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Kaos

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15.07.2007, 14:16

Der Studiengebührenboykott

So, ich hab nen Weilchen überlegt was ich dazu schreiben könnte / will, aber ich denke dies ist ein Thema zu dem es viele Meinungen gibt und da bin ich mal recht neugierig.

Für die jenigen die an der Vollversammlung nicht teilnehmen konnte, habe ich mal die Resolution die beschlossen wurde als Anhang an diesen Text gehängt.

Zum Sommersemester 2008 wird es also einen neuen Boykott geben. Ich frage mich allerdings, wie sinnvoll der ganze Spaß ist. Nach Auskunft des Asta hat der letzte Boykott circa 30.000 Euro gekostet. Studentische Gelder selbstverständlich.

Eine anständige Diskussion war während der ganzen Vollversammlung nicht möglich, Vorschläge die Resolution etwas abzuändern wurden mit dem Fress-Oder-Stirb-Wir-Haben-Keine-Zeit-Argument abgelehnt. War man mit dem Spaß nicht einverstanden, hatte man im Audi-Max eh nichts mehr verloren.

Der Asta hatte tatkräftige Propaganda Unterstützung von dem ehemalige Geschäftsführer des bundesweiten Aktionsbündnisses gegen Studiengebühren und Vertreter der LandesAStenKonferenz Hessen Amin Benaissa, der scheinbar nur zwischen "Gut" und "Böse" unterscheiden kann. Zumindest hatte ich diesen Eindruck, wobei "gut" die waren die sofort tatkräftig mit "lustigen" Aktionen gegen die Studiengebühren protestieren und "böse" all jene die dies nicht tun.
Lustig scheint es unteranderem zu sein sich auf eine Autobahn zusetzen und zu picknicken.
Die ebenso einseitigen Einwürfe des RCDS trugen zwar ungemein zur Unterhaltung bei, wurden aber genauso gnadenlos wie unfair niedergeschmettert.
Wieso? Die Gegenseite war doch auch nicht viel besser...

Im großen und ganzen schien mir die Aktion eine einzig große Propagandaschlacht ohne jeglichen Inhalt.
Ich habe dagegen gestimmt.
Ich halte die Studiengebühren in dieser Weise nicht für sinnvoll, aber einer Resolution zuzustimmen die nicht verändert werden darf... Sicherlich nicht. Und während der primitiven Propagandaschlacht ist nicht ein Argument gefallen, dass mich davon überzeugt hat, dass diesmal nicht wieder 30.000€ aus dem Fenster geworfen werden.

Auch nicht das tolle Argument von "Amin", dass in Hamburg das Boykottquorum an zwei Hochschulen erreicht wurde.
Von einer Kunsthochschule mit 571 Studierenden kann man wohl kaum auf die Uni-Hannover schließen.

Alles in allem: Eine nette Show, hoher Unterhaltungswert, kaum Inhalte, nichts was mich überzeugt, dass dies keine Geldverschwendung ist.

Nunja, hier nochmal nen Link für die Leute die wissen wollen, was mit den Hamburger Kunststudenten passiert, die nun vorläufig exmatrikuliert sind.
http://www.ndr903.de/hfbkboykott4.html

Unten die Resolution.
Was bleibt mir noch zu sagen?

Studiengebühren Boykott 2.0 Stoppen!

Wenigstens mit den Flyern hättet ihr euch mehr Mühe geben können, lieber Asta. Oder sollten die Dinger für den Notfall auch herhalten, wenn die Vollversammlung sich dagegen ausspricht?

(if kaos == boese)
return true;
»Kaos« hat folgendes Bild angehängt:
  • kaos.jpg

Zitat

Man findet immer dort besonders viel Chaos, wo man nach Ordnung sucht. Das Chaos besiegt die Ordnung, weil es besser organisiert ist.

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Markus

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15.07.2007, 14:32

RE: Der Studiengebührenboykott

Schade, dass ich so früh gehen musste ): Aber nach deiner Schilderung scheint es in etwa so gekommen zu sein, wie befürchtet und von der letzten VV bereits bekannt.

Am meisten habe ich mich ja über den Spruch von dem einen Studenten aufgeregt, der entsprechend mit "Remmie-Demmie" nachhelfen wollte, wofür es großen Beistand im Audimax gab. Wenn jedoch Remmie-Demmie Aktionen gegen Recht, Ordnung, Sinn und Verstand, also zu Lasten nicht direkt Beteiligter gehen, entzieht man sich nur selbst der Solidarität anderer.
Das sollte doch eigentlich nach den gewalttätigen G8-Demonstrationen bei allen angekommen sein.

Zitat

Original von Kaos
Auch nicht das tolle Argument von "Amin", dass in Hamburg das Boykottquorum an zwei Hochschulen erreicht wurde.
Von einer Kunsthochschule mit 571 Studierenden kann man wohl kaum auf die Uni-Hannover schließen.

Was? DAS hat er als Argument angeführt??? SEHR geil. Tja, leider konnte er wohl nicht wissen, was nur ein oder zwei Tage später in der Zeitung steht. Nämlich, dass der Hälfte der Studenten besagter Hochschule am Montag die Exmatrikulationsbescheinigung zugestellt wird.
Ob der ASTA das jemals auf einen seiner Flyer schreiben wird?
([URL=http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,494145,00.html]eine mögliche Quelle[/URL])
Charmant sein? Hab ich längst aufgegeben. Glaubt mir doch eh keiner...

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Rick

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15.07.2007, 14:47

RE: Der Studiengebührenboykott

Jo, ich war auch da, und meine Frage "Wieviele Boykotte waren denn in Deutschland bereits erfolgreich, und wieviele wurden versucht?" kam leider nicht mehr zum Zuge, dabei finde ich, ist das GENAU die Frage, die man sich stellen muss, wenn man sowas unternimmt. Selbst wenn die notwengige Zahl von Studenten erreicht wird, wer garantiert denn, dass die Universität während der Verhandlungsfrist die Mahnverfahren einstellt? Dazu hat sie soweit ich das überblicken kann, keine rechte handhabe. Ich gehörte also auch zu denjenigen, die diese Boykottresolution abgelehnt hatten, immerhin waren wir ein knappes Dutzend im Audimax. Interessant fand ich das Spiel: "Wir zählen die Stimmen (bei eindeutigem Ergenis) nicht ab, es sei denn es gibt Einwände", woraufhin der Einwand kam, dass es ja interessant wäre zu wissen, wieviele Besucher die "Voll"-versammlung hatte, was aber dann einfach ignoriert wurde, bzw mit "Ungefähr 400" abgetan wurde. Aber schöne Ansage ;)

Naja, jedenfalls war das Publikum von Amins Wortgewandheit beeindruckt und ist aber wohl sowieso nur gekommen um das Stichwort "Boykott" abzunicken. Tatsächlich kritische Stimmen an der Effektivität des Boykotts gab es kaum.

Ähnlich beeindruckend verlief die Geschichte zu den Verhandlungen mit der Bahn, dort konnte ich mich immerhin zu Worte melden, wurde aber nicht ernst genug genommen, bzw. offenbar missverstanden.

Insgesamt: tatsächlich eine LOLlversammlung.
Das einzige was man mitnehmen sollte: Wenn man an Studiengebühren was ändern will, muss man den Menschen/Wählern klar machen, dass wenn Studenten für ihre Bildung zahlen müssen, dass der gesamtwirtschaftlichen und sozialen Lage schadet. Was bei 500 Euro im Semester nicht ganz trivial ist befürchte ich, wenn sogar eine Mehrwertsteuererhöhung im Wahlprogramm der CDU sie nicht davon abgehalten hat in die Bundesregierung zu kommen.
Derweil, solange im Ausland hohe Studiengebühren verlangt werden, kann man keine gebührenfreie deutsche Partikularlösung anstreben, ohne nicht wenigstens von Ausländern (die sich auf der VV besonders beschwert haben) zu verlangen.

Wenn die 30.000 ¤ Boykottbudget stattdessen in öffentlichkeitswirksame Arbeit zum verbessern der Stipendieninfrastruktur gesteckt werden würden, wäre das meines Erachtens eine sinnvollere Investition...

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15.07.2007, 14:56

RE: Der Studiengebührenboykott

Kaos, die angehängte Resolution ist aber nicht die, welche wir dieses Jahr beschlossen haben...die von Dir gepostete haben wir zwar wieder bekräftigt, aber mir ist sie diesmal nicht nochmal unter die Augen gekommen?

Zitat

Original von Chaos
Und während der primitiven Propagandaschlacht ist nicht ein Argument gefallen, dass mich davon überzeugt hat, dass diesmal nicht wieder 30.000€ aus dem Fenster geworfen werden.

Primitiv? Mh, naja.... ich fand die Diskussion immerhin schon viel angenehmer als bei der letzten VV.
Keine Argumente? Was ist damit, dass die 500€ möglicherweise ein Einstieg in echte ( ;) )Studiengebühren (>=5000€/Sem) seien könnten?


Zitat

Original von Markus
Am meisten habe ich mich ja über den Spruch von dem einen Studenten aufgeregt, der entsprechend mit "Remmie-Demmie" nachhelfen wollte, wofür es großen Beistand im Audimax gab. Wenn jedoch Remmie-Demmie Aktionen gegen Recht, Ordnung, Sinn und Verstand, also zu Lasten nicht direkt Beteiligter gehen, entzieht man sich nur selbst der Solidarität anderer.
Das sollte doch eigentlich nach den gewalttätigen G8-Demonstrationen bei allen angekommen sein.

(War das der Student Mitte links, oben - von vorne gesehen?)
Auch wenn ich keinen Beistand gezeigt habe, konnte ich seine Meinung trotzdem teilen: Wenn dieser Boykott Erfolg haben soll, erfordert das eben Entschlossenheit und ein Bewusstsein dafür dass es sich lohnt gegen Studiengebühren zu kämpfen. Die RCDS'ler wurden vermutlich auch gerade deshalb derart heftig kritisiert, weil sie mit der Darlegung der rechtlichen Konsequenzen des Boykotts die von einigen Leuten gewünschte Stärkung des allgemeinen "Kampfgeists" unter den Studierenden untergraben haben. Ich fands recht fies, wie diese Stimmen zum Schweigen gebracht wurden, aber immerhin konnten sie ihre "vernünftigen" Argumente anbringen, gut das mal gehört zu haben.
Ich denke aber nicht, dass er mit "Remmie-Demmie" gewalttätige Aktionen meinte, sondern nur, dass man die Situation der Studenten, die Studiengebühren usw. in die Öffentlichkeit tragen sollte. Direkt danach hat er ja auch von der Solidarisierung mit anderen Gruppierungen gesprochen (z.B. bei den Demos vor einigen Jahren), ich denke also mal er hat es friedlich gemeint...

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15.07.2007, 15:01

RE: Der Studiengebührenboykott

Naja, mich lehren einige der bisherigen Aktionen eher verhaltenen Optimismus inwiefern sich zukünftige, unter dem Schlagwort Remmie-Demmie, sich im Rahmen geltenden Rechts halten werden.
Ich lass mich da lieber positiv überraschen, als einem Asta übermäßig Vertrauen zu schenken.

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15.07.2007, 15:07

@Chaotica
Warghs, du hast Recht. Es steht tatsächlich nur die alte Resolution Online. Ich werde die neue mal Einscannen und nochmal dranhängen.
Thx für den Hinweis.

Zitat

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15.07.2007, 15:51

RE: Der Studiengebührenboykott

Zitat

Original von DrChaotica
(War das der Student Mitte links, oben - von vorne gesehen?)

Nein, der Typ stand von vorne gesehen rechts oben am Eingang nahe/bei der Gruppe "Die Linken". Und außer dem Spruch, man solle mit Remmie-Demmie nachhelfen, kam nichts weiter, schon gar nichts von Solidarisierung.
Ich hätte gerne gewusst, was er sich unter "Remmie-Demmie" vorstellt, musst dann aber leider zur Arbeit ...

Um noch mal konkret zu zeigen, was meiner Meinung nach total sinnlos ist: Letzte VV (korrigiert mich, wenn ich irre) wurde eine Resolution beschlossen, oder zumindestens in der VV davon gesprochen, dass man von den Proffesoren Solidarität erwarte. Direkt nach der VV stürmte man dann den Senat und brachte diesen zum erliegen. Bei solchen Aktionen bekommt man zu Recht keine Solidarität!
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8

15.07.2007, 16:20

RE: Der Studiengebührenboykott

Achso, der! Ja, ich glaube der hat das letzte Mal auch schon so übertrieben streitlustig dahergeredet... ich hatte an einen anderen gedacht.

Zitat

Original von Markus
Um noch mal konkret zu zeigen, was meiner Meinung nach total sinnlos ist: Letzte VV (korrigiert mich, wenn ich irre) wurde eine Resolution beschlossen, oder zumindestens in der VV davon gesprochen, dass man von den Proffesoren Solidarität erwarte. Direkt nach der VV stürmte man dann den Senat und brachte diesen zum erliegen. Bei solchen Aktionen bekommt man zu Recht keine Solidarität!
Absolut richtig. War damals eigentlich der Asta direkt daran beteiligt, oder waren das nur irgendwelche Leute aus der VV, die noch nicht genug hatten?

Kaos

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15.07.2007, 21:17

So, ich hab die aktuelle Resolution eingescannt und an mein erstes Posting gehängt. Sorry, dass er davon eine Vorschau anzeigt, aber ich weiß nicht wie ich das Abstelle.

Kaos

Zitat

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julianr

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15.07.2007, 21:18

Klar war es einseitig, von Amin halte ich auch nichts. Aber da können die Anwesenden imho nicht viel dafür, dass sie alle einer Meinung waren und das auch sehr spüren lassen. Sollen halt mehr Leute kommen - Demokratie usw. etc. ;) Der 'harte Kern' ist nämlich immer anwesend.

Ich fand eigentlich, dass die Stimmung bei der zweiten Resolution viel unnötiger so aufgeheizt war. Einmal hätte ich sogar für Wehrung geklatscht (!), wenn er nicht im Nachsatz noch Parteipolitik eingebracht hätte. Metronomstrecken ausnutzen? Jaaa weiß nicht, so unglaubwürdig jetzt nicht... *husthust*



Außerdem hält nicht unbedingt jeder, der für den Boykott gestimmt hat, diesen für aussichtsreich (hier, ich nicht *meld*). Es ist nur so, dass ich meinen AStA-Beitrag gerne dafür 'verprassen' lasse, Widerstand zu signalisieren, sonst sinds nämlich gleich im nächsten Semester 600 EUR, die ich laut scheinheiligem Präsidenten-Spam der Verbesserung der Lehre zu Verfügung stelle.
Zumal die Polizeibullis, die die Demos gegen die Gebühren bewacht haben, oder alternativ das Klagen gegen Studiengebühren auch nicht umsonst sind. Teuer wirds immer, ich fand die Summe jetzt nicht so alarmierend.

Rick: Was gabs denn außer der Autobahnblockade noch für rechtlich bedenkliche Aktionen? Ich bin anscheinend nicht genug informiert, um den Remmi-Demmi-Aufruf so kritisch zu sehen. ;)

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Markus

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15.07.2007, 22:07

Zitat

Original von julianr
[...] sonst sinds nämlich gleich im nächsten Semester 600 EUR, die ich laut scheinheiligem Präsidenten-Spam der Verbesserung der Lehre zu Verfügung stelle.[...]

Was mich dazu interessiert: Hast du dich schon mal darüber informiert, was mit dem Geld passiert, so dass dein 'scheinheilig' gerechtfertigt ist?
Klar, ich will jetzt nichts schön reden, aber das Geld verschwindet nicht so einfach, da schauen schon genug Leute drauf...
Kleines Beispiel: Nach meinen Infos wurden zB zusätzliche Korrektoren für Programmieren I (Scheme) durch die Studiengebühren bezahlt, und ich meine auch, dass das bei Java der Fall war, jedoch müsste ich dort nochmal nachfragen, um 100%ige Sicherheit zu haben.
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16.07.2007, 00:03

Ich bezog mich im speziellen auf das Besetzen von Pressestelle und Präsidium, letztes Jahr um diese Zeit.
Und ich seh meinen Asta-Beitrag lieber konstruktiver angebracht, als vergangenen Werten nachzutrauern, ohne realistische Aussicht auf Erfolg.

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Ray-D

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16.07.2007, 00:03

Vor kurzem laß ich erst davon, dass der Uni 6,7Mio Euro gekürzt worden sind.
Die Studiengebühren bringen 6,5Mio Euro ein. Insgesamt verfüge die Uni über ca. 280Mio Euro. Leider habe ich die Quelle nicht mehr.

In einer diese besagten Spammails stand was von "Hälfte des Geldes für die mittlere Ebene" oder so ähnlich. Hab die Mail leider auch nicht mehr :( Aber klingt für mich nach weiteren Geldern für die Verwaltung...

Viele der Punkte hier klingen für mich nach Renovierungsarbeiten.

Die paar Korrektoren, die von den Studienbeiträgen finanziert werden, sind wohl eher dazu da, um den Studenten zu zeigen, was für Vorteile die Beiträge bringen (das ist meine persönliche Meinung).
"ob ich alles weiss, was wir wissen, weiss ich auch nicht, aber ich weiss natürlich niemand von uns weiss etwas was er nicht weiss" - Wolgang Schäuble
Freiheit wird nicht erbettelt, sondern erkämpft


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julianr

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14

16.07.2007, 00:11

Markus: Das mit den Scheme-Prüfern war mir auch bekannt (woher das wohl kommt ;) ), aber es gab in meinem ersten Semester (WS 05/06) auch genug Prüfer. Wenn wir damals einfach ein kleinerer Jahrgang waren, würde ich eine kleine Spende zur Aufstockung ja einsehen, aber 500 EUR? Und vor allem befürchte ich halt, dass es sogar noch weiter steigen wird.
(Ansonsten kenne ich nur die Informationen von der Studienbeitrags-Seite, ganz konkret werden die ja leider nicht.)

Also, ... ich bezweifle gar nicht, dass das Geld in die Bildung fließt! Aber eher ersatzweise, nicht "noch extra", wie es in der Rundmail rüberkam. Ich fände also "Aufrechterhaltung der Lehre" irgendwie ehrlicher als "Verbesserung". Von Verbesserungen im geschätzten Wert von 500 EUR pro Kopf ist mir jedenfalls nichts aufgefallen :)

Ray-D: Genau den Eindruck hatte ich auch. Noch viel mehr die Erwähnung des WLAN-Ausbaus (äh, Kostenpunkt? Haben die ein neues Gebäude ausgestattet, oder gings wirklich um E001 & drei Besenkammern?). Da war sicherlich die Umbenennung der Uni teurer *hust* *troll* ;)

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Warui

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15

16.07.2007, 00:42

Was das WLAN angeht:
Ich habe mich kürzlich mit einem der Techniker des RRZN unterhalten (der dafür zuständig ist) und er meinte, dass die Kapazitäten seit Oktober von ca. 220 auf derzeit um die 380 gestiegen sind. Das ist uniweit zu betrachten. Das Hauptgebäude war schon relativ gut ausgestrahlt (\ {E001,...}), derzeit sind die ganzen kleineren Institute dran ... so, oder so ähnlich ....

Persönlich finde ich die Suggestion "Wir verwenden 500€ pro Student extra für die Verbesserung der Lehre" ziemlich verlogen, was jedoch leider absehbar war ....
Erwachsenwerden? Ich mach ja viel Scheiß mit, aber nicht jeden!

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16

16.07.2007, 08:34

Zitat

Original von Markus
Kleines Beispiel: Nach meinen Infos wurden zB zusätzliche Korrektoren für Programmieren I (Scheme) durch die Studiengebühren bezahlt
Weiteres Beispiel: Unsere Fakultät hat derzeit zwei oder drei (bin mir nicht ganz sicher) Stellen für Lecturer zu besetzen, die dann die Lehre unterstützen sollen. Insbesondere bedeutet dies, daß mehr Lehrveranstaltungen als bisher angeboten werden können.

So wie ich es mitbekommen habe, gibt es ziemlich strenge Auflagen, für was die Studiengebühren verwendet werden dürfen. Ich bin mir daher ziemlich sicher, daß keine Studiengebühren in der Verwaltung versickern.
The purpose of computing is insight, not numbers.
Richard Hamming, 1962

Benjamin

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17

17.07.2007, 22:46

Und das Ergebnis der VV? Ich denke das sollte jeden interessieren und nicht nur an die Fachschaften gerichtet sein:

Zitat

Liebe Fachschaften,

auf der Vollversammlung am 11. Juli wurde mit überwältigender Mehrheit ein Boykott der Studiengebühren zum Sommersemester 2008 beschlossen. Wir erachten den Boykott als das einzige in unseren Händen liegende Mittel, die Studiengebühren wieder abzuschaffen.
In unserer AStA-Bewerbung haben wir klar gestellt, dass wir einem weiteren Boykott befürworten, ihn allerdings nicht durchführen, wenn er aussichtslos erscheint.
In der letzten KontrASt, in der wir ebenfalls für die VV aufgerufen haben, wurde das Minimalziel bei 500 Anwesenden angesetzt. Leider waren auf der Vollversammlung nur ca. 430 Studierende anwesend, obwohl wir die VV intensiv beworben haben.
Anscheinend sind viele Studierende nach wie vor nicht bereit, sich für Ihre Interessen einzusetzen. Deswegen wird eines unserer Ziele in unserer Amtszeit die Politisierung der Studierenden und die Aufklärung über ihre Partizipationsmöglichkeiten in der studentischen und akademischen Selbstverwaltung sein.
Dieses ändert allerdings nichts daran, dass aus unserer Sicht zu wenig Studierende auf der VV waren. Allerdings möchten wir die Zahl der anwesenden Studierenden nicht isoliert betrachten, sondern im Kontext der Stimmung auf der VV und dem Beschluss zum Boykott, der fast einstimmig gefällt wurde.
Deshalb werden wir gemäß dem VV-Beschluss in den nächsten Wochen und Monaten den Boykott der allgemeinen Studiengebühren zum Sommersemester 2008 vorbereiten. Da wir allerdings nur 6 Leute sind und wir neben den Studiengebühren noch zu anderen wichtigen Themen arbeiten wollen, kann der Boykott nur funktionieren, wenn der „Arbeitskreis gegen Studiengebühren“, der sich ab sofort jeden Dienstag um 18 Uhr im AStA trifft, sowie die Fachschaften aktiv an der Boykottkampagne mitarbeiten.
Die geringe Beteiligung des letzten Boykotts ist unter anderem auch auf die fehlende oder (zu) späte Einbindung der Fachschaften zurück zu führen.
Wir bitten euch deshalb uns in den Planungen und der Durchführung des Boykotts zu unterstützen.
Wir würden auch gerne zu eurer nächsten FSR-Sitzung kommen, um mit euch über die Chancen des 2. Boykotts zu sprechen.
Außerdem würden wir uns freuen, wenn ihr zum Treffen des Arbeitskreises gegen Studiengebühren kommen könntet.


Herzliche Grüße,

Ben (für den AStA)
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Neutrino

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18

17.07.2007, 23:31

Zitat

Original von Benjamin


Zitat

Liebe Fachschaften,

auf der Vollversammlung am 11. Juli wurde mit überwältigender Mehrheit ein Boykott der Studiengebühren zum Sommersemester 2008 beschlossen.


ich dachte, die Vollversammlung darf nix "beschließen" sondern nur "empfehlen für den Asta", oder bin ich da falsch ? Wie ist das denn nun, wie verbindlich ist dieser Beschluss?

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Kaos

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19

18.07.2007, 01:15

Zitat


§ 7 Vollversammlung (VV)
(1) Die Vollversammlung ist das oberste empfehlende
Organ und wird aus allen immatrikulierten
Studierenden gebildet.
(2) In der Vollversammlung der Universität Hannover
haben alle eingeschriebenen Studierenden
Sitz und Stimme.
(3) Die Vollversammlung wird vom AStA einberufen:
a.) auf schriftlichen Antrag von mindestens
1 v.H. Studierenden
b.) auf Antrag von einem Drittel der StuRa
Mitglieder
c.) auf Beschluss des AStA
d.) auf Beschluss des Ältestenrates
(4) Die von der Vollversammlung angesprochenen
Organe müssen in der nächsten ordentlichen
Sitzung, mindestens aber binnen zwei
Wochen über die Empfehlungen beraten und
hierzu einen entsprechenden Beschluss mit
der erforderlichen Mehrheit fassen.
(5) Die Vollversammlung wählt sich ein Sitzungspräsidium.
(6) Näheres regelt die entsprechende Geschäftsordnung.


Die Vollversammlung empfiehlt. Ob sich jemand daran hält ist völlig egal. Da muss sich niemand dran halten, dass ist nicht bindend, dass ist garnix.
Anmerkung: Dat Ding ist noch aus Pre-Historischen Zeiten, also bevor wir zur Keks-Uni wurden. Wer die aktuelle Satzung findet, darf sie gerne verlinken.
Kaos

Zitat

Man findet immer dort besonders viel Chaos, wo man nach Ordnung sucht. Das Chaos besiegt die Ordnung, weil es besser organisiert ist.

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Mac

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18.07.2007, 10:51

zumindest ist das ganze so verbindlich, dass der Fachrat sich auf der nächsten Sitzung mit dem Thema befassen muss. Und die nächste Sitzung sollte innerhalb der genannten 2 Wochen sein.

Ansonsten ist das ganze so bindend, als wenn der Fachrat beschließen würde, dass jeder Informatik Student der Vorlesung XY fern bleibt aus Protest oder so. Wir können halt niemanden zwingen.
Für den Fachrat gilt allerdings, sollte er sich nicht wenigstens damit befassen, dass er in eine politisch fragwürdige Situation kommt. Denn die VV, stellvertrend für alle Studierenden dieser Universität, hat einen klaren Wunsch geäußert.