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migu

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1

21.05.2002, 06:45

Demo in Berlin

Was haltet ihr grundsätzlich von einer Demo in Berlin gegen die US-Politik?
Wer geht nach Berlin und demonstriert mit?

Den 10.000 Polizisten muss ja etwa entgegengesetzt werden. ;)
Ich für meinen Teil würde am liebsten mit einer Kamera losziehen und dokumentieren, doch ich besitze keine. :(
Darum hoffe ich, dass die Demonstrationen halbwegs zivilisiert ablaufen, auch wenn ich den Unmut der Demonstranten schon lange verstehen kann. (Das heißt nicht, dass ich jede Meinung mit ihnen teile. Ich kenne ja nicht jede.)

Eure Meinung?
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cowhen

Muuuh!

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2

21.05.2002, 09:32

die abstimmung die du da oben willst ist ja nicht gerade ausgewogen... etweder ich "bin dafür und gehe" hin oder mir "ist es egal" oder "ich halte nix davon" .
tse tse tse

ich fahre jetz nich extra nach berlin um mitzudemonstrieren aber mir ist die thematik und die demo auch nich egal.
ich finde es gut, dass mal eine andere meinung als schröders schnellschuss "uneingeschränkte solidarität" zur schau gestellt wird.

zu befürchten ist allederings, dass die demo in ausschreitungen ändert und dann sind die demonstranten auf dem geleichen niveau wie busch.

alleine dehalb würde ich an soeiner demo nicht teilnehmen, denn man fährt mit dem wunsch hin, seine meinung zu ausdruck zu bringen und am ende wird die eigene meinung durch npaar raudis pervertiert.

soweit so gut (schlecht)

cowhen
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migu

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3

21.05.2002, 12:46

Zitat

Original von cowhen
die abstimmung die du da oben willst ist ja nicht gerade ausgewogen... etweder ich "bin dafür und gehe" hin oder mir "ist es egal" oder "ich halte nix davon" .


Das ist mir dann auch aufgefallen. Da sich an den Abstimmungen ja eh kaum jemand beteiligt (und an dieser erst recht nicht, ganz unabhängig davon, wie ausgewogen sie ist), ist das jetzt nicht so schlimm.

Lasset uns lieber diskutieren. :)
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EvilHomer

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4

21.05.2002, 13:13

@migu

Das denke ich auch. Zudem kannst du die Umfragen hier wirklich vergessen, da nur ein Bruchteil der User hier überhaupt mitmacht. Somit ist die Umfrage auch nicht repräsentativ und ist nicht Aussagekräftig. ;(
Und was will man mit dieser Demo erreichen?
Ich finde man sollte sich mal die Politik der USA genauer anschauen. Die meisten Politker sind nur Instrumente der Macht und den Bürgern der USA ist es auch egal wer an der Macht ist.
Vielmehr sollte sich Deutschland mal von den USA trennen und ihnen nicht so in den A**** kriechen. Überall müssen die USA eine Weltmacht sein und sich immer einmischen und wer ihnen nicht gehorcht ist ein Verbrecher, Terrorist, der bekämft werden muss. Das nervt mich am meisten.

cu EvilHomer

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loki

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5

21.05.2002, 13:24

tut mir leid

aber hier kann ich nicht mit abstimmen.
da fehlt ein punkt wie:
~gut, aber bis Berlin?!

naja. bei dem wetter :D
wird bestimmt ein heisser event 8)

mmueller

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6

21.05.2002, 22:15

einzig positiv...

..an der demo finde ich, daß die grünen ja ganz offensichtlich von den linken ausgebuht wurden (oder beschimpft oder was auch immer ihr da stehen haben wollt)..

ansonsten sollten die demonstranten sich lieber mal der realität stellen, als da in berlin zum großen trara zu blasen. was wollen die damit erreichen? bush werden sie damit nicht los, an der politik der usa oder deutschlands oder irgend eines anderen landes werden sie damit auch nichts ändern und das einzige, was hinterher bleibt, sind die hohen kosten für das unvermeidliche polizeiaufgebot.

imho gibt es andere - bessere - wege, seiner meinung auf politischer ebene ausdruck zu verleihen.

DominionMADz

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7

22.05.2002, 00:02

Hi Marcel :)

Ich finde schon, dass grade durch friedliche Demos viele Leute diese beachten und dadurch auf eine eventuelle Problematik aufmerksam gemacht werden, deshalb halte ich diese für gerechtfertigt, andere gegen Nuklearkraft grade nach dem beschlossenen Atomausstieg hingegen nicht.


vive la resistance :P

Marco

migu

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8

22.05.2002, 00:06

Zitat

Original von mmueller
imho gibt es andere - bessere - wege, seiner meinung auf politischer ebene ausdruck zu verleihen.


Dann bleibt wohl nur eins: So eine Demonstration ist eine riesige Party. Und bei schönem Wetter macht es doppelt so viel Spaß. ;)
Allerdings: Berichten die Medien von den Inhalten einer Demo, so kann das immerhin aufklärend wirken. (fromme Wünsche) Denn was im Fernsehen kommt, sehen die meisten (ich jedoch nicht).
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KreiS

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22.05.2002, 10:15

sorry leute, hab net alles durchgelesen :D

jedenfalls, demo nützt doch nix, wie Medien von Inhalten von anderen Sachen berichten kennt man schon gut. z.B. CS ;)

Sonst, beim Poll fehlte, interessant bringt aber nix mehr (da zu spät).

Man hätte nach dem 11.9 auf die Strasse gehen müssen und gegen den USA Protestieren können.
Und wens böse klingt, das Land hat sich auf der Welt eindeutig zu viel geleistet, warum sollten die sich wundern wenn es genug Leute auf der Welt gibt die sie nicht mögen ;)

Straffen wir doch die einfach bei der Wahl ab, einfach Grün wählen, ist wohl die letzte Partei die vielleicht USA kritisch ist.
PDS ist aussen vor, ich leb ja nicht im Osten *ggg*

migu : ich wette das mehr alte Leute Nachrichten schauen als die Jungen, bzw. die Jungen schalten bei Politik gerne weg, lieber kommerz in sich reinfressen ;)
Und die Leute sind doch eh von ihrer Meinung feslen Festüberzeugt )


Es Wundert mich echt, das alte Greise die Welt beherrschen und mit ihren über alteten Sitten die Welt ins Verderben Stürzen werden(<-!!!)

Eine nette Theorie, "Wenn wir Zivilisiert wären, dann würden wir doch keine Kriege führen" :-p
kaneda spring <-> ks <-> KreiS
"surrender is an option ...time to change everything" (ks '04)

Dakota-Indianer(Weisheit),"Wenn Du entdeckst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab"

cowhen

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10

22.05.2002, 10:30

ich verstehe die hier vielfach ausgedrückte haltung "demos bringen ja eh nix" nicht so ganz... welechen anderen weg gibt es denn für die bürger, einen -na sagen wir mal- gewissen unmut gegenüber der amerikanischen politik zum ausdruck zu bringen? ich glaube das dieser neue anti-amerikanismus von den allermeisten empfunden wird.

aber die gewählten vertreter des volkes reden von uneigenschränkter solidariät und bla bla ...soziemlich genau das gegenteil von kritik.

gestern hab ich in frontal21 geshen was hohe vertreter der usa zu den demos hier sagen: der tenor war "einzelne sind beauerlicherweise gegen die usa aber eigentlich finnden 99,9999% der deutschen die usa ja ganz toll, das wissen wir...."

okay schon klar, dass die demos nicht gewalttätig werden dürfen, denn damit geht alles was an message da war kaputt und naja... die demo kann man in die tonne treten. dann wird diese da zum ausdruck gebrachte meinung auch nicht mehr ernst genommen und sollte auch nicht mehr ersnt genommen werden weil gewalt auch auf demos kein mittel zum druchsetzen irgenwelcher ziele ist.

umso schlimmer finde ichs, dass irgendwelche autonome die ja eh nix wollen ausser "der staat ist scheisse" brüllen die kundgebungen stören.
das sind im grunde die gleichen methoden die wir bei der usa verurteilen.

fazit: friedliche demo ist besonders dann wichtig, wenn die regierung nich mehr die meinung des volkes wiedergibt. aber einige radauler machen wieder alles kaputt. ich würde nicht hinfahren, weils 1)weit ist und 2)und wichtiger: gewalt scheint förmlich vorprogrammiert zu sein.


cu

cowhen
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mmueller

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11

22.05.2002, 20:49

also nichts gegen demos im allgemeinen; die könne ja für manche sachen sicherlich ganz förderlich sein, was das erlangen von aufmerksamkeit angeht. aber beim thema bush und amerika ist das doch kaum nötig, oder? inzwischen hat doch jeder 08/15- deutsche (und der rest auch) zumindest im fernsehen mitbekommen, was da alles so abgeht.

was ich damit meinte, daß man seiner meinung auch anders ausdruck verleihen kann, war so gemeint, daß man, wenn man auf politischer ebene wirklich etwas verändern will, man dies auch *politisch* tun sollte - meinetwegen, indem man sich bei der pds oder sonsteiner partei aktiv beteiligt. ist sicherlich nicht jedermanns sache, aber dann könnte sich niemand (der aktiven) mehr beschweren, daß sich die politiker nicht kümmern.

daß die amis das so sehen, daß die deutschen in ihrer großen mehrheit hinter ihnen stehen, ist ihnen doch freigestellt. ich hab mir zwar die letzten umfragen zu diesem thema nicht angeschaut, aber ich denke mal, daß eine mehrheit doch nach wie vor *pro* amerika ist - im großen und ganzen zumindest. was einzelne aspekte der politik angeht, so wird es immer kritische stimmen geben, auch was die innerdeutsche politik angeht.

was den gewaltaspekt bei demos anbelangt, so gilt unbestritten, daß bei einer friedlichen demo die argumente - angeblich - besser vermittelt werden können. fakt ist aber auch, daß das medieninteresse gerade dann zunimmt, wenn es zu ausschreitungen oder übergriffen kommt. ist zwar nicht im sinne der sache, aber das liegt halt in der natur der medien.

aber warum sind (friedliche) demos immer dann wichtig, wenn die regierung nicht die meinung des volkes wiedergibt? es war doch knapp die hälfte der deutschen bevölkerung damals laut umfragen gegen den euro.. wer hat dagegen demonstriert?
was ist mit massentierhaltung? finden bestimmt auch sehr sehr viele hierzulande nicht gut.. also anlässe gebe es ja dann tausenderlei.

was dann die wichtigen politischen themen angeht, so gibt es noch die sozialpolitik oder die diäten der abgeordneten, gegen die man protestieren könnte - tuts jemand? nein.

es geht doch bei der demo in berlin den meisten teilnehmern eher darum, dabeigewesen zu sein.

also ändern wird man mit dieser demo nichts (höchstens das bild, das fremde länder von den deutschen haben werden, wenn sie die bilder von demos gegen bush sehen und so).

und jetzt tun mi langsam die finger weh.. also mach ich erstmal schluß hier.