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Kaos

Lesen, denken, flamen!

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1

Sunday, December 24th 2006, 3:11pm

Display mit Suse

Nabend,
Ich hab heute mal wieder versucht Suse 10.0 bei mir zum Laufen zu bringen. Meine Linux Erfahrungen lassen sich mit dem Wort "keine" recht gut beschreiben, aber angeblich soll ja alles genauso toll und einfach sein wie bei Windows.

Um mein Problem zu beschreiben:
DVD rein, Bootet von DVD, Installation ausgewählt, von meiner Hauptpartition ein paar GB fuer ne Linux Partition abgezweigt, weitere 1GB fuer ne Swap Partition.
So weit so gut, funktioniert.
Installieren tut er fröhlich vor sich hin, sieht alles auch ganz spannend aus, root, Benutzer anlegen, klappt prima, fröhlich vor sich hindümpeln während er versucht die Geräte zu erkennen, macht er auch nicht schlecht, doch dann kommt das Problem: Das Display... Grafikkarte erkennt er noch CRadeon X700. Display... Hmm joar, ich hab da einfach mal "LCD" angewählt, 1280*800, naja, Auflösung dementsprechend.

Er installiert fröhlich weiter, alles sieht ganz toll aus, er startet, der blaue Ladescreen mit den 4 Symbolen erscheint, 1. leuchtet, 2. , 3. 4. und das Display wird schwarz. Blubb...
Da kommt Freude auf.

Was mach ich falsch? Antworten bitte in einfachen Sätzen und möglichst genau formulieren :D

Mein Laptop

Frohe Weihnachten

Kaos

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Man findet immer dort besonders viel Chaos, wo man nach Ordnung sucht. Das Chaos besiegt die Ordnung, weil es besser organisiert ist.

neweb

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2

Sunday, December 24th 2006, 5:03pm

RE: Display mit Suse

Quoted

Original von Kaos
Was mach ich falsch?


hast du doch schon gesagt... SuSE ;)

Aber ich denke, das hilft dir wenig weiter. Ohne Logfiles kann ich dir jedoch auch nicht viel sagen. Es könnte sein, dass Xorg beim starten der grafischen Oberfläche einen Treiber läd, der mit deiner Grafikkarte nicht arbeiten kann oder dass Xorg einfach eine falsche Auflösung verwendet.

Auf jeden Fall scheint es etwas mit deiner grafischen Oberfläche zu tun zu haben. Wäre gut, wenn du einfach mal den Inhalt deiner /etc/X11/Xorg.conf posten könntest. Das würde helfen ;)...

Kommst du evtl mit Strg + Alt + F1 auf die Konsole, bzw kannst du sie sehen?

Um an die Datei dran zu kommen musst du wohl SuSE im Runlevel 3 statt 5 Starten, damit die grafische Oberfläche nicht startet. Die Setup-CD sollte die Möglichkeit einer Reperaturkonsole bieten, oder eine Konsole auf der CD zu starten oder so. Von dort aus mountest du deine Linux-Root-Partition mit:

Source code

1
2
mkdir -r /mnt/system
mount /dev/hdaX /mnt/system

Wobei du X gegen die Partitionsnummer ersetzen musst.
Dann editierst du die datei /etc/inittab.

Source code

1
vim /mnt/system/etc/inittab

und ersetzt in der Zeile in der etwas wie id:5:initdefault: steht die 5 gegen eine 3 und speicherst das ganze.
Danach unmounten und rebooten...

Dann sollte sein System ohne grafische Oberfläche starten und du kannst daran basteln, bis es läuft.

Es könnte übrigens der ATI-Treiber sein... der macht manchmal Probleme...

Achso... wie du siehst lässt sich SuSE Linux genau so einfach Installieren wie Windows und läuft auch genau so schlecht... zumindest fast... es startet ja noch ;)
Das Wesen der Dinge ist es, dass sie plötzlich verschwinden und dann unerwartet an einem ganz anderen Ort wieder auftauchen.

This post has been edited 3 times, last edit by "neweb" (Dec 24th 2006, 5:18pm)


maffe

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3

Sunday, December 24th 2006, 9:53pm

Bei meinem Laptop ging beim Booten von Linux-Live-CDs und grafischen Installationen auch immer der Bildschirm aus. Hab dann erfolgreich im Textmodus installiert und seit ich den proprietären ATI-Treiber installiert habe, geht der Bildschirm nicht mehr aus.

neweb

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4

Sunday, December 24th 2006, 11:15pm

Quoted

Original von maffe
Bei meinem Laptop ging beim Booten von Linux-Live-CDs und grafischen Installationen auch immer der Bildschirm aus. Hab dann erfolgreich im Textmodus installiert und seit ich den proprietären ATI-Treiber installiert habe, geht der Bildschirm nicht mehr aus.


Okay... das könnte eine Alternative sein, wenn das bei SuSE geht ;)

Bevor man alles neu installiert ist es aber geschickter einfach auf Textmodus umzustellen. Das sollte evtl sogar mit Kernel-Boot-Parametern gehen, aber welche bei SuSE den Runlevel wählen weiß ich nicht.
Alternativ kann man dem Kernel evtl auch ein init=/bin/bash übergeben, das hängt aber von der Einrichtung des Bootloaders und des Kernels ab. Damit bekommen man eine root-Shell mit der man die Config auch ohne externe Boot-CD ändern kann. Bei vielen Linux-Distis wird diese Möglichkeit aber verboten (weil man auf dem Weg in jedes Linux-System einbrechen kann, ausgenommen sind Systeme mit verschlüsselten Partitionen).
Das Wesen der Dinge ist es, dass sie plötzlich verschwinden und dann unerwartet an einem ganz anderen Ort wieder auftauchen.


Kaos

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Monday, December 25th 2006, 4:39pm

Joar, ich bedanke mich mal für deine Hilfe Neweb :) Der Hinweis auf die Datei hat mir geholfen, das Problem war, dass die Bildaktualisierungsrate falsch eingestellt war und das Display sich dann geweigert hat irgendwas anzuzeigen.

Nachdem ich dann rausgekriegt habe, wie man mit "vi" irgendwas auch nur ansatzweise bearbeitet, konnte ich den Kram dann umstellen.

Der Text Editor von DOS ist ja um Längen besser als dieser Scheiß -.-

Nunja um gleich die nächste Frage rauszuhauen:
Wie komm ich in mein heimisches WLan mit dem Krams?

Gruß
Kaos

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Toobles

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6

Monday, December 25th 2006, 7:14pm

Quoted

Der Text Editor von DOS ist ja um Längen besser als dieser Scheiß -.-


Guck dir mal "nano" an. Find ich für ein bisschen Rumgepfusche in Konfigurationsdateien ideal.

Quoted

Nunja um gleich die nächste Frage rauszuhauen:
Wie komm ich in mein heimisches WLan mit dem Krams?


man iwconfig :)

maffe

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Tuesday, December 26th 2006, 4:11am

Ich weiß nicht, wie distributionsspezifisch sowas ist – jedenfalls geht es bei mir (mit Kubuntu) prima mit knetworkmanager (mit WPA 2).

Warui

Turner, Serveradmin & Workaholic

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8

Tuesday, December 26th 2006, 5:50pm

Quoted

Original von Kaos
Nachdem ich dann rausgekriegt habe, wie man mit "vi" irgendwas auch nur ansatzweise bearbeitet, konnte ich den Kram dann umstellen.

Der Text Editor von DOS ist ja um Längen besser als dieser Scheiß -.-


Solltest du je in der Gesellschaft "rauhbeiniger" *NIX-User unterwegs sein, wäre ich mit solchen Aussagen prinzipiell sehr vorsichtig ... also je nach deren Editor-Religion kannst du da auf (IRC-)"Kumpels" oder "Feinde" fürs Leben treffen ;)
Schau dir bei Gelegenheit mal emacs an .... ist an sich ein ganz nettes Betriebssystem, wenn du nen guten Editor dafür gefunden hast :-D

Mata ne
Warui
Erwachsenwerden? Ich mach ja viel Scheiß mit, aber nicht jeden!

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hyperion

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9

Tuesday, December 26th 2006, 7:06pm

Quoted

Nachdem ich dann rausgekriegt habe, wie man mit "vi" irgendwas auch nur ansatzweise bearbeitet, konnte ich den Kram dann umstellen.


Du weißt doch, der vi hat zwei Modi...einen zum Piepen und einen wo er nichts macht, oder so ähnlich :D

Ansich ist der vim recht simpel. i drücken und Text eingeben, ESC drücken und dann mit :w dateiname speichern und mit :q beenden. Auch nicht sehr viel anders als die DOS Editoren ohne Mausunterstützung. Nur das halt alles mit ALT+Sonstnochwas gemacht wird.

Anstatt SuSe würde ich auch eine andere Distribution empfehlen: Fedora, (K|X)Ubuntu, Debian, usw.

SuSe macht alles etwas anders als andere Distributionen und macht es einem meistens nicht einfacher ;)
"Der Klügere gibt nach! Eine traurige Wahrheit, sie begründet die Weltherrschaft der Dummheit." --Marie von Ebner-Eschenbach

neweb

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Wednesday, December 27th 2006, 9:48am

SuSE installiert doch eigentlich immer den MidnightCommander mit (zumindest war das mal so).

Einfach mal mcedit testen ;)
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Kaos

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11

Wednesday, December 27th 2006, 1:08pm

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Original von hyperion

Ansich ist der vim recht simpel. i drücken und Text eingeben, ESC drücken und dann mit :w dateiname speichern und mit :q beenden. Auch nicht sehr viel anders als die DOS Editoren ohne Mausunterstützung. Nur das halt alles mit ALT+Sonstnochwas gemacht wird.

SuSe macht alles etwas anders als andere Distributionen und macht es einem meistens nicht einfacher ;)


Naja, die DOS Editoren hatten aber so ein wundervolles Menü, was du mit Alt + Irgendwas öffnen konntest und dort konntest du dann wundervoll sehen, welche Taste für was steht.

Find ich wesentlich einfacher als die : aktion :) und wer kommt bitte intuitiv darauf, das man mit :w was speichrt?

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ktm

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12

Wednesday, December 27th 2006, 2:12pm

:w(rite), dann
:q(uit)
is auch nicht viel unintuitiver als
steuerung-s(peichern), dann
alternieren-f4 (?? f(erl)4(ssen) ??)
zur not holt man sich halt "man vi" auf ne andere konsole und wechselt...

hyperion

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Wednesday, December 27th 2006, 2:47pm

Oder man nimmt sich etwas Zeit und startet vimtutor.
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julianr

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14

Wednesday, December 27th 2006, 4:31pm

Es geht doch auch nicht darum, welches Kürzel intuitiv ist, sondern dass DOS-Editoren (und nano z.B.) anzeigen, wie man wieder auskommt. Ich hab das Terminal schon öfter einfach geschlossen, weil ich nicht mehr sauber aus vi rausgefunden habe.

hyperion

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15

Wednesday, December 27th 2006, 8:16pm

Quoted

Es geht doch auch nicht darum, welches Kürzel intuitiv ist, sondern dass DOS-Editoren (und nano z.B.) anzeigen, wie man wieder auskommt. Ich hab das Terminal schon öfter einfach geschlossen, weil ich nicht mehr sauber aus vi rausgefunden habe.


Das mag sein, aber vi und emacs sind sehr mächtig. Oder hast Du schon mal Tetris in Notepad gespielt :D Ich denke, dass es keine schlechte Idee ist, wenn man weiß, wie man die beiden Programme zumindest rudimentär bedient. Einer von beiden ist eigentlich immer auf jedem Linux zu finden und wenn man unter Linux keine Textdateien bearbeiten kann, ist man ziemlich aufgeschmissen.
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ktm

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16

Wednesday, December 27th 2006, 10:29pm

nano, pico o.ä. sind auch fast immer dabei, und für den Großteil der anfallenden Aufgaben sind imho vi/emacs der totale Overkill. Wann braucht man denn schonmal mehr als öffnen/editieren/speichern/schließen? Eventuell nochmal suchen, noch seltener suchen-und-ersetzen, das wars dann aber auch schon für 99.9% aller Fälle.

julianr

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17

Thursday, December 28th 2006, 12:31am

hyperion, mit TextMate könnte ich hier sicherlich mehr als nur Tetris spielen, allerdings hindert das ein Programm nicht daran, irgendwo eine Leiste mit den zwei, drei wichtigsten Befehlen einzublenden (die man sich als Pro halt ausstellt). Hohe Effizienz muss keine hohe Lernkurve haben.

neweb

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18

Thursday, December 28th 2006, 3:44pm

Wie gesagt: mcedit.

Der bietet zwar nur die nötigsten Funktionen wie laden, speichern und noch eine hexadezimal Ansicht, sowie etwas HighLighting, lässt sich dafür aber sehr kompfortabel über die F-Tasten steuern, die auch noch unten eingeblendet werden. Er ist immerhin nur ein Clone des Editors des zu DOS Zeiten sehr verbreiteten NortonCommanders. Gibt man mc ein, kann man den MidnightCommander direkt starten und damit relativ schnell durch sein Dateiensystem wandern. Er wird auch per F-Tasten gesteuert und erlaubt Kopieren, Verschieben, Umbenennen, etc. von Dateien. Zumdem gibt es zu der normalen Verzeichnislistenansicht auch Baumansichten, etc.

Leider ist der äußerst tolle ASCII-Bildschirmschoner des NortonCommander nicht mit implementiert worden ;)
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hyperion

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19

Thursday, December 28th 2006, 7:48pm

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Original von julianr
Hohe Effizienz muss keine hohe Lernkurve haben.


Natürlich nicht. Aber ich habe bis jetzt keinen Editor kennen gelernt, der es mit vi oder emacs wirklich aufnehmen kann. Sicher ist die Lernkurve beim vi etwas höher (emacs hat ja eine Menüleiste ;) ), aber dafür ist er sehr effizient, wenn man ihn halbwegs beherrscht.

Ich habe mich immer in HTML Textareas erwischt, wie ich versuchte mit i Text einzufügen bzw. mit dd versucht habe eine Zeile zu löschen...Inzwischen geht es wieder einigermaßen ;)
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neweb

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20

Friday, December 29th 2006, 9:33am

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Original von hyperion

Quoted

Original von julianr
Hohe Effizienz muss keine hohe Lernkurve haben.


Natürlich nicht. Aber ich habe bis jetzt keinen Editor kennen gelernt, der es mit vi oder emacs wirklich aufnehmen kann. Sicher ist die Lernkurve beim vi etwas höher (emacs hat ja eine Menüleiste ;) ), aber dafür ist er sehr effizient, wenn man ihn halbwegs beherrscht.


joe - Joe's Own Editor.
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