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1

Wednesday, March 8th 2006, 11:45am

GThI und KvA – wie fandet ihr die Klausur?

Hallo zusammen,

besonders im Bereich der Theoretischen Informatik ist es bei der Erstellung von Klausuren leider nicht immer einfach, "gute" Aufgaben zu finden. Aus diesem Grund interessiert mich (und natürlich auch besonders Herrn Vollmer), wie ihr die gestrigen Klausuren zu GThI und KvA fandet. Waren die Aufgaben zu leicht oder zu schwer? Wie war die Art der Aufgabenstellung? Hat die Zeit ausgereicht? Was kann verbessert werden? Habt ihr noch weitere Anmerkungen?

Wir hoffen, daß wir auf diese Weise durch euer Feedback nach und nach zu Klausuren kommen, mit denen alle Beteiligten zufrieden sein können. Ich freue mich auf eure Kommentare. :)
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Richard Hamming, 1962

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zakarumite

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2

Wednesday, March 8th 2006, 2:31pm

RE: GThI und KvA – wie fandet ihr die Klausur?

Ich habe die Kombi-Klausur zum 2 mal mitgechrieben.Meiner Meinung nach war en die Verteilung der Punkte in der KvA Teil sehr unfähr. Viele Aufgaben kamen in dieser Art nicht in den Übungen dran.

Zudem würde ich es für besser halten, dass wenn man den Theo.Inf Teil gut geschrieben hat und bei der KvA Teil nicht den geforderten Punktzahl hat nochal die Chance bekommen sollte eine mündliche Ergänzungsprüfung zu KvA zu leisten. Ich weiss es nicht wie es bei den anderen Studenten ist, aber mir fällt es immer sehr schwer die Lösungen der Aufgaben schriftlich darzustellen.
...

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3

Wednesday, March 8th 2006, 3:23pm

RE: GThI und KvA – wie fandet ihr die Klausur?

habe die KvA Klausur geschrieben. Bei mir hat die Zeit überhaupt nicht ausgereicht. Konnte gerade mal 3 Aufgaben bearbeiten. Sehe auch diesmal wiedermal einer 5,0 entgegen.

Dabei habe ich zusätzlich Übungen aus Büchern gelöst - war also eigentlich ganz gut vorbereitet in bezug auf Studenübungen und alte Klausur.

Ihr solltet vielleicht doch die ein oder andere Minute zum nachdenken einplanen. Denke bei 90min hätte es ausgereicht.
Den Hinweis bei aufgabe 2 fand ich ziemlich gut. (Meine Frage hier: war es ein Hinweis oder verlangt dass man von CLIQUE reduziert)

Muss auch beanstanden, dass einige Themengebiete aus der Klausur, in der Übung nicht einmal angerissen wurden.

T2k

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4

Wednesday, March 8th 2006, 4:10pm

also ich schrieb die KvA klausur zum zweiten mal, und ich empfand sie als eher ok bis schwer... auch wenn ich schon sehe, das es wieder eine 5.0 für mich wird, was natürlich extrem ärgerlich ist bei der letzen klausur die man bestehen muss (da bin ich aber nicht der einzige)
Bei Aufgabe 1 habe ich zwar eine grobe idee wie der beweis aussieht, weiss aber nicht wie man diesen mathematisch korrekt hinschreiben würde und muss so hoffen das meine schwer entzifferbare handschrift doch ein par punkte entlocken kann (zb PSPACE=SPACE(n^O(1))=?O(n)? etc.). Vielleicht lese ich das skript aber einfach nur falsch
aufgabe 2 bin ich mir nicht sicher ob meine antwort den erwartungen entspricht.
Aufgabe 3 (die mit dem Hinweis), muss ich leider sagen, das mir dieser garnichts gebracht hat da ich leider die definition von Iso zu diesem zeitpunkt nicht korrekt in erinnerung hatte (ich schiebe es mal auf prüfungsstreß durch die kurze zeit und direktes anfangen, das hat mich doch schon etwas unerwartet getroffen da ich sonst doch immer etwas zeit vor den prüfungen hatte um mich zu aklimatisieren :rolleyes: ... mehr als 5min), sodass ich dann am selbigen abend erst darauf gekommen bin... eigentlich schade da die definition ja in einer der übungen angegeben war...
die aufgabe 4 muss ich leider sagen, das ich nicht die geringste idee habe, wie diese zu beweisen/bearbeiten ist...
und aufgabe 5 fehlte mir dann doch ein bischen zeit (nachdem ich zuviel mit nachdenken verbracht habe :evil:)

was mich aber an meisten stört ist das die punkte nicht granular genug sind, sprich ein fehler sollte nicht gleich einen punkt von 21 also 5% der klausurpunkte kosten...
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mDev

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5

Thursday, March 9th 2006, 9:19pm

also bei mir hängt der bachelor einzigst und allein an der kva-klausur, und nach der klausur am dienstag bin ich mir recht sicher dass er ein weiteres semester verzögert wird...

ich fand die klausur um einiges schwerer als die im vorigen semester, insbesondere durch die ganzen beweise. da ich aber auch keinen wirklichen zugang zu der thematik finde, vermag ich mir kein urteil über "fair" oder "unfair" erlauben...

wk2001

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6

Thursday, March 9th 2006, 9:29pm

Ich habe nur KvA geschrieben und war im Gegensatz zu meinem erste Versuch (Freiversuch nicht bestanden) um einiges besser vorbereitet und habe mich auch viel sicherer gefühlt. (Beim ersten Versuch hatte ich wegen anderen Klausuren keine Zeit ausreichend zu lernen). Ich hätte ohne größere Probleme - Nachweise, dass etwas in P ist; dass irgendwas in NP ist; NP-hart und NP-Vollständigkeit; NPO-Beweise (wie in der 1. Klausur); PO-Beweise; Entscheidungsprobleme; Reduktionen.
Jedenfalls habe ich zumindest wieder 2 "Standard"-Aufgaben erwartet und bin wohl wieder durchgefallen. Teilweise habe ich wegen Zeitdruck Sachen sehr missverständlich aufgeschrieben und befürchte, dass diese auch als falsch gewertet werden.

Ich habe auf jeden Fall nicht erwartet, dass so viele Aufgaben drankommen, die nicht geübt worden sind und wo man sehr lange überlegen muss. Ich wäre vielleicht auf die Lösungen gekommen, aber nicht in der relativ kurzen Zeit...

Das Verhältnis der Punkte finde ich wie mein Vorposter ebenfalls relativ ungerecht. In anderen Klausuren ist es beispielsweise so, dass man auch für eine richtig angesetzte Überlegung schon einen Punkt bekommt. Denn man hat normalerweise mehr verstanden, als man in so einer Klausur zeigen kann und sowas bleibt vollkommen unbewertet.


PS: Wann gibt es voraussichtlich Ergebnisse und gibt es schon im Netz eine Musterlösung?

Sinan

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7

Saturday, March 11th 2006, 1:00pm

Hallo,
Ich habe nur KvA geschrieben (auch letzte Prüfung die ich bestehen muss). Meine Kritikpunkte an die Klausur wurde bereits oben erwähnt, möchte sie aber troztdem noch verstärken:
Total unfair nur eine Aufgabe zu stellen die in den Übungen sehr intensiv geübt wurde und dafür noch nur 4 von 21 Punkte, also weniger als 20%.
In der letzten Klausur waren es immer hin 2 von 3 Aufgaben ähnlich den Übungen, also etwa 66%.
Das impliziert also unfaire Punkteverteilung.

Ich möchte hier Joachim zitieren:
Aus dem anderen Thread:

Quoted

Genau. Typische Klausuraufgaben könnten beispielsweise sein:

Reduktion eines Problemes auf ein anderes
Nachweis der NP-Vollständigkeit eines Problems
Komplexitätsuntersuchung eines Problems (Laufzeit, Speicherplatz)
Berechnung einer approximativen Lösung für eines der aus der Vorlesung bekannten Probleme

Nicht das ich es als verbindliche Aussage ansehe und es genau soll in der Klausur sein muss. Nein. Aber normaleweise behandelt man in den Übungen die relavantesten Themen der Vorlesung und bereitet man sich auch gleichzeitig auf die Klausur, die dann entsprechend aufgebaut sein SOLL, aber nicht MUSS, klar, kann und soll meine Meinung nach die eine oder andere komplexe (von den Übungen abweichende) Aufgabe stellen.
Was wir bekommen haben waren es aber 4 von 5 solche Aufgaben. War total überrascht.
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Sinan

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8

Saturday, March 11th 2006, 1:25pm

Quoted

Original von mDev
also bei mir hängt der bachelor einzigst und allein an der kva-klausur, und nach der klausur am dienstag bin ich mir recht sicher dass er ein weiteres semester verzögert wird...

Gibt es dafür keine Sonderregelung? z.B. der Prüfer bietet dir eine weitere Klausur in DIEMSEM Prüfungszeitraum. Wenn ich mich richtig erinnere, war es eine Aussage von Frau Koch, dass der Prüfer eine zweite Klausur einem Studenten anbieten kann/darf, wenn sonst sein Studium verzögert wird. ALSO FRAG AUF JEDEN FALL NACH.
Darf/kann der Prof. eine ergänzende mündliche Prüfung anbieten, wenn es ein Pflichtfach ist??? Zumindest bei solchen Ausnahmefällen???
Würde mich auch sehr interessieren.
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9

Saturday, March 11th 2006, 4:59pm

Sinan, das würde nicht nur dich interessieren, ich würde auf jedenfall eine mündliche einer schriftlichen prüfung in KvA vorziehen (vorallem, wenn diese bedeutet das ich schon dieses semester bestehe, da ich glaube, dass ich den stoff zumindest zum bestehen ausreichend drauf habe) und bei mir so der 5en counter beteits fast kritisch ist, werde aber auch bei der einsicht (falls nicht bestanden) nochmal meine situation erläutern...


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10

Monday, March 13th 2006, 10:30am

RE: GThI und KvA – wie fandet ihr die Klausur?

Erstmal vielen Dank für Eure Meinungen, ich habe mit Herrn Vollmer darüber gesprochen und werde nun dazu Stellung nehmen. Da sich die Kommentare nahezu ausschließlich auf KvA bezogen, werde ich zunächst nur auf diese Klausur eingehen. Zu Kommentaren, auf die ich in diesem Beitrag nicht eingehe, werde ich noch gesondert antworten. Die Klausuren sind übrigens unter http://www.thi.uni-hannover.de/lehre/ws05/klausuren/ zu finden.

„Die Verteilung der Punkte ist ungerecht. Viele Aufgaben wurden nicht in den Übungen behandelt“: Es trifft zu, daß einige Aufgaben in dieser Form nicht in den Übungen behandelt wurden. Die Vorlesung und Übung hatte an vielen Stellen eher „mathematischen“ Charakter, befaßte sich also mit allgemeinen Zusammenhängen und Ideen, die meist in Form von Beweisen deutlich wurden (schaut man sich Literatur zu den Inhalten der Vorlesung an, wird deutlich, daß diese Art von Vorgehen alles andere als unüblich ist). Daher ist es auch konsequent, in Prüfungsaufgaben einfache Beweise zu verlangen, die auf der Anwendung der Sätze und Verfahren aus der Vorlesung beruhen. Und „ähnliche“ Beweise wie die in einer Klausur lassen sich in den Übungen nicht behandeln, weil diese in der Klausur dann zu Trivialitäten verkommen.

Am besten, ich sage noch etwas zu den einzelnen Aufgaben. Aufgabe 1 bestand aus der Anwendung der Sätze aus dem ersten Abschnitt der Vorlesung sowie ein wenig Rechnen mit der O- und o-Notation. Besondere Ideen oder tiefere Einsichten waren hier nicht erforderlich. Aufgabe 2 wurde in der Übung behandelt, das sollte also nun wirklich kein Problem gewesen sein. Aufgabe 3 prüfte das Verständnis der O-Notation ab und war (sofern man diese verstanden hatte) auch ohne größere Anstrengungen zu bewältigen. Aufgabe 4 war in der Tat etwas ungewöhnlich, aber auch machbar, wenn man sich klar macht, daß endliche Automaten außer ihren Zuständen keinen Speicherplatz benötigen (diese Aufgabe wurde jedoch durch die Benotung ausgeglichen; wer Aufgabe 4 ausläßt und die restlichen Aufgaben korrekt löst, bekommt eine 1,0). Aufgabe 5 ist schließlich ein Abprüfen der Definition von Optimierungsproblem und Entscheidungsproblem, mit Hilfe des Skriptes sollte auch dies hinzubekommen sein.


„Es stand zu wenig Zeit zur Verfügung“: Das ist beabsichtigt. Bei der Erstellung der Klausur haben wir uns überlegt, wieviel Zeit der „durchschnittliche“ Student (Note 3,x) für die Bearbeitung jeder Aufgabe benötigen sollte. Insgesamt kamen wir dabei auf 85 Minuten. Und da eine Aufgabe komplett ausgelassen werden konnte, um trotzdem eine 1,0 zu bekommen, erscheint dieser Zeitaufwand angemessen.


„Zwischen Betreten des Raumes und dem Beginn der Klausur war zu wenig Zeit“: Danke für den Hinweis, dies wird beim nächsten Mal anders sein.


„Die Punktzahlen sind nicht granular genug, ein Fehler wirkt sich gleich in einem Punktabzug aus“: Das ist falsch. Für jede Aufgabe wurden bei der Erstellung der Klausur Anforderungen festgelegt, die erfüllt sein müssen, um eine bestimmte Punktzahl zu bekommen. Kleinere Fehler wie Schreibfehler wirken sich dabei nie in Form eines Punktabzuges aus. Bei Aufgabe 2 war die Verteilung der Punkte beispielsweise wie folgt: 1 Punkt für die Beschreibung des Vorgehens (also daß für NP-Vollständigkeit die Zugehörigkeit zu NP und die NP-Härte zu zeigen ist und letzteres über die Reduktion eines NP-vollständigen Problems wie etwa CLIQUE möglich ist), 1 Punkt für den Beweis der Zugehörigkeit zu NP (dabei insbesondere die Angabe des Zertifikates), 2 Punkte für den Beweis der NP-Härte (Reduktion, bei kleineren sachlichen Fehlern gab es nur einen von zwei Punkten).


„Klausuren sind gegenüber mündlichen Prüfungen ungerecht, weil es vielen Studierenden schwer fällt, ihre Lösungen schriftlich darzustellen“: Es ist ein Lernziel des Studiums (und insbesondere auch dieser Vorlesung), Sachverhalte und Ideen mathematisch korrekt zu formulieren. Demnach sind Klausuren hier vielleicht sogar die bessere Prüfungsform als mündliche Prüfungen.
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11

Monday, March 13th 2006, 10:32am

RE: GThI und KvA – wie fandet ihr die Klausur?

Quoted

Original von Jules
Den Hinweis bei aufgabe 2 fand ich ziemlich gut. (Meine Frage hier: war es ein Hinweis oder verlangt dass man von CLIQUE reduziert)
Da dort „Hinweis“ steht, war es auch nur ein solcher, also nicht verbindlich. Sonst wäre der Hinweis als Teil der Aufgabenstellung formuliert worden.
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12

Monday, March 13th 2006, 10:42am

Quoted

Original von wk2001
PS: Wann gibt es voraussichtlich Ergebnisse und gibt es schon im Netz eine Musterlösung?
Die Ergebnisse hängen spätestens morgen Mittag im Glaskasten vor dem Insitut für Theoretische Informatik aus, vielleicht bereits schon heute im Laufe des Tages. Der Termin für die Klausureinsicht wird in den nächsten Tagen auf der Website des Instituts bekanntgegeben. Eine Musterlösung wird auch in den nächsten Tagen veröffentlicht. Auf Wunsch kann ich aber gerne auch hier bereits einzelne Lösungen skizzieren.
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13

Monday, March 13th 2006, 11:17am

Quoted

Original von T2k
Sinan, das würde nicht nur dich interessieren, ich würde auf jedenfall eine mündliche einer schriftlichen prüfung in KvA vorziehen (vorallem, wenn diese bedeutet das ich schon dieses semester bestehe, da ich glaube, dass ich den stoff zumindest zum bestehen ausreichend drauf habe) und bei mir so der 5en counter beteits fast kritisch ist, werde aber auch bei der einsicht (falls nicht bestanden) nochmal meine situation erläutern...
Ich habe eben mit Herrn Vollmer gesprochen. Er hat sich zu folgender Regelung entschlossen.


Allen Studierenden, für die die drei folgenden Bedingungen erfüllt sind, wird Herr Vollmer eine mündliche Nachprüfung zu „Komplexität von Algorithmen“ im Wintersemester 2005/2006 anbieten:

(1) In der Klausur „Komplexität von Algorithmen“ im Wintersemester 2005/2006 wurden 4 oder mehr Punkte erzielt (7 wurden zum regulären Bestehen benötigt).

(2) Vom Prüfungsausschuß liegt eine offizielle Bestätigung vor, daß eine mündliche Nachprüfung zulässig ist und sich das Nichtbestehen der obigen Klausur studienverlängernd auswirkt.

(3) Es wurden bisher (obige Klausur eingeschlossen) höchstens zwei Prüfungsversuche in „Komplexität von Algorithmen“ unternommen.


EDIT: Bei dieser Möglichkeit handelt sich nicht wie ich oben fälschlicherweise geschrieben habe um eine Nachprüfung, sondern eine neue Prüfung, die in Härtefällen (siehe oben) möglich ist. (NOCHMAL EDIT: Diese Aussage ist überholt, siehe unten.)

NOCHMAL EDIT: Nach Rücksprache mit dem Prüfungsausschuß hat sich Herr Vollmer entschieden, in diesem Semester für alle Studierenden, die die KvA-Klausur nicht bestanden, allerdings mindestens 4 Punkte erworben haben, eine mündliche NACHprüfung anzubieten (die offizielle Sprechweise ist "mündliche Ergänzungsprüfung"). Diese wird am 5. April ab 13 Uhr stattfinden. Eine Liste, in die sich bitte die betroffenen Studierenden eintragen, die von dieser Möglichkeit Gebrauch machen möchten, hängt spätestens am Freitag an der Pinnwand im Flur des Instituts für Theoretische Informatik aus.
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zakarumite

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14

Monday, March 13th 2006, 6:53pm

Die Ergebnisse von der KvA - Klausur ist wirklich wieder der Hammer! Mal ehrlich
es kann doch nicht sein das fast 80 Prozent wieder durchgefallen sind. Ihr musst euch ja wirklich mal ein paar Gedanken im Institut machen. Ich glaube nicht das 80% der Studenten das falsche gelernt haben!
...

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15

Monday, March 13th 2006, 7:20pm

Quoted

Original von zakarumite
Mal ehrlich
es kann doch nicht sein das fast 80 Prozent wieder durchgefallen sind.
Doch, es kann. Du hast es selbst gesehen.

Quoted

Ihr musst euch ja wirklich mal ein paar Gedanken im Institut machen.
Danke für den Tip, wir werden demnächst anfangen zu denken, anstatt dort den ganzen Tag nur rumzusitzen.

Im Ernst: Die Frage nach Gründen für schlecht ausgefallene Klausuren stellt sich für uns jedes Semester (erstaunlicherweise jedoch dieses Semester nicht für GThI). Ich habe diesen Thread auch nicht aus Spaß eröffnet. Gerade bei KvA sind wir nach wie vor davon überzeugt, daß der Schwierigkeitsgrad der Aufgaben angemessen war (für detaillierte Kommentare von Eurer Seite zu den konkreten Aufgaben wäre ich sehr dankbar!).

Quoted

Ich glaube nicht das 80% der Studenten das falsche gelernt haben!
Wieso bist Du dieser Meinung? Demokratisches Prinzip? Wir brauchen uns hier nicht über das Ergebnis als solches zu unterhalten. Die einzige Frage ist, ob die Aufgaben zu schwer waren oder nicht, und wenn ja: Warum?

Man könnte natürlich auch wie in einigen anderen Fachgebieten üblich die Bestehensgrenze immer so legen, daß ca. 50 % der Teilnehmer bestanden haben. Aber ist es wirklich sinnvoll, weniger als das zu verlangen, was als "Mindestwissen" für einen Informatiker angesehen wird?
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Richard Hamming, 1962

16

Monday, March 13th 2006, 7:45pm

RE: GThI und KvA – wie fandet ihr die Klausur?

Quoted

Original von Joachim
„Die Verteilung der Punkte ist ungerecht. Viele Aufgaben wurden nicht in den Übungen behandelt“: Es trifft zu, daß einige Aufgaben in dieser Form nicht in den Übungen behandelt wurden. Die Vorlesung und Übung hatte an vielen Stellen eher „mathematischen“ Charakter, befaßte sich also mit allgemeinen Zusammenhängen und Ideen, die meist in Form von Beweisen deutlich wurden [...] ist es auch konsequent, in Prüfungsaufgaben einfache Beweise zu verlangen, die auf der Anwendung der Sätze und Verfahren aus der Vorlesung beruhen. Und „ähnliche“ Beweise wie die in einer Klausur lassen sich in den Übungen nicht behandeln, weil diese in der Klausur dann zu Trivialitäten verkommen.

Quoted

Original von Joachim
„Klausuren sind gegenüber mündlichen Prüfungen ungerecht, weil es vielen Studierenden schwer fällt, ihre Lösungen schriftlich darzustellen“: Es ist ein Lernziel des Studiums (und insbesondere auch dieser Vorlesung), Sachverhalte und Ideen mathematisch korrekt zu formulieren. Demnach sind Klausuren hier vielleicht sogar die bessere Prüfungsform als mündliche Prüfungen.


Diese beiden Aussagen sind doch zusammen ein Widerspruch in nur einem Beitrag!
Lernziel der Vorlesung ist es eine Lösung sachlich korrekt widerzugeben bzw. sogar aufzuschreiben. Jedoch das pratische Vorgehen dazu (glaube, dass dies die Aussage des 2. dick-gedruckten-satzes ist) wurde in der Übung garnicht gezeigt bzw. verlangt, da dies zu Trivialitäten führt.

Ein Lernziel ist also entweder etwas Unterbewusstes oder das Anlesen von Vorgehen, auf die man stößt, wenn man den Vorlesungsstoff mit einer unbekannten Funktion auf die Literatur zu den Inhalten der Vorlesung abbildet.

Persöhnlich habe ich mich durch Unterstützung der Vorlesung/Übung dem Lernziel nicht genähert, was durch mein Ergebnis wiedergespiegelt wird.

Quoted

Original von Joachim
Man könnte natürlich auch wie in einigen anderen Fachgebieten üblich die Bestehensgrenze immer so legen, daß ca. 50 % der Teilnehmer bestanden haben. Aber ist es wirklich sinnvoll, weniger als das zu verlangen, was als "Mindestwissen" für einen Informatiker angesehen wird?


Das Problem bei den Klausuren des FG ThI ist doch, dass man entweder die richtige Idee schnell hat (und dadurch besteht) oder sich beim nachdenken die Zähne ausbeißt, weil man einfach nicht genügend zeit hat. Auch wenn man den totalen Plan und sogar mehr als das "Mindestwissen" besitzt.
Das hat doch nichts mit "Mindestwissen" zu tun. "Mindestwissen" kannst du mit Definitionen abfragen, denn entweder du weißt sie, oder nicht. "Mindestwissen" sind die "Trivialitäten", die deiner/(eurer?) Meinung nach nicht in eine Klausur gehören.
Ist das nicht wieder ein Widerspruch???

zakarumite

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Monday, March 13th 2006, 7:52pm

Quoted

Man könnte natürlich auch wie in einigen anderen Fachgebieten üblich die Bestehensgrenze immer so legen, daß ca. 50 % der Teilnehmer bestanden haben. Aber ist es wirklich sinnvoll, weniger als das zu verlangen, was als "Mindestwissen" für einen Informatiker angesehen wird?


Ok dann habe ich wohl wieder falsch gelernt wie viele andere auch.
Vielleicht könnt ihr nächstes Semester ein Tutorium anbieten, wie man KvA richtig lernen sollte..???
...

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Monday, March 13th 2006, 8:05pm

RE: GThI und KvA – wie fandet ihr die Klausur?

Quoted

Original von Jules
Diese beiden Aussagen sind doch zusammen ein Widerspruch in nur einem Beitrag!
Lernziel der Vorlesung ist es eine Lösung sachlich korrekt widerzugeben bzw. sogar aufzuschreiben. Jedoch das pratische Vorgehen dazu (glaube, dass dies die Aussage des 2. dick-gedruckten-satzes ist) wurde in der Übung garnicht gezeigt bzw. verlangt, da dies zu Trivialitäten führt.
In den Übungen gab es fast ausschließlich Aufgaben, in denen etwas bewiesen werden mußte. Das allgemeine Vorgehen und die Art und Weise, in der solche Beweise zu formulieren sind, wurden also ausführlich behandelt. (Frage an alle: Was kann hier verbessert werden?)

Die "Trivialitäten" bezogen sich darauf, daß es natürlich in einer Klausur nicht besonders geschickt ist, exakt die selben Aufgaben wie in den Übungen zu stellen, lediglich mit anderen Zahlen; daher sind natürlich Beweise trivial, die mit denen aus der Übung fast identisch sind. Das Führen von Beweisen an sich (also nicht das reine Reproduzieren bekannter Beweise) ist selbstverständlich nicht trivial, kommt also als Klausuraufgabe in Frage.

Quoted

Persöhnlich habe ich mich durch Unterstützung der Vorlesung/Übung dem Lernziel nicht genähert, was durch mein Ergebnis wiedergespiegelt wird.
Wie hätte die Übung denn aussehen sollen? (Das ist nicht als Kritik an Dir zu verstehen, ich bin für jeden konstruktiven Vorschlag dankbar.)

Quoted

Das Problem bei den Klausuren des FG ThI ist doch, dass man entweder die richtige Idee schnell hat (und dadurch besteht) oder sich beim nachdenken die Zähne ausbeißt, weil man einfach nicht genügend zeit hat.
Diese "Einstiegshürde" existiert bei allen Aufgaben, die ein wenig Kreativität abverlangen, also insbesondere bei Beweisen. Wir haben uns bemüht, Aufgaben für die Klausur auszuwählen, die nur eine kleine Hürde haben, und sind der Meinung, dies auch geschafft zu haben. (Frage: Bei welchen Aufgaben war diese Hürde zu hoch? Und warum?) Außerdem gab es sowieso eine Aufgabe mehr, als dies für eine 1,0 nötig gewesen wäre (wie oben bereits geschildet).

Quoted

Auch wenn man den totalen Plan und sogar mehr als das "Mindestwissen" besitzt.
Das verstehst Du unter "totalem Plan"? Skript auswendig kennen?

Quoted

Das hat doch nichts mit "Mindestwissen" zu tun. "Mindestwissen" kannst du mit Definitionen abfragen, denn entweder du weißt sie, oder nicht.
Unter "Wissen" fällt für mich auch die Kenntnis von Methoden und andere Fähigkeiten, die über reines Reproduzieren von Niedergeschriebenem hinausgeht. Auswendiglernen von irgendwelchen Sachen ist bei Klausuren, in denen das Skript als Hilfsmittel zugelassen ist, sowieso nicht besonders erfolgversprechend.
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mDev

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19

Monday, March 13th 2006, 8:18pm

Quoted

Original von zakarumite
Die Ergebnisse von der KvA - Klausur ist wirklich wieder der Hammer! Mal ehrlich
es kann doch nicht sein das fast 80 Prozent wieder durchgefallen sind. Ihr musst euch ja wirklich mal ein paar Gedanken im Institut machen. Ich glaube nicht das 80% der Studenten das falsche gelernt haben!


hm, da muss ich aber sagen dass das bei wiederholungsklausuren nicht ungewöhnlich ist, auch wenns mich evtl. betrifft (hatte noch keine zeit nachzuschauen).

20

Monday, March 13th 2006, 8:42pm

Quoted

Original von Joachim
Das verstehst Du unter "totalem Plan"? Skript auswendig kennen?

Der "totale Plan" ist keine Lernstartegie. Es ist einfach die Ahnung zu haben wie wann ein deratiges Problem löst. Also z.B. wenn man schonmal eine ähnliche Aufgabe gelöst hat oder die Denkansätze kennt.
Ist dir bestimmt auch schonmal passiert. Muss nicht in einer Klausur gewesen sein, kann auch einfach im wirklichen leben gewesen sein. Du hattest voll den Plan, wie man eine Sache löst. bist aber einfach aus zeitlichen gründen nicht drauf gekommen.

Quoted

Diese "Einstiegshürde" existiert bei allen Aufgaben, die ein wenig Kreativität abverlangen, also insbesondere bei Beweisen. Wir haben uns bemüht, Aufgaben für die Klausur auszuwählen, die nur eine kleine Hürde haben, und sind der Meinung, dies auch geschafft zu haben. (Frage: Bei welchen Aufgaben war diese Hürde zu hoch? Und warum?) Außerdem gab es sowieso eine Aufgabe mehr, als dies für eine 1,0 nötig gewesen wäre (wie oben bereits geschildet).

Das mag sein. Aber solche Einstiegshürden benötigen einfach Zeit. Das summiert sich. Würd sagen, bei der 1. Aufgabe waren es gleich 7. Einstiegshürden(jede beweisidee). Bei der 2. sagen wir mal 2(einmal Zertifikat=f und wie von CLIQUE auf Teil-ISO). Bei der 3. gabs keine. Die Lösung für die 4. schätz ich mal auf >=1. Bei der 5. auch wieder 2 Einstiegshürden(1x das Optimierungsproblem und 1x das es ein Optimierungsproblem ist). Das nimmt einfach super viel zeit. Von nahem betrachtet nicht einschätzbar, von weitem ganz deutlich.

Quoted

Unter "Wissen" fällt für mich auch die Kenntnis von Methoden und andere Fähigkeiten, die über reines Reproduzieren von Niedergeschriebenem hinausgeht. Auswendiglernen von irgendwelchen Sachen ist bei Klausuren, in denen das Skript als Hilfsmittel zugelassen ist, sowieso nicht besonders erfolgversprechend.

Da geb ich dir ja auch völlig recht(hoch 3 sogar). Aber das ist ja auch wieder was anderes. "Mindestwissen" ist eine Teilmenge von "Wissen".
Du wirfst da echt was durcheinander.
Ich wollte nicht damit sagen, dass ihr Defs aus dem Skript abfragen sollt. auf keinen fall! Ich wollte damit sagen was "Mindestwissen" ist, was man weiß(ruck zuck, wie aus der pistole geschossen, jetzt oder nie), etwas, das man parat hat. aber nicht etwas, was man sich erarbeitet parallel zur bearbeitung der Klausur (kann man machen, wenn dafür zuvor die Zeit eingeplant wurde).
Würd sagen Aufgabe 2 war eine solche "Mindestwissen"-Abfrage-Frage. Da weiß man einfach: das ist so, punkt aus.


Vorschlag:
Wir sollten in dieser Diskussion erst ein Detail zuende besprechen und danach weiterspringen oder das Thema ausdehen. Jedoch nicht derart springen. z.B.:Mindestwissen -> Wissen