanfänger nutzlos).

Quoted

zu etechnik:

Es ist schon gut einen einblick in diese Materie zu bekommen, aber ob die bei uns übliche "tiefe" wirklich nötig ist? Ich empfinde sie eher als belastend, da dies immer noch ein Informatik und kein Elektrotechnik studiengang ist.
Der hohe Anteil an E-Technik resultiert aus dem Ziel, einmal von den Grundlagen (Felder, einfache Schaltungen, ...) bis zur technischen Informatik "durch den Stoff zu gehen" und somit keine Lücken entstehen zu lassen. Ob man diesem Anliegen auch mit weniger Vorlesungen gerecht werden kann, wird wohl niemand von uns objektiv beurteilen können (blindes Vertrauen in die Meinung der Dozenten ist zwar auch nicht gut, aber man sollte schon erstmal davon ausgehen, daß die wissen, was sie tun, bis das Gegenteil bewiesen ist).

Ein weiterer Grund ist natürlich, daß die E-Techniker in unserem Fachbereich ziemlich stark vertreten sind, aber das hat politische Gründe.

Wie gesagt: Toll finde ich das auch alles nicht, aber mittlerweile habe ich mich damit abgefunden und sehe das eher als späteren Vorteil (was einen nicht umbringt, macht einen härter). ;)


Quoted

allgemein:

finde ich dass die gewichtung der Fächer leider nicht so ganz optimal ist. Viele Teile die einem als Informatikstudenten wichtig sein sollten kommen nur kurz oder unzureichend dargestellt dran (ich will jetzt die java-vorlesung nicht kritisieren, aber wer es nicht schon kann lernt es da sicher nicht) und andere die für uns vielleicht (mit an sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) niemals wichtig oder von nutzen seien werden, werden hier im Überfluss dargereicht.
Das habe ich zu Beginn des Studiums ähnlich gesehen wie du. Mittlerweile bin ich aber der Ansicht, daß auch die Sachen, die zu nichts nutze zu sein scheinen, schon ihre Berechtigung haben. Viele der dort gelernten Kleinigkeiten findet man später im Studium wieder. Dann ist man froh, daß man sie gelernt hat. Sicherlich ist die Auswahl des Stoffes noch zu verbessern (das Optimum wird man ohnehin nicht erreichen), aber so weltfremd ist die Informatik an der Uni Hannover nun auch wieder nicht. Sinnvoll ist es auch, die betreffenden Dozenten einfach mal auf dieses Problem anzusprechen -- es gibt leider viel zu wenig Feedback von uns Studenten.

Quoted

vielleicht wird ja irgendwann alles besser, wenn man die lästigen, langweiligen (teilweise überflüssigen) Grundlagen los ist.
Wird es definitiv. Ab dem vierten Semester kann man ja mit den Wahlfächern richtig anfangen. :)
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Tuesday, June 24th 2003, 6:58pm

RE: und wieder werden sich einige vom Angewandten verführen lassen

Quoted

Original von Joachim
Wird es definitiv. Ab dem vierten Semester kann man ja mit den Wahlfächern richtig anfangen. :)


Naja, ich glaub das größere Problem ist erstmal soweit zu kommen :(

gruß Doc
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ohne den Verrat der Menschen.

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