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Bastian

Dies, das, einfach so verschiedene Dinge

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21

03.03.2012, 10:16

Insofern würde ich dir raten etwas offener an die Situation heranzugehen, und auf jeden Fall konstruktiver. Deine mühevoll ausgearbeitete "(fast) alles ist Scheiße"-Abhandlung ist leider am Ende nur eine Exposition der Missstände geworden, ohne wirklich konkrete Verbesserungsvorschlöge oder jegliches geäußerte Interesse an einem Entwicklungsprozess mitwirken zu können um zukünftigen Studentengenerationen diesen Stoff näherzubringen.

Dass man unbedingt immer konstruktive Kritik äußern müsse, erschließt sich mir ja regelmäßig nicht. :P

Rick

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22

03.03.2012, 10:23

Insofern würde ich dir raten etwas offener an die Situation heranzugehen, und auf jeden Fall konstruktiver. Deine mühevoll ausgearbeitete "(fast) alles ist Scheiße"-Abhandlung ist leider am Ende nur eine Exposition der Missstände geworden, ohne wirklich konkrete Verbesserungsvorschlöge oder jegliches geäußerte Interesse an einem Entwicklungsprozess mitwirken zu können um zukünftigen Studentengenerationen diesen Stoff näherzubringen.

Dass man unbedingt immer konstruktive Kritik äußern müsse, erschließt sich mir ja regelmäßig nicht. :P


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suey

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23

03.03.2012, 10:38

Unabhängig von allen vorigen Posts finde ich es gut, das Studenten so offen ihre ehrliche Meinung sagen können. Das ist wichtig und sollte gerade von Leuten wie dem FR (und natürlich auch allen anderen) ernst genommen werden. Wenn man jedes Mal eine mehr oder minder freundliche Wall oft Text bekommt nur weil man sein Problem mit einer LehrVeranstaltung anspricht, dann wird bald niemand mehr irgendetwas kritisieren.
Und so unsachlich fand ich die angesprochenen KritikPunkte nun wirklich nicht - zumal dies auch nicht die erste Beschwerde über diese Vorlesung ist. Angesichts der letzten Lehr Evaluation ist es meiner Ansicht nach sogar notwendig, dass das Thema erneut aufgegriffen wird.vielleicht können wir ja eine Liste mit exakt formulierten Kritikpunkten machen und das Gespräch mit Frau Sz.suchen. Alles andere ändert doch nichts an der Situation.

nuevo

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24

03.03.2012, 11:18

Wenn ich sowas schon lese:



- Folienerstellung ist arbeitsaufwändig und deswegen reduziert sich die Zeit für andere Aktivitäten

- Studenten verbessern das Folienbild

- wie zu Zeiten von Java (das hört sich ja fast schon nach Nostalgie an: Ach ja, damals war es schon unerträglich und heute noch immer - schön, wenn es noch Konstanten im Leben gibt)





Genau das ist mE das Problem von Profs wie Frau S., Herrn Wo., Herrn Ros., Herrn Web., Herr Nej. ....: Lehre ist lästig und zeitaufwändig. Großartig. Lassen wir doch Studenten unseren Job erledigen! Wird eh schon die ganze Reihe durch in den Übungen gemacht. Ach ja: Und wenn Studenten unseren Job erledigen, dann brauchen die auch nicht etwa viel Unterlagen -> Stochastik A



Es ist NICHT die Aufgabe der Studenten, die Lehre zu verbessern. Wir sind EMPFÄNGER von Lehrleistungen. UNSERE Aufgabe ist es, Leistung in Form von Klausuren und Prüfungen zu erbringen und dafür, dass wir dazu die Möglichkeit haben, bezahlen wir anteilig. Jeder hat SEINE Rolle einzunehmen und die der Profs ist Forschung UND! Lehre. Das kriegen einige nicht hin und da ist es mein Recht als Student, das anzuprangern.



Was erwartet man hier bitte für Verbesserungsvorschläge?





Ich hab welche:

Macht Foliensätze, die nicht aussehen wie ausgek*

Macht Kurse zur Didaktik. Wenn ich ein Fach nicht kann, lasse ich mir helfen von Leuten, die es können. Nur weil viele Profs unkündbar und unbestrafbar sind heißt das nicht, dass sie in diesem widerlich lethargischen Trott bleiben müssen.

Nehmt Schauspielunterricht und tut wenigstens so, als interessiere euch der Fortschritt der Studis und pennt nicht vorn am Pult ein oder - das Gegenteil - kriegt keinen Herzkasper, weil ihr mit eurem eigenen Tempo nicht zurecht kommt, weil ihr das Fach total überfrachtet!



In jedem Nebenfach, das ich gemacht habe, waren die Profs engagierter und haben den Stoff vermitteln können, GIS, Eisenbahnkrams, Recht für Infs, sogar Ethik. Langsam erkenne ich da Systematik...

EDIT: Dass Frau S. in anderen Bereichen engagiert ist stelle ich nicht in Abrede. Nützt aber herzlich wenig bei ihrer Lehre. Bitte die Bewertungen pro Disziplin vornehmen!

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Kaos

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25

03.03.2012, 11:25

Leute Leute... Hier ist ja einer schlimmer als der andere... Es gibt keinen Grund sich über die Beschwerden gms lustig zu machen, so ganz unberechtigt sind sie sicherlich nicht. Andererseits wäre es schön, wenn eben jene etwas sachlicher formuliert wären. Es hilft niemandem weiter, wenn man sich öffentlich über die Sache lustig macht. (ich habe Petri-Netze übrigens gehört, mit den Folien hast du durchaus recht).

Da deine Ausdrucksweise derweil dem des mittleren Trolls gleicht, [...]

Ich hoffe das ist die Kritik eines Meisters an einem Schüler. ;)

Gegenseitiges Geflame nun aber bitte wirklich im Smalltalk, da mache ich gerne mit.

Kaos

Zitat

Man findet immer dort besonders viel Chaos, wo man nach Ordnung sucht. Das Chaos besiegt die Ordnung, weil es besser organisiert ist.

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26

03.03.2012, 13:21

Sachlich, wäre schön gewesen, sicher, ist ja mehrfach thematisiert worden, wie sachliche Kritik aussieht wollte dann aber niemand zeigen.
Ich bezweifel daher, dass für Kritik hier überhaupt Platz ist, daher argumentiert man mit rein formalen Gründen.
Das ist nicht sachlich, Posten von Screenshots verletzt das Copyright.

Das interessiert bei *allen* anderen Bildern die hier gepostet werden *niemand*.

Ich würds ja begrüssen wenn wissenschaftliche Mitarbeiter eines Instituts das kenntlich machen würden, im Sinne der Transparenz einer Diskussion.
Natürlich vertreten Mitarbeiter nicht zwangsläufig die Meinung ihrer Institution, aber man wird doch Bedenken haben gegen sein eigenes Haus öffentlich zu argumentieren.

Es ist nicht meine Aufgabe die Lehre zu verbessern, ich habe weder Mittel noch Wege um da in irgendeiner Weise irgendetwas zu ändern.
Studenten habe keine Lobby.
Alles was ich machen kann, ist mich beschweren, nölen, kritisieren.
Selbst wenn ich ein komplettes Skript für die VL vorlegen würde, müsste das nichtmal angeguckt werden.
Wenn ich keine Möglichkeit der Einflussnahme habe, muss ich nicht konstruktiv kritisieren.

Sollten die Dozenten da Interesse haben, können sie ja jedes Angebot machen, hier ist nen Tex'able Wiki, bildet Gruppen die vorlesungsweise das Skript reparieren, ihr bekommt ne Kopie von dem Teil des Skripts eine Woche vorher, das ist dann nen Klausurbonus.
Ist immernoch schlecht, weil es nicht Aufgabe der Studenten sein sollte, aber ... wenn es garnicht anders geht.

Davon ab, Diskussionen geb ich mir in dem Forum nichtmehr, ich weiss nicht wessen Interessen hier vertreten werden sollen, meine sind es offensichtlich nicht.

Anselm

borlark

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27

03.03.2012, 13:41

Zum einen dient das Forum zunächst mal der allgemeinen Kommunikation, Diskussionen und der Information über Neuigkeiten etc.,
es wird zwar vom Fachrat betreut, aber letztlich gibt es ja wenn man konkret Hilfe braucht auch noch andere Kontaktmögichkeiten.
Hier davon zu sprechen, dass "das Forum" deine Interessen nicht vertritt, finde ich etwas seltsam.

Dass du das Forum als so negativ empfindest ist dennoch schade, sollte das Forum doch möglichst viele Studenten der Informatik ansprechen
und eine allgemeine Plattform zur Kommunikation etc. bieten (siehe oben), persönlich muss ich allerdings sagen, dass ich auf derartig
aggressiv-polemische Poster gerne verzichten kann.

Allerdings empfinde ich die Reaktionen bei weitem nicht so negativ wie du das offenbar tust.
Dass auf vom Thema abweichende Anfeindungen gegen andere Poster im Forum einige Reaktionen erfolgen, die dann ebenso Offtopic sind
ist meines Erachtens nicht verwunderlich und davon abgesehen gab es wenig bis gar keine negativen, sondern im Gegenteil positive Reaktionen auf die Kritik.
Und selbst Hyperion (der seinen Formulierungen nach recht eindeutig am SIM arbeitet) hat eher diplomatisch und positiv geantwortet.
Ich persönlich finde die Art, wie du deine Kritik vorbringst etwas übertrieben, kann damit aber leben. Deine Anfeindungen gegen andere Poster dagegen gefällt mir wenig.
Allgemein ist es sicher besser etwas zu unternehmen, als sich zu dem Thema auszuschweigen, aber wie von einigen anderen angesprochen
ist konstruktive Kritik oder wenigstens eine diplomatische Vorgehensweise beim Äußern der Kritik zielführender als destruktive Kritik garniert mit Sarkasmus und polemischen Anmerkungen.

In diesem Zusammenhang ist dein letzter Beitrag für mich der erste wirklich sinnvolle, gleichzeitig aber anscheinend dein Abschiedspost? Schade, dass du erst im Rahmen der
Resignation aufhörst mit deiner unangemessen offesiven polemischen Art.


Mit freundlichen Grüßen,
Anselm
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~The Comedian

28

03.03.2012, 14:09

Eine Diskussion. Ich muss jetzt erstmal zwei Thesen wiedersprechen:

Zitat

Studenten habe keine Lobby.

Natürlich haben Studenten eine Lobby, die verfasste Studierendenschaft ist eine ziemlich große studentische Organisation die sich um die belange von Studierenden kümmert.
Natürlich sind deren Einflussmöglichkeiten begrenzt, trotzdem lohnt es sich dort mitzuarbeiten.

Zitat

Es ist NICHT die Aufgabe der Studenten, die Lehre zu verbessern. Wir sind EMPFÄNGER von Lehrleistungen. UNSERE Aufgabe ist es, Leistung in Form von Klausuren und Prüfungen zu erbringen und dafür, dass wir dazu die Möglichkeit haben, bezahlen wir anteilig. Jeder hat SEINE Rolle einzunehmen und die der Profs ist Forschung UND! Lehre. Das kriegen einige nicht hin und da ist es mein Recht als Student, das anzuprangern.

Die Uni ist kein Dienstleistungsbetrieb und gute Lehre wächst nicht auf Bäumen.
Gute Lehre kann es nur geben wenn die Lehrenden dafür ausreichend Zeit haben. Sich die zu nehmen steht auch jedem Lehrenden frei, es bringt ihnen nur nichts. Das ist so weil jede Berufungskomission zuallerst die Forschungsleistung und besonders wichtig die Menge der eingeworbenen Drittmittel von BewerberInnen beurteilt. Das wiederum wird nicht zuletzt durch Veranstalltungen nach Art der Exellenzinitiative gefördert.
Jeder der eine einigermaßen akzeptable Probevorlesung zustande bringt, kann dann auch ProfessorIn werden und in seinen Vorlesungen tun und lassen was er will.
Es besteht eigentlich nur die Hoffnung das konsequent durchgeführte Evaluationen, die von den Studenten - wie im Fall dieser Vorlesung - genutzt werden um die Qualität der Lehre für solche Komissionen in Zahlen zu fassen.
Insofern gilt es einerseits das System zu verändern. Das ist ein langwieriger Prozess der ein gewisses Maß an altruistischer Motivation erfordert, das Ergebniss davon erlebt man als Student vermutlich kaum. Andererseits kann man nach pragmatischen Lösungen suchen und da ist die Beteiligung von Studenten an der Lehre nunmal ein Weg der heute vielfach bestritten wird. Dafür wird man als Student dann ja auch bezahlt und man profitiert ja auch anderweitig davon.
Was das Anteilige bezahlen angeht: Du bezahlst einen ziemlich geringen Teil der Kosten deines Studiums. Daraus jetzt Forderungen abzuleiten ist insofern nicht besonders klug als dass du damit implizit auch Studiengebühren rechtfertigst.

@gms:Ich habe den Eindruck das es dir schwer fällt mit Kritik an deiner Argumentation umzugehen. Mein Eindruck ist allerdings auch das viele hier Modysys ebenfalls kritisch sehen. Ich glaube das du erfolgreicher sein könntest, wenn du deine Kritik anders formulierst und von Beleidigungen grundsätzlich absiehst. Damit will ich nicht behaupten das du notwendigerweise konstruktiv kritisieren musst.Ich finde das auch jemand der keine Lösung kennt, das Problem analysieren dürfen sollte.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »jbr« (04.03.2012, 13:25)


Bastian

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29

03.03.2012, 17:55

Insofern würde ich dir raten etwas offener an die Situation heranzugehen, und auf jeden Fall konstruktiver. Deine mühevoll ausgearbeitete "(fast) alles ist Scheiße"-Abhandlung ist leider am Ende nur eine Exposition der Missstände geworden, ohne wirklich konkrete Verbesserungsvorschlöge oder jegliches geäußerte Interesse an einem Entwicklungsprozess mitwirken zu können um zukünftigen Studentengenerationen diesen Stoff näherzubringen.

Dass man unbedingt immer konstruktive Kritik äußern müsse, erschließt sich mir ja regelmäßig nicht. :P


Die nicht-konstruktive ist bei Weitem nicht so hilfreich.

Mit dem Anspruch mit Kritik "hilfreich sein zu wollen" entzieht man allerdings die Bedingungen des kritisierten Umstands einer weitergehenden Kritik, da man sich positiv auf diese bezieht.

planb

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30

04.03.2012, 05:06

Wow, ich hätte nicht erwartet eine solche Resonanz zu erzeugen. Ich hatte auch keineswegs die Absicht geschütztes Material zu veröffentlichen, sondern wollte nur einen Auszug preisgeben, der meiner Meinung nach die Spitze der Missstände der Vorlesungsunterlagen darstellt.

Ich selbst empfinde das Entfernen des geposteten Bildes nicht als Zensur, da ich nachvollziehen kann, dass der zuständige Moderator, ohne juristisches Fachwissen, keine Risiken eingehen möchte...

BTT: Ich würde mich natürlich freuen, wenn der Fachrat die Kritikpunkte weiterkommuniziert. Und entgegengesetzt der Meinung, dass es eine studentische Aufgabe sei die Lehre zu verbessern (bspw. durch HiWi-Jobs), bin ich der Auffassung, dass die Qualität der Lehre nicht leiden darf, weil Dozierende an der Forschung und Drittmittel-Akquise gemessen werden.

Zudem befinden wir uns in der Situation Studiengebühren zahlen zu müssen um Hochschulbildung zu erfahren. Diese Gebühren wurden damit begründet, dass sie zur Verbesserung der Qualität der Lehre notwendig seien und nicht mehr von der öffentlichen Hand (also dem Sozial-/Solidar-/Umverteilungssystem) getragen werden könnten. Die Kausalität des ganzen kommt bei mir - in Zeiten von wöchentlichen Bankenrettungspaketen in Milliardenhöhe - nicht an, ebensowenig dass die Ziele (Verbesserungen der Qualität der Lehre) hierdurch erreicht wurden/werden.

Nun muss ich zugeben dass diese Kritikpunkte eher die politischen/strukturellen Facetten einer sehr umfassenden Problematik fokussieren, aber es ist 05:02 Uhr und ich finde da darf man mal abschweifen.


Vielleicht melde ich mich morgen mit klarem Kopf nochmal ;-) In der Zwischenzeit etwas zu lachen: KLICK!
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Rick

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31

04.03.2012, 09:41


BTT: Ich würde mich natürlich freuen, wenn der Fachrat die Kritikpunkte weiterkommuniziert. Und entgegengesetzt der Meinung, dass es eine studentische Aufgabe sei die Lehre zu verbessern (bspw. durch HiWi-Jobs), bin ich der Auffassung, dass die Qualität der Lehre nicht leiden darf, weil Dozierende an der Forschung und Drittmittel-Akquise gemessen werden.


Hier (an den Universitäten von Grenoble) wurden neulich eine Reihe an Mitarbeitern der Universität entlassen, weil sie nicht die geforderte Menge an Publikationen geleistet haben. Drittmittel sind im Vergleich zu Studiengebühren eine sehr viel größere Einnahmequelle, weshalb die Lehre nicht die erste Priorität der meisten Professoren sein kann.

Eine Frage die sich dann natürlich stellt, in Anbetracht der immer tiefergehenden Kenntnisse die nötig sind um Forschung zu betreiben, ob nicht selbst auf Bachelorniveau (wo das Studium in jedem Falle recht verschult ist) nicht auch Dozenten mit spezieller Lehrerausbildung zum Einsatz kommen sollten. Der Nachteil ist, dass ein Professor eine Grundvorlesung immer so ausrichten kann, dass man die Anwendungsfälle in seiner aktuellen Forschungsarbeit als Motivation für das erlernte Nutzen kann. Der Vorteil liegt natürlich auf der Hand, durch Aufgabentrennung kann der Forscher mehr Zeit in Forschung investieren, und in die Betreuung von Master- und Doktorstudenten, während der Lehrer regelmäßig Didaktikkurse belegen kann, und auf die aktuelle en-vogue Methodik aufzuspringen, und den ganzen Tag schöne Folien generieren kann.
Das Modell ist natürlich etwas teurer, als das aktuelle, und die Studiengebühren würden vermutlich sich dem britischen Niveau annähern, aber die Qualität sollte zunehmen. Wenn wir uns das das als Gesellschaft leisten können, ist es eine Überlegung wert - in der aktuellen wirtschaftlichen Lage befürchte ich, dass man da niemanden überzeugt bekommt.

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32

04.03.2012, 17:07

Langsam reicht es. Jeder folgende Beitrag, der sich nicht aufs Thema (MoDySys, Qualität der Lehre allgemein, etc.) bezieht, wird kommentarlos gelöscht.

EDIT: Lösch- und Zensurdebatten können gerne im Thread Moderation des Forums geführt werden.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Schokoholic« (04.03.2012, 17:26)


Anselm

borlark

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33

04.03.2012, 17:40

Dann wage ich nochmal den Versuch den Thread wieder zum eigentlichen Thema zurückzuführen, indem ich hier nochmal kurz schreibe, was ich gestern auch schon im IRC geschrieben habe.

Bei mir ist Modysys zwar schon wieder ein Jahr her und ich habe die Vorlesung auch nicht immer besucht, aber einige Erinnerungen sind dennoch geblieben.

So habe ich Frau Szczerbickas Tempo häufig als zu langsam wahrgenommen, was vor allem daran lag (so mein subjektiver Eindruck), dass sie insbesondere bei allgemeinen Erklärungen und Begriffserklräungen häufig sprachliche Schwierigkeiten hatte. Dies führte dazu, dass sie bei dem Versuch, den Stoff näherzubringen und eine gute Erklräung abzuliefern die Erklärung mehrfach unterschiedlich formulierte, ohne dabei jedoch zwingend mehr Klarheit zu schaffen. Ich kann mich an eine Situation erinnern, in der sie glaube ich über 5-10 Minuten damit verbracht immer wiededer unterschiedlich formulierte Erklärungen abzuliefern, was mich zunehmen verwirrte (zwischendurch dachte ich, ich hätte es doch falsch verstanden), um am Ende mit einem knappen Satz dann doch Klarheit zu schaffen. Für solche Erklärungen würde es sich also evtl. anbieten Formulierungen vorzubereiten und dann zwar nicht ganz so frei, aber dafür zielstrebiger und mit präziseren Formulierungen durch die Vorlesung zu kommen. Dadurch würde zum einen der Langeweile entgegengewirkt, die auch in der diesjährigen Lehrevaluation bemängelt wurde, als auch gleichzeitig womöglich Zeit geschaffen, um vll. noch etwas ausführlichere Beispiele zu bringen und ähnliches.

Andere Lösungsansätze wären ein anderer Dozent (ich habe zum Beispiel Nebesovs Einspringen bei einer der Vorlesungen letztes Jahr recht positiv in Erinnerung - wobei er für die auch nur 20-30 Minuten benötigte) oder tatsächlich, die Vorlesung englisch zu halten. Beides dürfte sich aber wohl als schwierig umsetzbar gestalten...


Mit freundlichen Grüßen,
Anselm
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04.03.2012, 18:03

Warum sollte eine englischsprachige Veranstaltung schwierig sein? Der Stoff ist relativ gut bildlich zu verstehen, die Übungen sind weiterhin auf Deutsch und die Studenten können schonmal etwas üben. Fachbegriffe sind ja sowieso oft in Englisch. Allgemein wünsche ich mir mehr Englisch im Studium. Bei einfach zu verstehendem Stoff und dort vielleicht zur zu Teilen. Auch, wenn man ohne Englischkenntnisse schon viel erreichen kann, so sollte ein studierter Informatiker Englisch mindestens fließend verstehen können, besser sogar sprechen. Seit etwa einem Jahr arbeite ich intensiv in einem englischen Entwicklerteam und es ist erstaunlich, wie viel so ein regelmäßiger Einsatz trainiert. Das haben viele Jahre in der Schule nicht geschafft (vermutlich, weil die Themen dort extrem langweilig waren).

Kurz: Wenn die Folien eh neu gemacht werden, kann man sie auch gleich in Englisch machen. Bringt natürlich nur was, wenn Frau S. besser Englisch als Deutsch spricht.

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04.03.2012, 18:18

Pflichtveranstaltungen müssen auf Deutsch gehalten werden in der aktuellen PO
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04.03.2012, 18:59

Pflichtveranstaltungen müssen auf Deutsch gehalten werden in der aktuellen PO

Die Vorlesung könnte nach § 14 Abs. 12 auch auf Englisch gehalten werden, nur die Klausur müsste ggf. auf Wunsch in deutscher Sprache sein, da es sich um eine Pflichtprüfungsleistung handelt.

Anselm

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04.03.2012, 19:03

Oh, ok. Weiß denn jmd wie es um die Englischkenntnisse von Frau Szczerbicka steht?
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04.03.2012, 22:16

Leider ist unter den Hörern Englisch auch alles andere als selbstverständlich/als hinnehmbar empfunden. Wäre nicht das erste mal, dass Studenten/Studentinnen Fragen, ob es das nicht auch auf Deutsch gebe (wie z.B. bei Quellen zu Seminarvorträgen). Auch wenn man sich damit hier anscheinend unbeliebt macht, muss ich hier ein zwei Leuten nochmal beipflichten. Als Studie unterschätzt man den Aufwand für perfekte oder nur gute Folien all zu gerne. Doch nehmt nur mal die Folien für einen Abschlussvortrag und rechnet die Vorbereitungszeit für den Vortrag hoch auf 90min pro Woche. Zeit für neue Folien rechnet man nun leider in Tagen und nicht in Minuten. Dies soll nun keine Folie von irgendwem in Schutz nehmen. Da gibt es sicher vieles zu verbessern. Man darf nur leider nie vergessen bzw. muss als Studie eben auch mal die anderen Seiten sehen. Professoren und Professorinnen sind keine Lecturer/reine Hochschullehrer. Sie haben auch noch andere Aufgaben, wie Betreuung von Studies, Führung eines FG/Instituts, sehr viel Papierkram und Bürokratie, Geld heranschaffen für Mitarbeiter, Projektaquise, Anträge schreiben, irgendwo mit Glück noch etwas Zeit für eigenen Spaß an der Forschung und eben die Lehre. Da kann man leider nicht soviel Zeit reinstecken wie mancher gerne wollte, wenn sie oder er könte. Und die Folien könnte ein Mitarbeiter machen? Prinzipiell ja, doch diese sind i.d.R. angestellt auf (Drittmittel-)Projekte und haben als eigenes Ziel eine Dissertation und nicht die perfekte Lehre. Auch diese machen Lehre in der Zeit (Geld), für die sie eigentlich nicht bezahlt werden. Dies nimmt wieder niemanden in Schutz, doch man sollte das alles im Hinterkopf behalten. Und nur weil man in Niedersachsen ein bischen (ok, für viele ist es kein bischen) Studienbeträge zahlt, kann man nicht gleich Plüschsessel und Cocktails fordern. Es hat sich hier und da doch schon was verbessert - auch dies ist keine Befürwortung von Gebühren, doch wie hier schon jemand schrieb, wer die perfkte Lehre ohne ausreden will, der muss ganz andere Gebührenmaßstäbe ansetzen. Leider.
Es gibt nur eine bessere Sache als auf dem Wasser zu sein: Noch mehr auf dem Wasser sein.

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04.03.2012, 22:29

Warum sollte eine englischsprachige Veranstaltung schwierig sein? Der Stoff ist relativ gut bildlich zu verstehen, die Übungen sind weiterhin auf Deutsch und die Studenten können schonmal etwas üben. Fachbegriffe sind ja sowieso oft in Englisch.

Einige Leute finden English schwierig, wie ich zum Beispiel. Die Veranstaltung, die dann in Englisch gehalten wird, wird dadurch zwangläuftig auch schwieriger, weil man nicht nur inhaltliche Sachen lernen muss, sondern auch noch mit einer anderen Sprache zu kämpfen hat.

Allgemein wünsche ich mir mehr Englisch im Studium. Bei einfach zu verstehendem Stoff und dort vielleicht zur zu Teilen.

Die Uni Saarbrücken z.B. bietet auch im Bachelor nur englischsprachige Vorlesungen an und ich bin relativ sicher, dass das bei anderen Universitäten auch der Fall ist. Ich für meinen Teil fand es aber durchaus positiv, dass ich in Hannover das fachliche Wissen auch in Deutsch lernen konnte, als ich mir die Uni ausgesucht habe.
Auch, wenn man ohne Englischkenntnisse schon viel erreichen kann, so sollte ein studierter Informatiker Englisch mindestens fließend verstehen können, besser sogar sprechen.

Das gebe ich dir recht, allerdings muss man da nicht bei einer Grundlagenvorlesung im ersten Semester mit anfangen.
Seit etwa einem Jahr arbeite ich intensiv in einem englischen Entwicklerteam und es ist erstaunlich, wie viel so ein regelmäßiger Einsatz trainiert. Das haben viele Jahre in der Schule nicht geschafft (vermutlich, weil die Themen dort extrem langweilig waren).

Geht mir ebenso (ich arbeite zwar in keinem Entwicklerteam mit, aber einige Foren, Bugtracker, Handbücher, Vorträge etc. für teilweise spezielle Programme sind ausschließlich auf Englisch). Also habe ich ebenfalls einen regelmäßigen Einsatz von Englisch und habe auch während des Studiums erstaunlich viel Englisch gelernt, das hat aber nicht mit dem Studium direkt zu tun und ist bei Themen, die ich so interessant finde, dass ich dafür auch gerne Zeit in Englisch lernen investiere. Und MoDySys gehört für mich nicht unbedingt zu solchen Themen.

Es ist relativ wahrscheinlich, dass man auch ohne englischsprachige Vorlesungen Englisch lernt. Und gerade weiterführendes Material, diverse Bücher etc. wird es irgendwann nicht mehr in Deutsch geben. Warum kann dann nicht wenigstens das Studium deutsch sein? Gerade wenn deutschsprachige Professoren, deutschsprachigen Studenten etwas über Informatik beizubringen versuchen.

Das ändert leider alles nichts an der Tatsache, dass eine englische Vorlesung von Frau S. eventuell besser verständlich ist.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Chrysops« (04.03.2012, 22:32)


SammysHP

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04.03.2012, 22:36

Zitat

allerdings muss man da nicht bei einer Grundlagenvorlesung im ersten Semester mit anfangen.

Korrekt! Bloß bleibt das Problem, dass das Deutsch von Fraus S. auch nicht unbedingt besser ist und auf die Erstsemester genauso einen Eindruck vermittelt. Ein paar didaktische Tricks kann man recht gut lernen, eine Sprache jedoch lernen ist etwas größeres, das kann man von Frau S. nicht in kurzer Zeit erwarten. Beide Wege - Englisch vs. schlechtes Deutsch - sind halt nicht optimal...