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Jessie

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Saturday, November 28th 2009, 1:54pm

Na also: Podiumsdiskussion mit Politikern

Quoted


Wann:
Di 1. Dezember 14:00 – 16:00

Was:
Podiumsdiskussion zum Thema "Hochschulpolitik in Niedersachsen - Rechte und Pflichten von Studierenden und Staat"

Mit wem:
Eingeladen sind Vertreter_innen aller im Landtag vertretenen Parteien.

Bisher zugesagt haben:
Victor Perli (DIE LINKE)
Gabriele Heinen-Kljajic (Grüne)
Hm, ich bin mir grad nicht sicher, was ich davon halten soll. Vermutlich kommt noch jemand von der SPD und CDU/FDP halten sich da raus. DAS fände ich schade.
Genau dann würde es sich für mich persönlich auch nicht mehr lohnen, dahin zu gehen. Zuzusehen wie die Opposition bei ihrem Nachwuchs ihr Programm abfeiert, finde ich höchst unattraktiv...hm, naja, mal sehen.
Aber vielleicht haben sie ja ein paar Tipps für die BesetzerInnen, wie sie mehr Studis auf Ihre Seite ziehen und effektiver gearbeitet werden könnte. (Wobei:Wenn sie das wüssten, hätten sie ja selber auch mehr Erfolg...*duck*)
Beteiligt euch!
Du hast ja im Grunde genommen recht. :) Aber das muss natürlich jeder für sich entscheiden.
(Dieser Forderungskatalog ist in einigen Punkten einfach nicht massenkompatibel. Ich persönlich kann ihn so auch nicht unterschreiben.)

Nur auch im Hinblick auf diese Podiumsdiskussion habe ich langsam gemischte Gefühle: In unserer Satzung der Verfassten Studierenschaft (die auch während der Besetzung gilt) steht, dass parteipolitische Zielsetzungen ausgeschlossen sind, aber natürlich können wir uns ja (leider!) nicht gänzlich der Parteipolitik entziehen. Das wäre ja schön, wenn alle Universitäten wirklich unabhängig wären und die Bildung als höchstes Gut dieser Gesellschaft nicht auf Länderebene beschlossen würde.... (übrigens mein persönlicher Lieblingspunkt bei den Forderungen.)
Wenn man sich die treibenden Kräfte im Audimax so ansieht, frage ich mich aber doch ernsthaft, wo das alles hinführen soll.
Ich vermisse hier ein gewisses "Gegengewicht", also z.B. die Beteiligung der "regierungsnahen" Hochschulgruppen (ach, Moment, der RCDS wurde ja rausgekickt oder wie war das gleich...?;)).(An dieser Stelle: Ich gehöre keiner Partei an.)
Die Podiumsdiskussion könnte also bei dem momentanen politischen Ungleichgewicht sehr einseitig werden und ohnehin offene Türen einrennen...
Also, wie gesagt: Ich hoffe weiterhin, dass noch Vertreter der anderen Parteien aus dem Landtag kommen; dann gehe ich auch auf jeden Fall hin. :)

Bastian

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Saturday, November 28th 2009, 3:24pm

RE: Na also: Podiumsdiskussion mit Politikern

Beteiligt euch!
Du hast ja im Grunde genommen recht. :) Aber das muss natürlich jeder für sich entscheiden.
(Dieser Forderungskatalog ist in einigen Punkten einfach nicht massenkompatibel. Ich persönlich kann ihn so auch nicht unterschreiben.)

Klar, die Beteiligung ist freiwillig. Nur findet der Bildungsstreik halt momentan im besetzten Audimax statt, und wer sich an diesem beteiligen möchte, muss sich wohl oder übel dort hinbegeben. Das ist mit Sicherheit mühsamer, als hier im Forum zu schreiben, man begrüße den Bildungsstreik als solchen, meine dann aber die Umsetzung durch andere kritisieren zu müssen.

Ich halte einige der Forderungen auch für falsch oder nicht besonders zielführend. Mir ist im Moment wichtig, dass die grundsätzliche Richtung stimmt. Und die aus meiner Sicht falschen Forderungen sind nach meinem Empfinden auch nicht falscher als der Ist-Zustand.

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Jessie

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83

Saturday, November 28th 2009, 4:24pm

@Bastian: Ich verstehe Deinen Vorwurf. [Edit: Ich seh grad, Du hast ihn editiert.]
Trotzdem:
Gerade den Gremien-Mitgliedern Untätigkeit vorzuwerfen halte ich für unangebracht. Wir setzen uns schließlich seit Jahren auch für Dich und jeden anderen Kommilitonen hier in der Hochschulpolitik ein (FR/FFSR, StuKo, Fakultätsrat, Studentischer Rat...usw.), unabhängig von aktuellen Bewegungen.
Ich nenne als ausgewähltes Beispiel mal die PO2009, wo Deine Kommilitonen aus dem Fachrat monatelang(!) aktiv mitgearbeitet haben. Ohne sie wäre der Studiengang de facto nicht studierbar, glaub mir.
Aber ich denke mal, Du meintest hier generell alle, deshalb nehme ich es Dir nicht übel. ;)

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Bastian

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Saturday, November 28th 2009, 4:57pm

[Editiert hab ich nur 'nen Rechtschreibfehler.]

Das was ich meinte, hat mit den üblichen Gremien eigentlich nichts zu tun. Mir geht's auch definitiv nicht darum, das dort geleistete herabzusetzen.

Indirekt hat es aber schon etwas mit Gremien zu tun. Denn Kritik am Bildungsstreik kommt hier im Forum und anderswo teilweise so rüber, als wenn es sich bei den Besetzenden und Bildungsstreikenden ebenfalls um ein Gremium handelte, an welches dann wiederum Forderungen und Wünsche gerichtet werden könnten, die dann dort stellvertretend umgesetzt werden sollten.

Genau diese Einstellung kritisiere ich. Wenn jemand innerhalb von Bildungsstreik und Besetzung etwas umsetzen möchte, geht kein Weg an der eigenen Beteiligung vorbei.

Die Ösis haben einen kurzen Film dazu gemacht.

Benjamin

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Saturday, November 28th 2009, 8:04pm

Kurz, aber mit ein zwei meiner Meinung nach guten Anmerkungen zum Thema Streiken und Besetzen, ein Fundstück aus dem Forum der MaPhys
Diesen Artikel hat mir Gerrit geschickt und ich finde ihn ziemlich treffend:
Blog Astrodicticum simplex
Es gibt nur eine bessere Sache als auf dem Wasser zu sein: Noch mehr auf dem Wasser sein.

Bastian

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Saturday, November 28th 2009, 10:27pm

@Benjamins verlinkten Artikel

Ich kann dem Artikel ja soweit zustimmen, dass, überspitzt gesagt, andauerndes Rumlungern im Audimax nichts ändern wird.

Wo ich den Artikel für absolut ungenügend halte, ist in der Analyse, warum Proteste seit Jahren zu keinen Änderungen führen und sich die Lage jetzt anscheinend noch verschlechtert hat. Diese Analyse findet nämlich nicht statt. Stattdessen wird behauptet, es fehle den Studierenden an einer Lobby.

Das ist so nicht richtig, kommt doch keine Sonntagsrede zur Bildung ohne den Hinweis auf diese als unsere wichtigste Ressource aus.

Der Autor, ganz idealistischer Optimist, meint nun, man müsse Politik und Gesellschaft nur mal richtig über unsere Probleme aufklären. Die wüssten anscheinend gar nicht, wo unsere Probleme wirklich liegen. Und wenn wir es ihnen einmal verständlich gemacht hätten, würden sie schon für eine Veränderung sorgen.

So zu argumentieren, halte ich für sehr bedenklich. Studierende protestieren also schon seit Jahren und Jahrzehnten wegen ihrer schlechten Lebensumstände, aber leider war es gerade ihnen als kommender intellektueller Elite nicht möglich, sich bei der Politik Gehör zu verschaffen?

Ist das wirklich eine realistische Annahme? Ich denke, eher nicht.

Markus

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Saturday, November 28th 2009, 11:05pm

Ja, aber stimmt es denn nicht? Ich meine, frag doch mal rum in Hannover, wer was von der Besetzung mitbekommt? Hab erst eben grad mit einer Person gesprochen, die meinte "ja, hab mal irgendwann was drüber gehört" - und das war's. Die Idee, dass ganze aus dem Audimax raus auf die Straße zu verlagern um die Leute wirklich Aktiv darauf aufmerksam zu machen ist ja nicht neu und m.M.n. trotzdem aktuell!
Charmant sein? Hab ich längst aufgegeben. Glaubt mir doch eh keiner...

Bastian

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Sunday, November 29th 2009, 12:16am

Was das Schaffen von Öffentlichkeit angeht, habe ich dem Autor ja zugestimmt. Meine Frage war, wozu überhaupt? Um einen unkonkreten Bildungsidealismus zu verbreiten?

"Wir sollten unsere Bildung nach einem höheren Ideal ausrichten!" - "Tut mir leid, aber die Kassen sind leer, das können wir uns nicht leisten." - Schade aber auch ...

Der Widerspruch, den es m.E. zu begreifen gilt, ist folgender: Auf der einen Seite Probleme von Studierenden, die sogar gesundheitliche Schädigungen nach sich ziehen. Auf der anderen Seite ist das gesellschaftlich offensichtlich ein so geringes Problem, dass für die Politik kein wesentlicher Handlungsbedarf besteht.

Und ich halte die Politik nicht für so blind, dass sie nicht ein einigermaßen korrektes Bild von den Lebensumständen von Studierenden hätte.

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Cipher

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Sunday, November 29th 2009, 2:13pm

Ich bin immer noch der Meinung, dass nur eine Massenexmatrikulation wirklich etwas bringen würde. Wenn von 26.000 Studenten sich z.B. 1000 exmatrikulieren lassen würden, dann würde das ein Loch von 500.000 Euro in die Kasse der Uni reißen, und das würde sich die Uni und das Land nicht so einfach gefallen lassen.
Vielleicht geht das auch in Form einer konkreten Absichtserklärung oder wie auch immer, die Formalitäten können sich die Verwaltungsprofis ausdenken...
Man braucht sich nur die besorgniserregenden Nachrichten anschauen, dass immer weniger Leute ein Studium anfangen seit den Studiengebühren.

Solange alle Besetzer ordentlich eingeschrieben sind und brav ihre Gebühren bezahlen wird es niemanden ernsthaft interessieren, was für Forderungen sie haben.

Mac

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Sunday, November 29th 2009, 2:20pm

Das wurde mit dem Studiengebührenboykott bereits versucht. 1000 Studenten reichen nicht aus, um die Uni unter Druck zu setzen.
Damals reichte schon die Androhung der Exmatrikulation aus, um die Studenten zur Zahlung zu bewegen. Egal ob Studiengebührenboykott oder Massenexmatrikulation, aber es müssen schon weit aus mehr als 1000 mit machen, damit die Uni ein Problem damit hat bzw. vielleicht auch Politiker aufmerksam werden. Und dann sollte das nicht nur an dieser Uni passieren. Wenn Niedersachsen sich plötzlich mit der Situation auseinander setzen müsste 80-90% weniger Akadimiker auszubilden, würde Bewegung in die Sache kommen.

edit: Und so etwas wie Massenexmatrikulationen gab es auch schon mit Einführung der Langzeitstudiengebühren und dann später noch mal mit den regulären Studiengebühren. Wir waren an der Uni Hannover schon mal ein paar Tausend mehr. Deine Zahlen sind zu niedrig, um eine Wirkung zu erzielen.

Aber ganz ehrlich: Ich muss von irgendetwas leben. Meine kleine Familie auch. Der Weg ist daher nicht interessant für mich. Da bin ich dann doch zu feige zu.

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Jessie

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Sunday, November 29th 2009, 3:15pm

26.000 Studenten
Wir sind übrigens in diesem Wintersemester 19.869 zahlende Studierende (729 sind beurlaubt). Wen es interessiert, hier gibt es die "Zahlen & Fakten" unserer Uni.

EDIT:
Zum Vergleich: Im WS 98/99 waren es noch insgesamt 31.151 (!) Studierende, seitdem scheinen es immer weniger zu werden, habe jetzt aber auch nur stichprobenartig durch ein paar der PDFs geschaut.

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Mac

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Sunday, November 29th 2009, 4:57pm

Es reicht auch nicht die Uni zu treffen mit einer Aktion. Denn man hält sich hier oft einfach nur an geltende Gesetze.

Es wurde in den letzten Jahren auch schon einiges Versucht:
-Studiengebührenboykott
-Demos (nur mit Studenten, mit Schülern und mit allen möglichen Sympathisanten)
-Besetzungen
-Vorlesungen in der Fußgänger Zone
-Särge wurden durch die Stadt getragen und Kränze niedergelegt (Bildung zu Grabe getragen)
-Mit einem Bett ging es durchs Land
-Politiker Reden wurden Filmreif gesprengt. Entweder Flashmob oder Banner wurden niedergelassen
-... noch vieles mehr, was mir gerade nicht einfällt

Zumindest über einen längeren Zeitraum gesehen, fehlte es nicht an Kreativität was Aktionen angeht.

Manche Aktionen fallen einfach von vornerein weg, weil wir eigentlich auf hohem Niveau meckern. Der Verlust von dem was da ist wiegt immer noch zu schwer. Obwohl es uns nicht so gefällt.

Und so bleiben eigentlich nur diese scheinbar wirkungslosen Aktionen, um weiterhin auf das Problem aufmerksam zu machen. Und nach und nach können wir Leute dafür sensibilisieren. Diesmal scheint auch das Präsidium besonders Diskussions willig zu sein. Denn manche unserer Probleme haben auch die Professoren. In manchen Dingen können wir an einem Strang ziehen. Dazu müssen wir nur endlich in eine Phase des konstruktiven Dialoges kommen.

Eine Lobby haben wir nicht. Aber eigentlich genügend Alumni die inzwischen auch in online Netzwerke einbezogen werden. Wenn man sich innerhalb der Uni mal auf einen Forderungskatalog einigt, kann man auch an die Alumni heran treten und mit anderen Unis in den Dialog treten, um dann gemeinsam weiter zu arbeiten. Das dauert natürlich. Aber Akademiker an sich sind Lobby übergreifend. Da lässt sich sicherlich noch etwas erreichen. Nur können sich viele Alumni wahrscheinlich nicht mehr so mit den Studenten von heute identifizieren. Manch einer kommt vielleicht aber ins Grübeln, wenn er einen seiner alten Professoren hört.

Bastian

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Monday, November 30th 2009, 2:40pm

Ich bin immer noch der Meinung, dass nur eine Massenexmatrikulation wirklich etwas bringen würde.

Im Sinne eines Bildungsstreiks mit der Betonung auf Streik, wäre das bestimmt das konsequentere Vorgehen. Leider besitzen Studierende kein verbrieftes Streikrecht wie abhängig Beschäftigte und keine Streikkasse wie Gewerkschaften. Wenngleich eine Massenexmatrikulation eine sehr wirksame Maßnahme sein könnte, ist das private Risiko viel höher als bei der Besetzung eines Hörsaals, wo es schlimmstenfalls auf eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch hinausläuft.

Eine Lobby haben wir nicht.

Das sehe ich im Moment ganz anders. Bevor ich dazu etwas schreibe, kurz etwas zum Unterschied zwischen einer Lobby für Bildung und einer Lobby für Studierende. Beides wird häufig unzulässiger Weise in einen Topf geworfen.

"Bildung ist unsere wichtigste Ressource." Wenn ich das googele, erhalte ich für die exakte Phrase rund 37.000 Ergebnisse. Quer durch die politischen Lager. Es scheint also eine starke Lobby für Bildung zu bestehen.

Leider wird dieser Spruch allzu häufig gründlich missverstanden. Da hören Studierende so eine Aussage aus der Politik, und denken, sie und ihre Lern- und Lebensbedingungen wären damit gemeint. Und sind dann sauer auf die Politik, wenn sich anschließend doch nichts bessert.

Was heisst denn "Bildung ist unsere wichtigste Ressource" überhaupt? Was ist eigentlich eine Ressource und was macht man mit ihr?

Zunächst mal wird Bildung mit einer Ressource gleichgesetzt. Klassische Ressourcen sind Bodenschätze und Energievorkommen, die nach wirtschaftlichen Prinzipen ausgebeutet werden. Öl- und Gasförderung, Bergbau sowie Wind-, Wasser- und Sonnenkraft, kennt man.

Mit diesen Überlegungen im Hinterkopf muss man dann aber von einer Haltung Abstand nehmen, dass so Dinge wie Studiengebühren oder der Bologna-Prozess durch einen dummen Zufall und das unkluge Handeln einer uninformierten Politik über uns gekommen wären.

Diese Dinge sind Ausdruck des Wirkens einer Bildungslobby, die Bildung als ökonomisch nutzbare Ressource betrachtet.

Und jetzt zur Frage einer Lobby der Studierenden. Wenn man dieses Label denn benutzen will, dann passt es doch aktuell besonders auf den Bildungsstreik und die Besetzungen. Wo ist denn sonst in den letzten Jahren so eine Öffentlichkeit und so eine Wirkung auf die Politik erzeugt worden?

Die niedersächsische SPD-Fraktionsspitze erscheint aus freien Stücken zu einem Solidaritätsbesuch im Audimax, im Landtag sind die Proteste Thema, das Präsidium der Uni kommt zu Gesprächen ins Audimax, gestern Abend saß ein streikender Student in der Sendung von Anne Will, und diese Liste ließe sich noch fortsetzen.

Für wenige Wochen "Lobby-Arbeit" kein schlechtes Zwischenergebnis, finde ich.

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Jessie

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Monday, November 30th 2009, 5:40pm

Die niedersächsische SPD-Fraktionsspitze erscheint aus freien Stücken zu einem Solidaritätsbesuch im Audimax
Hihi, der Jüttner! Der hat aber auch eine supernette Sondereinladung von mir und zwei Freundinnen bekommen, als wir uns nach der Veranstaltung "Großbaustelle Bologna" im Landtag (einen Tag nach der VV war das) mit ihm unterhalten haben. Ich habe ihm gesagt, dass das Audimax nun besetzt sei und wir für jeden Tipp, den er für uns hat, dankbar sind. Ihm fiel aber leider auch nicht schrecklich viel ein... ich bin auch ziemlich ratlos grad...
(...und muss jetzt erstmal ganz schnell einen Adventskalender fertigbasteln, bevor der Dezember da ist.:))

Mac

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Monday, November 30th 2009, 10:26pm

In der NDR Mediathek findet sich der heutige Beitrag. www.ndr.de -> Mediathek und dort nach Hannover bzw. "Uni-Streik in Hannover" suchen.

edit: Oder hier sollte es direkt gehen: http://www1.ndr.de/mediathek/index.html?media=ndsmag2752

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Markus

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Monday, November 30th 2009, 11:49pm

:thumbup: danke Mac
Charmant sein? Hab ich längst aufgegeben. Glaubt mir doch eh keiner...

Markus

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Wednesday, December 2nd 2009, 2:07pm

Das Unikino fällt nun auch aus. Und wieder schaffen es die Besetzer einmal mehr, sich noch ein Stück unbeliebter bei ihren Mitstudenten zu machen.
Charmant sein? Hab ich längst aufgegeben. Glaubt mir doch eh keiner...

Bastian

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Thursday, December 3rd 2009, 6:54am

Stellungnahme des Fachrat Chemie, Biochemie Life Science vom 30. November 2009

Quoted

Der Fachrat Chemie, Biochemie, Life Science befürwortet die Besetzung der Universität als Mittel des Protestes für bessere und sozialverträgliche Studienbedingungen.


Solidarisierung der Fachschaft Sonderpädagogik vom 2. Dezember 2009

Quoted

... Wir möchten uns für das bisherige Engagement der Studierenden bedanken und rufen weiter dazu auf aktiv den Bildungsstreik zu unterstützen! ...


Solidaritätserklärung der Vollversammlung der Fachschaft der Juristischen Fakultät vom 30. November 2009

Quoted

... Die Fachschaft der Juristischen Fakultät solidarisiert sich mit den Streikenden im Audimax der Leibniz Universität Hannover. ... Die Fachschaft der Juristischen Fakultät spricht sich für die Besetzung des Audimax und damit gegen eine Räumung desselben aus. Die Besetzung schafft die größtmögliche Öffentlichkeit und ist damit ein notwendiges Mittel, um den Forderungen hinreichenden Nachdruck zu verleihen und um ausreichend Gehör zu finden. ...

Kaos

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Location: Han. / Vahrenwald Sinnvolle Beiträge: 7

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Thursday, December 3rd 2009, 11:32am

Boar -.- Ich schreibe wieder was, wenn ich mich einigermaßen beruhigt habe. Zur Zeit wünsche ich mir 3 Hundertschaften und ne Putzkolonne -.-

Unikino: Nikolaus-Special fällt aus

Das regt mich so auf -.-

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Im Audimax dient der Film meist der vorweihnachtlichen Einstimmung auf kollektive Besäufnisse mit Hochprozentigem. Bei einigen geht das mit dem Saufen schon vor den Vorführungen los und währenddessen munter weiter. - Nichts gegen Saufen, aber es kommt auf die Situation an: Es gibt kein richtiges Saufen im Falschen.


Was soll denn diese scheiße? Die Menge Alkohol die an den Protestpartys versoffen wurde, ist wahrscheinlich ungemein höher... Aber da ist Denken ja auch verpönt.

Mein Gott ey... Was soll denn das -.-

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Man findet immer dort besonders viel Chaos, wo man nach Ordnung sucht. Das Chaos besiegt die Ordnung, weil es besser organisiert ist.

Markus

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Thursday, December 3rd 2009, 11:37am

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Die Besetzung schafft die größtmögliche Öffentlichkeit [...]
soso...

@Bastian, ist dein letzter Post in Kontext zu vorigen Posts zu sehen oder einfach nur für sich stehend? (Soll heißen, willst du damit auf etwas antworten und erwartest deinerseits eine Antwort, oder nicht? ;))
Charmant sein? Hab ich längst aufgegeben. Glaubt mir doch eh keiner...

This post has been edited 1 times, last edit by "Markus" (Dec 3rd 2009, 11:39am)