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  • »Schokoholic« ist männlich
  • »Schokoholic« ist der Autor dieses Themas

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1

05.09.2012, 15:49

Erstklässler lernen Programmieren (in Estland)

Sollten wir auch machen, finde ich. :)

http://venturebeat.com/2012/09/04/estonia-code-academy/

Kiki der Gecko

Regenbogeneidechse

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2

14.09.2012, 16:28

Vielleicht sollten wir erstmal damit anfangen, vernünftige Informatiklehrer auszubilden (wenn ich da so an meine Schulzeit denke...).
"Alles ist eins - außer der Null." - Wau Holland

wlfbck

Trainee

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3

14.09.2012, 22:36

Vielleicht sollten wir erstmal damit anfangen, vernünftige Informatiklehrer auszubilden (wenn ich da so an meine Schulzeit denke...).
Hehe, das stimmt. Der den ich im Wahlbereich hatte war Ende 50 und hatte auch leider dem entsprechend Ahnung.

Passenderweise hab ich mich Dienstag mit einem Lehrer (Mathe,Physik,Informatik) unterhalten. Er meinte, er macht hauptsächlich deswegen keinen Informatikunterricht mehr, weil der Aufwand um immer auf dem Laufenden zu sein gemessen daran, wie interessiert die Schüler sind (bzw. wieviel er ihnen bei bringen kann, das geht ja Hand in Hand), nicht gerechtfertigt ist. Speziell weil es dort, wo er das unterrichtete, Pflicht war.
Deswegen sollte sowas auf freiwilliger Basis gemacht werden, damit die, die dort sitzen auch wirklich lernen wollen. Speziell am Computer (wie wir wahrscheinlich alle wissen :P ) kann man sich leicht anderweitig ablenken lassen, ohne das der Lehrer das groß blockieren könnte.

SammysHP

Forenwolf

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4

15.09.2012, 11:28

Zitat

Hehe, das stimmt. Der den ich im Wahlbereich hatte war Ende 50 und hatte auch leider dem entsprechend Ahnung.

Also wenn ich mir unsere Professoren hier ansehe... Das Alter kein wirkliches Kriterium. ;)

hamena314

Zerschmetterling

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5

15.09.2012, 12:28

Das mit den Informatik-Lehrern war bei mir auch so.
Verwirrt wirkende, alte Leute, die eher Mathematiker waren und mal einen PC gesehen hatten. :D
Wir mussten unserem Lehrer z.b. erklären, dass er nach Eingabe des Passwortes auch Return drücken muss...

Aber BTT: Die Frage, die sich mir stellt, ist wie der Unterricht der Erstklässler aussehen wird. Lernen die mit einem Buffer Overflow umzugehen, oder fangen die eher klein an?
Lego hat z.b. einige echt interessante und vor allem kindgerechte Spielereien.
Wenn ich aus meiner Perspektive schaue, dann war ich mit die erste Generation, die komplett mit Computern aufgewachsen ist. Diese waren allerdings eher nicht so mächtig (mein allererstes Spiel war Pong ... wohlgemerkt auf einer Konsole! Eine Konsole für ein einziges Spiel! :D).
Heutige Generationen wachsen direkt mit Smartphone und High-Speed Internet auf. Daher fällt es ihnen auch einfacher damit umzugehen.

Wie sehr wir allerdings unsere Kinder mit Wissen und Können vollstopfen müssen / sollten, müssen Leute mit mehr Ahnung von Erziehung und Bildung beantworten. Sicher kann man einem Kind schon 3 Fremdsprachen im Kindergarten beibringen und den Freizeitbereich mit Klavierstunden, Sport und sonstigem Extra-Unterricht zupacken, aber was für Menschen möchte man heranziehen? Fachidioten, die sich vor lauter Wissen nicht mal die Hose selbst zumachen können, oder ausgeglichene Menschen, die selbstbewusst und selbstkritisch auch mal Konzepte hinterfragen und soziale Fähigkeiten ausgebildet haben, weil sie miteinander im Dreck gespielt haben. (/Überspitzung) :D
Nicht der Wind bestimmt die Richtung, sondern das Segel! (Lao Xiang, China)

Chrysops

Gerion

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6

16.09.2012, 14:08


Heutige Generationen wachsen direkt mit Smartphone und High-Speed Internet auf. Daher fällt es ihnen auch einfacher damit umzugehen.

Umgehen schon, aber die Schwierigkeit bei Informatik liegt meiner Meinung darin, hinter die Prozesse zu gucken. Und einen Taschenrechner oder Uralt-PC kann man viel leichter "durchschauen" als ein Smartphone mit diversen Abstraktionsebenen. Außerdem kommt bei alten (sehr langsamen) Geräten der spielerische, kreative Aspekt viel mehr zum Tragen, da man nicht vorgefertigte Bibliotheken nutzen kann, sondern selber optimieren muss.

Zur Altersfrage bzw. Aktualitätsfrage: Wir hatten einen sehr guten Informatiklehrer (wir haben dort Objektorientierung am Beispiel von Java, 2/3 der Vorlesung GTI und grundlegende Schaltungen "wie funktioniert grob ein RAM, Prozessor" gelernt). Dieser Lehrer war kurz vor der Pension. Aber gerade bei den letzen beiden Punkten hat sich in den letzen X Jahre nicht allzu viel gändert (bzw. das was sich ändert sind keine Grundlagen mehr, die man Schülern beibringt). Im letzten Jahr hatten wir dann trotzdem kein Informatik mehr, weil keine Schüler da waren, die das gerne gemacht hätten (außer mir und noch einem).

Ich finde, die Grundschule ist zu früh für soetwas, aber ab dann spricht eigentlich nichts dagegen. Die Frage ist auch, wie unterrichtet wird: Nach dem Motto, möglich schnell viel Wissen in sich hereinballern oder ein Unterricht, in dem man selber mal ein bisschen denken muss bzw. einen Algorithmus entwerfen oder eine Turingmaschine, die ein Problem löst usw..