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Coolyo

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1

Monday, January 14th 2008, 3:57pm

Studienbeiträge

Da hier ja einige ganz gut über studengebühren bescheid zu wissen scheinen würde ich von eben jenen leuten gerne mal wissen, wofür die Studiengebühren denn so alles ausgegeben werden, denn logischerweise ist es ja ein mächtiger haufen Asche und Wissen darüber wozu es benutzt wird wäre in jedem Fall holfreich um M;issverständnisse auzuschließen :rolleyes:

Außerdem ist das hier ja Smalltalk... also schießt los :thumbsup:

D-Style

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3

Monday, January 14th 2008, 4:37pm

Edit: Unter großem Vorbehalt ebenfalls erledigt.

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Bastian

Dies, das, einfach so verschiedene Dinge

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4

Monday, January 14th 2008, 4:41pm

Edit: erledigt

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Noryne

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5

Monday, January 14th 2008, 6:49pm

ich glaube er meinte eher benjamin und nicht dich d-style ;)

Benjamin

Segelnder Alter Hase

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6

Monday, January 14th 2008, 7:31pm

Na irgendwer muss ja mal anfangen. Also an unserer Fakultät haben wir echt viel im Vergleich zu anderen (z. B. Sport), zumindest wenn man den Studies dort glauben schenkt. Also zu uns fällt mir spontan ein:
  • 1 Lecturer-Stelle am THI == "jemand promoviertes/profartiges der nur Lehre macht"
  • 11 Stellen für Lehrkräfte für besondere Aufgaben² an der Fakultät, 3 oder 4 davon in der Informatik == "WiMis die nur Lehre machen"
  • mehr Hiwi-Stellen: kleine Gruppenübungen statt Hörsaalübung z. B. beim SE
  • kostenlose gedruckte Skripte in der ET²

² = Quelle: Protokoll der Sitzung des Fakultätsrates Elektrotechnik und Informatik am 26.11.2007

Aber da soll mal lieber jemand mehr drüber sagen, der/die in den entsprechenden Gremien sitzt. Ich bin dort raus und nur eine Sekundär- oder Tertiärquelle.

Hier aus einem älteren Newsletter:

Quoted from "Newsletter der Fakultät für Elektrotechnik und Informatik -- Oktober 2007"

Studienbeiträge
Die der Fakultät aus Studienbeiträgen zusätzlich zur Verfügung stehenden Sachmittel
wurden bisher und werden im Wintersemester 2007/2008 für Tutorien, für die
kostenfreie Weitergabe von Lehrmitteln und für die Erneuerung und Erweiterung von
Laboren eingesetzt. Darüber hinaus erhielten die studentischen Arbeitssäle ebenfalls
finanzielle Unterstützung. Wir möchten in diesem Zusammenhang nochmals
versichern, dass die Studienbeiträge an unserer Fakultät ausschließlich zur
Verbesserung der Lehre und nicht etwa zum „Stopfen“ von Haushaltslöchern
eingesetzt werden. Wir möchten die Studienbedingungen an unserer Fakultät durch
die Studienbeiträge verbessern. Sollte es Anregungen zum Einsatz der
Studienbeiträge geben, kommen Sie gerne auf das Dekanat zu.

Aus den Studienbeiträgen haben wir auch Personal eingestellt, welches zur
Verbesserung der Lehre dienen soll:

Studiengangskoordinatorinnen
Zum 01.09.2007 sind zwei Studiengangskoordinatorinnen eingestellt worden. Für den
Bereich ET/IT wird nunmehr Frau Franziska Buhtz den Studierenden und
selbstverständlich auch allen anderen Mitgliedern der Fakultät zur Verfügung stehen.
Für den Bereich Informatik hat Frau Ulrike von Holdt das Amt der
Studiengangskoordinatorin übernommen. Frau von Holdt ist im Bereich der Informatik
sicher schon bekannt, sie hat vorher für den Studiendekan Informatik gearbeitet.
Neben der organisatorischen Betreuung des Studiums sind beide auch
Ansprechpartnerinnen für alle weiteren studentischen Angelegenheiten. Außerdem
werden sie sich verstärkt um die Gewinnung neuer Studierender kümmern. Die
Studiengangskoordinatorinnen bilden gemeinsam mit Frau Vais das operative Team
des Studiendekanats.
Unsere neuen Studiengangskoordinatorinnen erreichen Sie
im Welfengarten 1, im Raum G 304.

Lehrkräfte für besondere Aufgaben
Mit den Studienbeiträgen werden im Wintersemester 2007/2008 neben den
Studiengangskoordinatorinnen zusätzlich neun Lehrkräfte für besondere Aufgaben
finanziert, die die Lehre in der Fakultät unterstützen und ergänzen und das
Betreuungsverhältnis zwischen Studierenden und Lehrenden verbessern werden.
Näheres zu den Lehrkräften finden Sie unter der Rubrik „Aus der Lehre“.

[...]
Auch in der theoretischen Informatik gibt es zusätzliche Angebote: hier konnte durch
die Studienbeiträge ein Lecturer gewonnen werden, der sogar eine neue Vorlesung
anbieten wird



--
Keine Sorge, ich hasse dich auch. Jetzt wo das geklärt ist, kannst du dir deine mickrigen Seitenhiebe, die ich mir seit Wochen hier antun muss, auch sparen. Nen ganzen Thread aufmachen deswegen? Dir muss ja echt langweilig sein.
Bitte trag doch den Kindergarten anderswo als hier aus, auch wenn das hier Smalltalk ist.
Es gibt nur eine bessere Sache als auf dem Wasser zu sein: Noch mehr auf dem Wasser sein.

Coolyo

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7

Monday, January 14th 2008, 11:24pm

Keine Sorge, ich hasse dich auch. Jetzt wo das geklärt ist, kannst du dir deine mickrigen Seitenhiebe, die ich mir seit Wochen hier antun muss, auch sparen. Nen ganzen Thread aufmachen deswegen? Dir muss ja echt langweilig sein.

Ich hab keine Ahnung was du meinst. Da ich dich nicht kenne (oder zumindest deinen Nick nicht im geringsten mit irgendeiner realen Person in Verbindung setzen kann) und mich auch nicht entsinnen kann bewusst gegen dich gepöbelt zu haben läge mir nichts ferner, als dich zu hassen. Und der Thread war aus reinem Interesse ... also danke für eure Antworten :thumbsup:

julianr

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8

Tuesday, January 15th 2008, 12:07am

Dazu muss man aber auch noch zwei Dinge beachten:

1. Die Studiengebühren werden nicht gleichmäßig auf die Studiengänge verteilt, d.h. wir erleben sie von ihrer besten Seite (da gabs mal eine Statistik zu, sieht man glaub ich aber auch auf der Webseite).

2. Wofür die Studiengebühren ausgegeben werden relativiert sich sowieso, wenn man sieht, dass das Land gleichzeitig die Gelder für die Uni um (etwa) die gleiche Summe verringert hat. Ist etwas schwer herauszurechnen, weil auch ein Bereich der Uni abgegliedert wurde (oder so) und Punkt 1. dazukommt usw., aber im Wesentlichen dienen die Studiengebühren der _Aufrechterhaltung_ der Lehre. Da ist es dann ja egal, welche Teile nun wir, und welche das Land zahlen.

</meine 2ct nach etwas Google und etwas mehr Herumfragerei>

Bastian

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9

Tuesday, January 15th 2008, 4:01am

1. Die Studiengebühren werden nicht gleichmäßig auf die Studiengänge verteilt, d.h. wir erleben sie von ihrer besten Seite (da gabs mal eine Statistik zu, sieht man glaub ich aber auch auf der Webseite).

Die Dezentralen Maßnahmen in den Fakultäten aus Studienbeiträgen in Höhe von ca. 8,4 Mio. Euro pro Jahr lassen sich ja leicht den Studierendenzahlen der einzelnen Fakultäten aus dem Zahlenspiegel gegenüberstellen (vgl. Zahlenspiegel 2007, Bild 2.5 auf Seite 14):

Universität Hannover
Studierende WS06/07: 21227
Projekte: ca. 8,4 Mio. Euro
Ausgaben/Studierendem: 396 Euro

Fakultät für Mathematik und Physik
Studierende WS06/07: 1548
Projekte: ca. 0,5 Mio. Euro
Ausgaben/Studierendem: 323 Euro

Naturwissenschaftliche Fakultät
Studierende WS06/07: 2970
Projekte: ca. 2,0 Mio. Euro
Ausgaben/Studierendem: 673 Euro

Fakultät für Maschinenbau
Studierende WS06/07: 2080
Projekte: ca. 0,9 Mio. Euro
Ausgaben/Studierendem: 433 Euro

Fakultät für Elektrotechnik und Informatik
Studierende WS06/07: 1342
Projekte: ca. 0,9 Mio. Euro
Ausgaben/Studierendem: 671 Euro

Fakultät für Bauingenieurwesen und Geodäsie
Studierende WS06/07: 1040
Projekte: ca. 0,4 Mio. Euro
Ausgaben/Studierendem: 385 Euro

Fakultät für Architektur und Landschaft
Studierende WS06/07: 1376
Projekte: ca. 0,5 Mio. Euro
Ausgaben/Studierendem: 363 Euro

Juristische Fakultät
Studierende WS06/07: 1868
Projekte: ca. 0,9 Mio. Euro
Ausgaben/Studierendem: 482 Euro

Philosophische Fakultät
Studierende WS06/07: 5844
Projekte: ca. 1,4 Mio. Euro
Ausgaben/Studierendem: 240 Euro

Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
Studierende WS06/07: 2636
Projekte: ca. 1,0 Mio. Euro
Ausgaben/Studierendem: 379 Euro

2. Wofür die Studiengebühren ausgegeben werden relativiert sich sowieso, wenn man sieht, dass das Land gleichzeitig die Gelder für die Uni um (etwa) die gleiche Summe verringert hat. Ist etwas schwer herauszurechnen, weil auch ein Bereich der Uni abgegliedert wurde (oder so) und Punkt 1. dazukommt usw., aber im Wesentlichen dienen die Studiengebühren der _Aufrechterhaltung_ der Lehre. Da ist es dann ja egal, welche Teile nun wir, und welche das Land zahlen.
Ja, den Witz muss man erstmal verstehen.

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10

Tuesday, January 15th 2008, 9:55am

2. Wofür die Studiengebühren ausgegeben werden relativiert sich sowieso, wenn man sieht, dass das Land gleichzeitig die Gelder für die Uni um (etwa) die gleiche Summe verringert hat.
Das interessiert mich mal etwas genauer. Diese Argumentation habe ich schon mehrfach gehört (und bin auch gewillt ihr zu glauben), aber leider niemals ohne entsprechende Belege durch Zahlenmaterial (Haushaltspläne oder sowas). Wo Du dich mit dem Thema schon etwas genauer auseinandergesetzt hast: Kannst Du mir bitte ein paar entsprechende Links raussuchen? (Interessant dabei ist wohl vor allem, wo genau die vom Land gekürzten Mittel im Haushaltsplan gestrichen wurden. Ich kann mir nicht so recht vorstellen, daß dies ausschließlich im Bereich Lehre geschehen ist.)
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Mac

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11

Tuesday, January 15th 2008, 10:00am

Google mal nach dem Zukunftsvertrag. Da müsste zumindest die Prozentzahl drin stehen die die maximale Kürzung pro Jahr begrenzt. Das sagt aber noch nicht, dass tatsächlich auch dieser Betrag gekürzt wurde. Was da jetzt tatsächlich von genutzt wurde würde mich auch mal interessieren.

Informatik Minister

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12

Tuesday, January 15th 2008, 3:31pm

Das interessiert mich mal etwas genauer. Diese Argumentation habe ich schon mehrfach gehört (und bin auch gewillt ihr zu glauben), aber leider niemals ohne entsprechende Belege durch Zahlenmaterial (Haushaltspläne oder sowas). Wo Du dich mit dem Thema schon etwas genauer auseinandergesetzt hast: Kannst Du mir bitte ein paar entsprechende Links raussuchen? (Interessant dabei ist wohl vor allem, wo genau die vom Land gekürzten Mittel im Haushaltsplan gestrichen wurden. Ich kann mir nicht so recht vorstellen, daß dies ausschließlich im Bereich Lehre geschehen ist.)

Ich hatte auch mal in die Haushaltspläne des Landes geschaut, darin sind die "Erträge aus Finanzhilfen und Zuschüssen für laufende Aufwendungen des Landes Niedersachsen" im Wirtschaftsplan der Uni näher ausgeschlüsselt (dies ist der mit Abstand größte Betrag, der vom Land in die Uni wandert, pro Jahr mehr als 200 Mio. Euro). Finale Zahlen gibt es bis 2006, der Zukunftsvertrag wurde 2005 unterschrieben, Studiengebühren gibt es (für alle) ab 2007. Diese Informationen berücksichtigend kann man beliebig viele Zahlen miteinander und über die Jahre vergleichen, Kürzungen habe ich als Laie aber so direkt nicht erkennen können. Im Gegenteil sind für 2008 scheinbar Rekordeinnahmen (seit 2004) geplant bzw. Rekordausgaben auf Seiten der Uni, die dann dem Ministerium als gewünschte Einnahmen vorgelegt werden (oder wie das genau funktioniert). Dies ist eventuell aber nur "Über-Optimismus", da in diesem Jahr ja 10% der Landesmittel nach Zukunftsplan neu verteilt werden (in den vergangenen Jahren 3% (2006) und 6% (2007)). Also erhofft sich die Universität Hannover scheinbar einen recht großen Anteil... oder dies alles hat komplett andere Gründe. :)
Zumindest die Personalausgaben sind aber stetig gesunken, von 191 Mio. (2003 ) über 183 Mio. (2004) auf 173 Mio. Euro (2005). Eingeplant für 2007 waren jedoch wieder 190 Mio., die endgültige Zahl gibt es da noch nicht. Im Erfolgsplan kann man auch die Zahlen für Lehraufträge und genauere Zahlen fürs Tarifpersonal finden. Bevor ich aber bekloppt werde, muss ich mich anderen Dingen zuwenden.

Hier mal die gesammelten Links zu den Haushaltsplänen, jeweils zum Einzelplan des Ministeriums für Wissenschaft und Kultur (PDF, 2-7MB), unsere Uni ist in Kapitel 06 17 zu finden:
2005
2006
2007
2008 (Entwurf)
Der Zukunftsvertrag

Dort kann sich jeder Interessierte austoben und bei Gefallen das Studium einer Buchhaltertätigkeit opfern. Ich persönlich weiß zu wenig, als dass ich allzu großes Vertrauen in meine Beobachtungen hätte. Zu der ursprünglichen Behauptung, dass das Land Gelder kürzt, kann ich mir aber vorstellen, dass sie eher eine (verständliche) Befürchtung für die nahe Zukunft ist als ein knallhart belegbarer Zustand.

Quoted from ""julianr""


Ist etwas schwer herauszurechnen, weil auch ein Bereich der Uni abgegliedert wurde (oder so)

Dies war die Lehramtsausbildung für Grund-, Haupt- und Realschulen zum WS04/05. Von 2004 zu 2005 wurde ein Rückgang der Studierendenzahl, aber auch der Finanzmittel in der Bilanz vorstellig und wird damit erklärt. Stichwort ist dazu das "Hochschuloptimierungskonzept" (HOK), welches diesen und ähnliche Strukturänderungen vorsieht. Bei dem "schwer herauszurechnen" stimme ich dir im übrigen zu und würde sogar auf "für mich unmöglich" erhöhen.
Sehr schwer ist dabei auch, den eventuell stattgefunden habenden Kürzungen nachzuweisen, dass sie direkt mit den Studiengebühren zusammenhängen. Dies würde ich dann glauben, wenn ein ~13 Mio. Defizit in der Zeile "Geld des Landes für die Lehre" ab dem Zeitpunkt der Einführung der Studiengebühren auftauchte. Einfach gegenüberstellen ist wohl nicht und somit wären wir wieder bei "schwer herauszurechnen".
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julianr

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13

Wednesday, January 16th 2008, 10:41am

Joachim, Mac: Bisher hatte ich nur die Zahlen vom AStA gehört und bei einem Professor nachgehakt, der mir die Geldflüsse grob erläutert hatte. Fazit war ungefähr, dass trotz der Abgliederung nach Hildesheim usw. auch ansonsten ziemlich krass gespart werde. Ich hatte aber nur für mein persönliches Seelenheil angefragt und will ihn deshalb nicht einfach so weiter zitieren. Und weil ich den Finanzplan für ziemlich undurchschaubar halte, bin ich gestern sehr glücklicherweise Herrn Howind vom Dezernat für Finanzen über den Weg gelaufen ;)

Also grob: Es fließen in die Uni ~200 Mio vom Land, ~60 aus Drittmitteln, ~30 aus Sondermitteln und ~12.5 aus Studiengebühren. Über HOK und Zukunftsvertrag ist geregelt, dass das Land jährlich max. 6-7 Mio weniger vom Land bekommt. Hier muss also 'optimiert' werden, durch Auslagerungen, Streichungen von Studiengängen (Romanistik…), Besetzungssperren usw. Das gibts seit 04/05 und zielt vor allem auf die Administration ab.

Davon, technisch ganz unabhängig, kommen jetzt die Einnahmen aus den Studiengebühren rein. Hier wird, wie es die Uni-Leitung betont, transparent darauf geachtet, dass unser Geld nur für die Lehre und *nicht* als Lückenstopfer für irgendwas dient, was wegen des HOK sonst wegfallen würde. Offiziell ist es also betont kein großer Topf.

Ob die Investitionen durch die Studiengebühren wirklich völlig anders sind als das, was die Uni mit mehr Geld vom Land getan hätte, muss jetzt aber jeder für sich selbst spekulieren. Meine Meinung ist, dass strukturelle 'Optimierungen' und Lehrverbesserung doch ziemlich nah beieinander wirken. (Hätte mal fragen sollen, ob es eine Liste der HOK-Einsparungen gibt, ich hab grad spontan Streichungen an den Bibliotheken gefunden, wurden die nicht gerade erst "aus Studiengebühren" wieder länger geöffnet? Okay, das ist jetzt ein unrecherchierter Einwurf.)

Es stehen also 6-7 Mio Einsparungen auf der einen, und 12,5 Mio Gebühren auf der anderen Seite. Klingt nach sehr schwarzen Zahlen, aber ich fand bedrohlich, dass das Geld vom Land quasi eingefroren wurde (noch bis 201x für niedriges x), unabhängig von der Mehrwertsteuererhöhung, Inflation, steigenden Heizkosten usw. Hab auch hierzu mal gefragt, und auch bei weiteren Löchern dadurch müsse zuerst 'intern optimiert' werden, bevor uns das trifft.

Herr Howind meinte daneben auch, dass die Gebühren auch erstmal noch anlaufen müssten.

So, ich hoffe das war differenziert und ich zurückhaltend genug ;)

Was da jetzt tatsächlich von genutzt wurde würde mich auch mal interessieren.


Die Obergrenze wird von vornherein komplett abgerechnet, ist also gar keine Obergrenze, sondern genau der Sparbetrag.

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Informatik Minister

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14

Wednesday, January 16th 2008, 10:57am

Dazu noch ein Zitat aus der Pressemitteilung zum HOK:

Quoted

In der Mittelfristigen Finanzplanung (MiPla) der Landesregierung (Haushalte 2005 – 07) sind über den Haushalt 2004 mit 40,6 Mio € Kürzungen im Hochschulbereich hinaus weitere Mittelkürzungen in Höhe von rund zehn Mio € vorgesehen. Deshalb sind nunmehr Strukturentscheidungen einschließlich Standortschließungen unerlässlich.

Die 40 Mio. im Zuge des HOK nannte mir auch ein Mitglied des B-Teams auf Nachfrage, welche Kürzungen denn bei deren "Argumenten" gemeint seien. Die Umlage dieser Kürzungen auf die einzelne Hochschule ergibt wohl (bzw. vielleicht) den maximalen Betrag von 6-7 Mio. für Hannover wie julianr ihn nennt. "Maximal" wohl wegen der formelgebundenen Verteilung von 10% der Gelder. Wenn die Uni "gut genug" ist, könnten also eventuell gar keine Kürzungen auftreten. Oder so.

Quoted

An den Hochschulen des Landes sollen Kürzungen möglichst nicht in den Kernaufgaben der Hochschulen in Lehre und Forschung, sondern an Hochschulverwaltungen vorgenommen werden.
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15

Wednesday, January 16th 2008, 11:23am

Danke euch beiden für die Nachforschungen. :)

Das klingt dann doch deutlich zurückhaltender (und längst nicht so negativ) als die Darstellungen des AStA und anderer politischer Gruppen hier an der Uni. Das übliche Argument "das Land wälzt Verwaltungs- und Forschungskosten auf die Studienden ab, in Sachen Lehre ändert sich nichts zum Positiven" finde ich damit dann doch sehr provokativ und nur schwer in dieser Form haltbar.
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Warui

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16

Wednesday, January 16th 2008, 1:05pm

Na, ich weiß nicht.
Ich hab als nicht unwesentlich aus dieser Darstellung gezogen, dass diese Kürzungen eben jährlich auftreten. Und auch an der Administration (ich hoffe, nur der Papieradministration :D ) der Uni kann man nur bis zu einem gewissen Grad sparen.

Das Problem ist doch auch, dass man diese Bäumchen-wechsel-dich-Spielchen schwierig nachvollziehen kann.
Nehmen wir uns doch mal folgendes (einigermaßen fiktives) Beispiel:
"Ein Professor beantragt, sich einen wissenschaftlichen Mitarbeiter, der nur für die Lehre zuständig ist, mit einem anderen Institut zu teilen. Dieser soll nach seinem Konzept Übungen durchführen, die derzeit von anderen Mitarbeitern durchgeführt werden."
Der Knackpunkt ist nun: Diese können sich dann mehr der Forschung widmen, die dem Professor doch sooo sehr am Herzen liegt.
Problem hierbei ist nun, dass die Studiengebühren für diesen Mitarbeiter nicht der Verbesserung, sondern der Aufrechterhaltung der Lehre dienen, was dem NHG zuwiderläuft. Noch dazu ist das ein Fall, den man im Nachhinein relativ schwer nachvollziehen kann. Ich meine, wieviele hundert Mitarbeiter hat unsere Fakultät?

Zudem sollte man vllt. bedenken, dass die Uni nicht nur aus unserer Fakultät besteht. In anderen sieht das sehr anders aus:
Aus erster Hand weiß ich zB aus der Fakultät für Naturwissenschaften (in diesem Fall dem Fachbereich Chemie), dass aus diesen Studiengebühren für die Studenten quasi keine fühlbare Verbesserung resultierte. Es wurde ein "ominöses" Tutorium angekündigt, dass auch durchgeführt wird, vom Umfang her vergleichbar einem Repetitorium in der Mathematik. Auf der anderen Seite müssen die Studenten neben den 500 € pro Semester beispielsweise immer noch die Laborausrüstung selbst bezahlen (ja, das war vorher auch so, aber ich persönlich finde das ziemlich krass. In Braunschweig zB haben sie das vor den Studiengebühren auch nicht gemacht, und machen es immer noch nicht und Braunschweig hat, was Chemie und Phamarzie angeht, nen ziemlich guten Ruf). Zudem wurde (hier kann ich nur Hörensagen zitieren) "ein Hörsaal neu gestrichen, der ist jetzt braun, statt vorher weiß, um einen 'historischen Zustand' wiederherzustellen ... dafür sieht man jetzt weniger, weil es schlicht und ergreifend dunkler ist". (Die Dame will gehört haben, dass dies aus Studiengebühren passiert ist, ich bin jedoch geneigt, diesem "Gerücht" wenig Glauben zu schenken). Fakt ist: In anderen Fakultäten passiert weniger. Und manchmal sollte man über seinen eigenen Tellerrand hinausblicken.
Oder um einen Klassiker zu zitieren:
"Als sie die Kommunisten holten, ...." (ja, ich weiß, dass der Kontext ein GANZ anderer ist, darum gehts aber nicht)

P.s.: Ich finde die Darstellungen gewisser Gruppierungen auch in der Regel übertrieben ... aber das "Wir werden alle stöööörben"-Monster geht ja sowieso derzeit in Deutschland um ;)
Erwachsenwerden? Ich mach ja viel Scheiß mit, aber nicht jeden!

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17

Wednesday, January 16th 2008, 1:44pm

Das Problem ist doch auch, dass man diese Bäumchen-wechsel-dich-Spielchen schwierig nachvollziehen kann.
Nehmen wir uns doch mal folgendes (einigermaßen fiktives) Beispiel:
"Ein Professor beantragt, sich einen wissenschaftlichen Mitarbeiter, der nur für die Lehre zuständig ist, mit einem anderen Institut zu teilen. Dieser soll nach seinem Konzept Übungen durchführen, die derzeit von anderen Mitarbeitern durchgeführt werden."
Der Knackpunkt ist nun: Diese können sich dann mehr der Forschung widmen, die dem Professor doch sooo sehr am Herzen liegt.
Problem hierbei ist nun, dass die Studiengebühren für diesen Mitarbeiter nicht der Verbesserung, sondern der Aufrechterhaltung der Lehre dienen, was dem NHG zuwiderläuft.
Es ist natürlich die Aufgabe der jeweiligen Fakultät und der zuständigen Gremien (insbesondere auch der studentischen Vertreter in diesen Gremien), derartiges Treiben zu unterbinden. Umso mehr erstaunt es mich, daß der AStA (soweit ich weiß; korrigiert mich, falls ich falsch liege) den Fachschaftsräten empfohlen hat, die Beratungen um die Verwendung von Studiengebühren zu boykottieren. Wenn Vergabe (und vermutlich auch Kontrolle) boykottiert werden, braucht man sich über Mißbrauch auch nicht allzusehr zu wundern ...

Quoted

Zudem sollte man vllt. bedenken, dass die Uni nicht nur aus unserer Fakultät besteht. In anderen sieht das sehr anders aus:
Aus erster Hand weiß ich zB aus der Fakultät für Naturwissenschaften (in diesem Fall dem Fachbereich Chemie), dass aus diesen Studiengebühren für die Studenten quasi keine fühlbare Verbesserung resultierte.
Woran lag das? Wofür wurden die Mittel aus den Studiengebühren genau eingesetzt? Welche Vorschläge kamen von den Studierenden und warum wurden diese abgelehnt?
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Mac

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18

Wednesday, January 16th 2008, 2:43pm

@Joachim: Die Debatte um den Boykott der Diskussion um die Verwendung wurde im StuRa geführt. Dort bekam dieses auch eine Mehrheit. Zu dem Zeitpunkt waren auch einige Asta Mitglieder Mandatsträger im StuRa. Aber der Impuls kam nicht über den Asta. Wurde bei uns im Fachrat auch diskutiert. Anfangs konnte auch noch nichts diskutiert werden, was uns die akzeptanz leichter machte. Aber das brach auch recht bald auf, weil die Position aus den von dir genannten Gründen nicht haltbar war.



Laut unserem Präsidenten sind wir wohl die Fakultät die ein recht großes Stück vom Kuchen abbekommt. Wenn man also das Problem verstehen will, muss man über den Tellerrand schauen. Und wie ich immer wieder sage: Das Problem ist nicht so sehr die jetzige Situation, sondern was nach mehreren Jahren an Kürzungen raus kommt und welche Gebühren aufgrund dessen folgen.

Bisher regte sich wohl so wenig Widerstand, dass auf einem der Fakultätstage Präsident Barke die Einführung der Studiengebühren als vollen Erfolg wertete. Warum also nicht die Gebühren erhöhen, wenn man es mit dem Großteil der Studenten doch machen kann? Der riesen Einbruch der Studierendenzahlen ist ja ausgeblieben. Im Gegenteil... Und das ist was mich mehr beschäftigt, als die aktuellen 500 Euro.

@Joachim: Ich meine wir hatten mal Vorschläge auf einer Fachratssitzung gesammelt. Und die Profs sahen das ähnlich. Weiß jetzt aber nicht mehr was das alles im Detail war.

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Benjamin

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Wednesday, January 16th 2008, 2:54pm

Gestern nach dem Unikino erzählte jemand wir würden an der zweitteuersten (nicht-privaten natürlich) Uni Deutschlands studieren? Es soll nur eine geben, die den Studies mehr pro Semester abverlangt als die LUH? Hat jemand da zufällig mal ähnliches gehört und eine Quelle parat?
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Rick

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20

Wednesday, January 16th 2008, 3:12pm

Ich weiß nur, dass ich in von noch keiner Uni gehört habe, wo das Semester mehr kostet, und ich kenne da doch mehr als ne handvoll aus erster oder zweiter Hand.
Dass Hannover da also weit vorne mitspielt, überrascht mich nicht. Allerdings ist zum Beispiel der Umfang des Semestertickets bei den meisten anderen Unis geringer.
Aber jetzt wo wir 75 Euro Verwaltungsbeitrag UND 500 Euro Gebühren abdrücken, gibt's wohl noch weniger Unis die "teurer" als LUH sind.

Sometimes you've got to ask yourself: Is xkcd shitty today?