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  • "uebertreiber" started this thread

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Date of registration: Sep 5th 2012

1

Wednesday, September 5th 2012, 10:53am

Informatik Studium

guten tag, ich habe vor ein informatik studium zu beginnen aber bin halt nicht so gut in mathe, besser gesagt sehr schlecht.... deswegen überlege ich ob ich Informationsmanagement studieren soll oder nur Informatik. bei informationsmanagement wäre der vorteil, dass dort weniger mathe mit dabei ist. wie ist das informatik studium aufgebaut, und wie gewichtig ist mathe ? würde mich über ein paar antworten und erfahrungen sehr freuen.

MfG
:)

  • "Schokoholic" is male

Posts: 2,518

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2

Wednesday, September 5th 2012, 11:16am

wie ist das informatik studium aufgebaut, und wie gewichtig ist mathe ?

Zu der ersten Frage hier mal die Leistungspunkte der einzelnen Kompetenzbereiche aus der Prüfungsordnung:

Source code

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Grundlagen der Informatik            94
Mathematische Grundlagen             26-30
Elektrotechnische Grundlagen         5
Ausgewählte Gebiete der Informatik   15-22
Nebenfach                            18-20
Bachelorarbeit                       15


Wie du siehst ist Mathe mit 26-30 von 180 Punkten mit etwa 25% 16% relativ gut vertreten. Das sind 6-7 Pflichtprüfungen, die man bestehen muss, wenn man den Abschluss machen will. Meiner Meinung nach ist das aber alles machbar, wenn man es wirklich verstehen will. :)

Zur Wichtigkeit: Es ist meiner Meinung nach auch in den nicht-Mathefächern immer wieder hilfreich, wenn man zumindest eine Gleichung auflösen oder ein lineares Gleichungssystem lösen kann. Und im Master laufen einem dann auch schon mal komplexere Gleichungen über den Weg, wenn man nicht aufpasst. Alles in allem ist aber nichts dabei, das in den Mathe-Pflichtvorlesungen nicht behandelt wird.

Über Informationsmanagemeht kann ich allerdings nix sagen, das gibt es in Hannover so nicht.

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Sergey

Junior Schreiberling

  • "Sergey" is male

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3

Wednesday, September 5th 2012, 11:48am

Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, dass es doch recht stark variiert.
Je nach Dozent/Übungleiter-Kombination sind die Vorlesungen mal eher sehr leicht mal eindeutig zu hart.

Insgesammt ist es aber machbar wie ich finde.
2π V ¬2π = 42

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ProNoob

Trainee

  • "ProNoob" is male

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4

Wednesday, September 5th 2012, 12:44pm

30 LP von 180 LP = 25%. Ah ja^^

Also die reinen Mathekurse machen ungefähr 14-17% des Studiums aus. Wie Schokoholic schon gesagt hat sollte man aber auch für andere Fächer ein grundlegendes Mathematikverständnis mitbringen. Meiner Meinung nach ist das aber machbar, wenn man es durchziehen möchte.

  • "Schokoholic" is male

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5

Wednesday, September 5th 2012, 1:52pm

30 LP von 180 LP = 25%. Ah ja
Ups. Naja, da sieht man mal wieder: "Mathe Rechnen". :D

tyi

Trainee

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6

Wednesday, September 5th 2012, 2:17pm

würde mich über ein paar antworten und erfahrungen sehr freuen.


Die Lehre, insbesondere in der Mathematik, ist in Hannover äußerst schlecht. Da ich nun einmal selber hier studiere und kaum Vergleich habe, muss deine Frage anders gestellt werden. Sie sollte nicht darum handeln, wieviel Mathe im Informatikstudium verlangt wird, sondern wie der Stoff vermittelt wird. Wie bereits gesagt wurde hängt das sehr stark vom jeweiligen Prof ab. In der Mathematik habe ich alles erlebt von "kommen Sie nach der Vorlesung zu mir und wir klären alles, was nicht verstanden wurde" bis hin zu "das wars für heute *staubwolkeaufwirbelt*" -> weg. Die Quote bei mir, was das Verhältnis von "ich erkläre gerne" zu "Rückenvorlesung" (=Vorlesung, wo der Prof nur anschreibt und sich n Dreck darum schert, wie sein Stoff aufgenommen wird), liegt bei 2 zu 7. Deswegen bin ich für mich zum Schluss gekommen, dass die Lehre in Hannover aus dem Bereich der Mathematik, mit dem man als Inf konfrontiert wird, mies ist.

Generell möchte ich dir noch sagen: Was mir damals nicht vermittelt wurde, daran bin ich zT auch selber Schuld: Wenn

- man "Angst" vor der Mathematik hat
- sich partout nicht damit zurecht finden kann, dass man mit mehr Buchstaben und weniger Zahlen rechnet,
- dass die Grundkenntnisse der Schule in einigen Mathefächern nicht einmal die erste Vorlesung überleben
- sich nicht darüber klar ist, dass mathematische Ergebnisse oftmals im Nachvollziehen von Denkprozessen liegen
- man sich innerlich nicht darauf einstellt und auch dazu bereit ist, an einer Aufgabe 3-4h zu sitzen, am Ende kein Ergebnis zu haben und dann in der nächsten Übung einen Zweizeiler als Ergebnis vor den Latz geknallt zu kriegen

dann kann es sehr schwer werden. Wenn dir das "Gefühl" für Mathematik fehlt, können das sehr leidvolle Semester werden, es sei denn, du willst willst willst willst willst den Inf-Abschluss haben. Ich würde von mir sagen, dass ich kein Gefühl für Mathe hatte, es sich aber etwas entwickelt hat und meine schulischen Vorkenntnisse waren nur die eines Grundkurses. Trotzdem habe ich die Mathefächer überlebt, aber es hat mich wirklich buchstäblich Schweiß und Tränen gekostet.

Mein Rat: Wenn du Inf studieren willst und die Möglichkeit hast, mach das besser in einer anderen Stadt. Extra-Tipp: Mit dem Ausweichen an die FH Hannover hast du wenig gewonnen - oder vermieden.

Ist aber alles nur meine Meinung.

Sparky

Trainee

  • "Sparky" is male

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Date of registration: Oct 2nd 2008

Location: Stemmen

7

Wednesday, September 5th 2012, 3:34pm

Hi,

die Frage ob man es braucht ist immer schwer zu beantworten. Einen Großteil der Dinge wirst du, denke ich, nicht wieder brauchen, oder erst dann, wenn du die Dinge aus der Vorlesung wieder vergessen hast. Für mich persönlich war Mathe der mit Abstand schwerste Teil des Studiums und die Gewichtung nur an den Creditpoints abzulesen ist da meines Erachtens zu kurz gegriffen. Gefühlt machte Mathe für mich mind. 25% aus (eher mehr). Für manche Matheklausuren habe ich Wochen lang täglich gelernt, einige GIS-Klausuren (um jetzt ein anderes extrem zu nennen) habe ich nach weniger als 10h Stunden lernen mit ner guten Note bestanden.
Insgesamt geht es bei der ganzen Matheausbildung im Hinblick auf das Gesamtstudium weniger darum, dass du nach deinem Abschluss noch weisst, wie partielle Integration funktioniert, sondern eher darum, dass du dir eine gewisse Denkweise beim betrachten von Problemen angeeignet hast. Dabei sind die Mathevorlesungen (so sehr sie mich genervt und in den Wahnsinn getrieben haben) sehr hilfreich.

Wenn Mathe dich von einem Studium der Informatik abbringen kann, dann würde ich mir an deiner Stelle die verschiedenen Prüfungsordnungen der in Frage kommenden Universitäten genau ansehen. Darin findest du, welche und vor allem wie viele Kurse besucht werden müssen. Das schwankt sehr stark. Ich habe vor einer Weile mit einem Bekannten gesprochen, der in Bremen anfangen möchte und dort ist der Matheteil z.B. mit Logik und theoretischer Informatik zusammen, was hier einzeln läuft - bei ca derselben Gesamtpunktzahl. Unterm Strich ist da Studium dort viel weniger Mathe-lastig aufgebaut.

Viele Grüße
Sparky