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1

Friday, September 15th 2006, 3:33pm

CHE-Ranking 2006/07

Das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) hat vor kurzem in Zusammenarbeit mit DIE ZEIT ein Ranking der deutschen Hochschulen erstellt. Die Informatik in Hannover schneidet dabei meiner Meinung nach miserabel ab:

http://www.das-ranking.de/che7/CHE?modul…reich&id=420138
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Richard Hamming, 1962

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AnyKey

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Friday, September 15th 2006, 6:08pm

In Sachen Forschung sind "wir" aber top!

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3

Friday, September 15th 2006, 6:14pm

Quoted

Original von AnyKey
In Sachen Forschung sind "wir" aber top!
In Sachen Drittmittel. Die Aussage Dieser Fachbereich wurde von 0,7 % aller Professoren zu den in der Forschung führenden Fachbereichen gezählt. weiter unten macht das deutlich.
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silence

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4

Friday, September 15th 2006, 6:30pm

RE: CHE-Ranking 2006/07

Quoted

Original von Joachim
Die Informatik in Hannover schneidet dabei meiner Meinung nach miserabel ab:

http://www.das-ranking.de/che7/CHE?modul…reich&id=420138


So ist es, aber das sind wir ja mittlerweile leider schon gewohnt :(

Bei den Rankings muss man allerdings schon sehr vorsichtig sein. Ein schlechtes Ranking bedeutet nicht automatisch auch eine schlechte Ausbildung. Da muss ich der Hochschule schon etwas Respekt zollen. Die Ausbildung ist zwar alles andere als praxisbezogen (aber was ist schon die heutige Praxis) und die Lehrveranstaltungen könnten durchaus etwas "aufgebohrt" werden, das ist richtig, aber im Vergleich zu meinen Kollegen von anderen "Eliteunis" unterscheidet sich das gelernte nur unwesentlich. Und so richtig begeistert sind die von ihren Unis meist auch nicht.

Ich frage mich immer, ob es in Karlsruhe oder Kaiserslautern oder sonstwo wirklich soooooviel anders ist? Fakt ist jedoch, das die Lehre in Hannover, gerade im Sinne der Didaktik, noch sehr viel Verbesserungspotential besitzt ...
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Torrero

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5

Friday, September 15th 2006, 11:24pm

Mein subjektiver Eindruck ist, dass das Drumeherum stimmt, technisch usw. ist unser Studiengang sehrwohl ziemlich gut ausgestattet, bei der Didaktik stockt es teilweise ziemlich, aber das wirst du überall finden, dass es 3-4 Professoren gibt, die das Wort Vorlesung allzu wörtlich nehmen.
Korrigiert mich wenn ich falsch liege, aber es gab doch vor 1-2 Jahren ein Ranking vom Spiegel oder so, wo unsere UNI im Informatik Bereich auf Platz 5 abgeschnitten hat, so schlimm kann es also nicht sein.

SUPERDIM

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6

Friday, September 15th 2006, 11:31pm

Quoted

Auf einer Skala von 1 (sehr gut) bis 6 (sehr schlecht) bewerteten die Studierenden


Warum wir z.B. mit einer 2,2 bei "Betreuung durch Lehrende" und "Räume" jeweils Schlusslicht sind ist mir schleierhaft. Haben diese Bewertungen überhaupt irgendeine Grundlage? Uni Duisburg ist mit 1,8 bei "Betreuung durch Lehrende" schon im grünen Bereich, wurde aber von 0% der befragten Professoren empfohlen.

Torrero

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7

Friday, September 15th 2006, 11:47pm

Seien wir doch mal ehrlich, solche Rankings sind mit der Außnahme, das sie von der international ankerkannten Organisation durchgeführt werden eh KOKOLORES.

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Informatik Minister

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Saturday, September 16th 2006, 5:23am

Warum nur sind die hannoverschen Studenten so unzufrieden? Liegt es an 96, an den Nanas oder an der Naehe zu Bielefeld? Man vermag es bloss zu vermuten.

Sie finden auf jedenfall Gefallen daran, ihr Nest zu beschmutzen. Bezueglich mancher Punkte war ich doch ueberrascht, dass Hannover so schlecht abschneidet (Kontakt zu Lehrenden, Bibliothek, IT-Ausstattung, weitere).
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migu

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9

Saturday, September 16th 2006, 9:17am

Quoted

Original von Informatik Minister
Warum nur sind die hannoverschen Studenten so unzufrieden? Liegt es an 96, an den Nanas oder an der Naehe zu Bielefeld? Man vermag es bloss zu vermuten.
Ist doch klar: Das Buch über theoretische Informatik von Michael Sipser steht jetzt, wenn ich es nicht mehr brauche, endlich vielfach in der Lehrbuchsammlung der TIB/UB! Ist doch klar, dass man sich da über die Bibliothek aufregen kann. ;)
tar: Anlegen eines leeren Archivs wird feige verweigert.

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Saturday, September 16th 2006, 10:49am

Quoted

Original von Torrero
Korrigiert mich wenn ich falsch liege, aber es gab doch vor 1-2 Jahren ein Ranking vom Spiegel oder so, wo unsere UNI im Informatik Bereich auf Platz 5 abgeschnitten hat, so schlimm kann es also nicht sein.
Das damalige Ranking enthielt nach Einschätzung des Fakultätentags Informatik (ein Zusammenschluß der Informatik-Bereiche an deutschen Unis) diverse Fehler in der Methodik der Befragung und in der Auswertung. Volker Claus, der Vorsitzende des Fakultätentags, spricht sogar von "gravierenden Mängeln".

Wie das CHE-Ranking zu bewerten ist, kann ich nicht beurteilen. Einer unserer Dozenten, mit dem ich neulich mal darüber gesprochen habe, stuft das Ranking aber eher als seriös ein.
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Saturday, September 16th 2006, 10:54am

Quoted

Original von Torrero
Seien wir doch mal ehrlich, solche Rankings sind mit der Außnahme, das sie von der international ankerkannten Organisation durchgeführt werden eh KOKOLORES.
Unsinn. Was macht eine Organisation denn zu einer "international anerkannten"? Und: Warum muß eine Organisation international anerkannt sein, um ein nationales Ranking durchführen zu können?

Das CHE-Ranking macht auf mich auf den ersten Blick einen guten Eindruck. Das liegt vor allem daran, daß die Methodik ausführlich beschrieben wurde.
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Benjamin

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12

Saturday, September 16th 2006, 11:33am

Das Studiendekanat hat sich übrigens auch mit dem Ergebnis befasst und es wurde auch auf der Sitzung der Studienkommission angesprochen. Frau von Holdt hat sich das "Rankingverfahren" mal genauer angesehen - wenn ich ein OK bekomme, ihre ausführliche Email dazu zu veröffentlichen, dann werde ich die Beurteilung hier einmal posten.
Es gibt nur eine bessere Sache als auf dem Wasser zu sein: Noch mehr auf dem Wasser sein.

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13

Saturday, September 16th 2006, 11:48am

Quoted

Original von metalhen
Frau von Holdt hat sich das "Rankingverfahren" mal genauer angesehen - wenn ich ein OK bekomme, ihre ausführliche Email dazu zu veröffentlichen, dann werde ich die Beurteilung hier einmal posten.
Ist denn zumindest der Tenor dieser Beurteilung vorab zu erfahren?
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Benjamin

Segelnder Alter Hase

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14

Saturday, September 16th 2006, 12:22pm

Analyse des CHE-Ranking 2006 (Holdt)

Quoted

aus: Protokoll der entsprechenden StuKo-Sitzung (16.06.2006)

Es liegt eine Einzelauswertung für die Universität Hannover vor, die deutlich macht, dass die Studierenden kein so schlechtes Urteil abgegeben haben, wie es die Darstellung des Rankings vermuten lässt.


Quoted

-------- Original Message --------
Subject: [Fachrat-Intern] Analyse des CHE-Ranking 2006
Date: Mon, 22 May 2006 15:28:04 +0200
From: Holdt <holdt@rts.uni-hannover.de>


Liebe Fachschaft,

ich habe inzwischen einige Recherchen zum CHE-Ranking vorgenommen, hier mein Ergebnis:

Die Beurteilungen auf (http://www.das-ranking.de/che7/CHE?modul…1&esb=1&hstyp=1) kommen auf Grund von verschiedenen Quellen zu Stande:
  1. Reputation bei Professoren
    „Welche Hochschule (nicht die eigene) würden die Professoren ihren eignen Kinder empfehlen?“
    (Quelle: 784 Uni-Professoren befragt, Rücklauf: 436 (55,6 %)
  2. Forschungsgelder
    Drittmittel im Verhältnis zu Wissenschaftlern (ohne Drittmittelstellen)
    (Quelle: Fachbereichsfragebogen. Befragt : 67 Unis, Rücklauf: alle)
  3. IT-Infrastrukturen
    Studierendenbefragung. Urteile von 1 (sehr gut) bis 6 (sehr schlecht).
    Mehrere Einzelurteile: z. B. Ausstattung, Wartung, Öffnungszeiten
  4. Betreuung
    Studierendenbefragung. Urteile von 1 (sehr gut) bis 6 (sehr schlecht).
    Mehre Einzelurteile: z. B. Erreichbarkeit, Sprechstunden, Besprechen von Hausarbeiten
  5. Studiensituation insgesamt
    Einzelfrage an die Studierenden. Urteile von 1 (sehr gut) bis 6 (sehr schlecht)
    (Quelle 3, 4, 5: Studierendenbefragung: 27.700 Uni-Studierende befragt, Rücklauf: 4860 (17,5 %))
    [/list=1]
    Drei der fünf Stichpunkte resultieren also aus der Studierendenbefragung. Sie wurden auf Grund einer Rating-Skala erhoben. Das heißt, die Urteile wurden abgegeben auf einer sechsstufigen Skala von 1 ("sehr gut") bis 6 ("sehr schlecht"). Angekreuzt werden konnte zudem, dass man einen Aspekt nicht beurteilen konnte oder dieser Aspekt an der Hochschule / im Studiengang nicht vorhanden war. Eine Sechser-Skala zur Bewertung ist aus Schule und Studium bekannt und gängig. Soweit ist das Vorgehen methodisch in Ordnung.

    Die Ergebnisse der Studierenden liegen für die Informatik an der Uni Hannover zwischen 2,2 und 3,3. Betrachtet man das Ergebnis nicht wissenschaftlich sondern umgangssprachlich, kann man sagen, es wurde 9-mal die Schulnote „2“ und 6-mal die „3“ (gerundet) vergeben (s. http://www.das-ranking.de/che7/CHE?modul…=show&id=420138).
    Diese Ergebnis deckt sich meiner Meinung nach mit der Einschätzung hier im Haus, die auf Gesprächen, Beobachtungen und Evaluationen beruht: Die Stimmung ist nicht gerade euphorisch, aber man ist durchaus zufrieden.

    Für problematisch halte ich die anschließende Darstellung der Ergebnisse. CHE macht aus einem „Rating“ ein Ranking. Die Aussage wird verzerrt, da bei drei von fünf Themen aus einem „Rating“ (die Beurteilung durch die Studierenden auf einer 6er-Skala) ein „Ranking“ (einteilen der gesamten Ergebnisse in Spitzen, -Mittel- und Schlussgruppe) gemacht wird. Als Ausgangspunkt für das Rating der Studierendenurteile dient der Durchschnitt der Urteile an allen Universitäten. Also ist alles, was unter dem Durchschnitt liegt, „schlecht“, obwohl de facto kein Studierender ein schlechtes Urteil abgegeben hat.

    Die hauptsächliche, ins Auge fallende Darstellung „Ranking Kompakt“ ist die Ranking-Skala (Spitzen-, Mittel- und Schlussgruppe). Wer bereit ist, weiter zu lesen und sich eingehender mit dem Ranking beschäftigt, findet auch die Rating-Ergebnisse dargestellt als Kommazahlen in den Tabellen der einzelnen Hochschulen. Denjenigen Lesern, die einen schnellen Blick auf die Ergebnisse werfen – und das dürften die meisten Zeitungs- und Internetleser sein – bleibt dies allerdings verborgen. Für diese detaillierten Informationen muss eine Seite weitergeklickt werden. Außerdem fehlt eine Legende zur Tabelle, die beschreibt, was die Zahlen bedeuten. Der Leser muss sich diese Information wiederum mit Hilfe der Maus suchen. Der CHE wirbt unter anderem damit, dass sich der Leser sein Ranking nach eigenen Kriterien zusammenstellen kann. Dafür muss er sich jedoch einen Account anlegen. Der Zugang zu den detaillierten Informationen ist also alles andere als „niedrigschwellig“.

    In meinen Augen liegt ein erheblicher Kritikpunkt in der Umwandlung von einer (6-stufigen) Rating- in eine (dreistufige) Rankingskala. Als besondere Stärke und Korrektheit wirbt der CHE damit, dass sein Ranking multidimensional (verschiedene Sichtweisen: „Fakten“, Studierende, Professoren sowie viele Kriterien) ist. Sobald diese aber verkürzt in „rot-gelb-grün“ dargestellt werden, mit dem Hinweis, im „Kleingedruckten“ bzw. nach Anlegen eines Accounts weitere Informationen bekommen zu können, kann in meinen Augen nicht mehr von Multidimensionalität die Rede sein. Das ist nur noch „Meinungsmache“.
    Die verkürzte DARSTELLUNG der Ergebnisse im Ranking halte ich nicht für methodisch korrekt.

    Die Unterschiede in den Bewertungen der Informatik an der Uni Hannover sind im Vergleich zum Durchschnitt aller befragten Universitäten ausgesprochen gering. Die Studierenden haben erwartungsgemäß beantwortet und ihr Urteil schneidet im Vergleich mit dem Durchschnitt nicht sonderlich schlechter ab.

    Viele Grüße
    Ulrike von Holdt

    --
    Dipl.-Päd. Ulrike von Holdt
    Universität Hannover
    Institut für Systems Engineering (ISE)
    Fachgebiet Echtzeitsysteme (RTS)
    Appelstr. 9A
    30167 Hannover

    Tel.: 0511-762 4421
    Fax: 0511-762 4012
    Mail: holdt (AT) rts.uni-hannover.de
    http://www.inf.uni-hannover.de
[list=1][/list]
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SUPERDIM

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Saturday, September 16th 2006, 12:47pm

Genaus das meinte ich. Es werden die Noten der Studenten für jede Uni genommen genommen und in Bereiche eingeteilt.

Dann kommt heraus, dass in einem Teilbereich ("Betreuung durch Lehrende") eine gute Note (2,2) in der Schlusslichtgruppe landet, während eine 1,8 (ebenn falls "gut" in der Notenskala) aber in der Spitzengruppe.

Das ganze wird dann in der Übersicht mit Hilfe der Ampelfarben "gerankt", so dass auch gute Noten rotes Licht bekommen, was einem angehenden Studenten "halt" suggeriert. Das ist irreführend und für mich höchst unseriös.

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16

Saturday, September 16th 2006, 2:39pm

Quoted

Original von SUPERDIM
Genaus das meinte ich. Es werden die Noten der Studenten für jede Uni genommen genommen und in Bereiche eingeteilt.
Was ich durchaus sinnvoll finde, wenn man die Fragestellung "Welcher Studiengang ist bezüglich des Kriteriums X über- bzw. unterdurchschnittlich gut?" als Basis nimmt. Für Studienempfehlungen ist das durchaus brauchbar.

In Abschnitt 5 von http://www.che.de/downloads/Methoden_2006.pdf wird auf diese Auswertungsmethode eingegangen.

Quoted

Das ganze wird dann in der Übersicht mit Hilfe der Ampelfarben "gerankt", so dass auch gute Noten rotes Licht bekommen, was einem angehenden Studenten "halt" suggeriert. Das ist irreführend und für mich höchst unseriös.
Die Visualisierung durch die Ampelfarben finde ich ebenfalls unglücklich.

Trotzdem muß eine Universität sich schon eingestehen, daß etwas nicht stimmt, wenn ein Studiengang bezüglich fast aller in der Studie untersuchten Kriterien im unteren Viertel liegt. Eine Aussage wie "aber wir sind doch noch gut" finde ich dann schon etwas billig, wenn drei Viertel der "Konkurrenz" es besser hinbekommen. Denn wenn die Unterschiede zu den anderen Universitäten tatsächlich so gering (und damit unbedeutend) sind, sollte man allein schon deswegen in einigen Kriterien im Mittelfeld landen.

Außerdem sollte es bei so geringen Unterschieden ja kein Problem sein, beim nächsten Ranking in der Spitzengruppe zu landen. Aber unsere Fakultät hat sich dies sicherlich bereits als festes Ziel gesetzt. Das halte ich auch für vernünftig. Denn gerade in Zeiten von Studiengebühren sollte man nicht damit zufrieden sein, den Studenten eine "gute" Ausbildung zukommen zu lassen, wenn eine exzellente Ausbildung möglich ist.
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Richard Hamming, 1962

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Saturday, September 16th 2006, 3:21pm

Quoted

Original von Informatik Minister
Bezueglich mancher Punkte war ich doch ueberrascht, dass Hannover so schlecht abschneidet (Kontakt zu Lehrenden, Bibliothek, IT-Ausstattung, weitere).
Das Abschneiden beim Punkt "Bibliothek" kann ich auch nicht nachvollziehen. Gerade im Bereich der Informatik ist die TIB exzellent bestückt, insbesondere was Zeitschriften und Tagungsbände angeht. Vielleicht wird auch in den Lehrveranstaltungen zuwenig mit Originalliteratur gearbeitet, um diesen Vorteil bewußt zu machen.
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Saturday, September 16th 2006, 4:55pm

Quoted

Original von Joachim
Das Abschneiden beim Punkt "Bibliothek" kann ich auch nicht nachvollziehen. Gerade im Bereich der Informatik ist die TIB exzellent bestückt, insbesondere was Zeitschriften und Tagungsbände angeht. Vielleicht wird auch in den Lehrveranstaltungen zuwenig mit Originalliteratur gearbeitet, um diesen Vorteil bewußt zu machen.

Richtig, die Moeglichkeit, ueber die TIB an eben solche Publikationen zu gelangen sollte weit mehr beworben werden.
Andererseits ist natuerlich klar, dass Literaturempfehlungen aus Vorlesungen in der TIB schnell vergriffen sind. Dies ist sicher an den allerwenigsten Universitaeten anders und gebaert ein 'Bloede-Bibliothek-Erlebnis' fuer den suchenden Studenten. Wieso jedoch schneiden dann andere besser ab?
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