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Informatik Minister

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Tuesday, March 6th 2007, 4:34pm

Zu gute Noten? (a.k.a. umfangreichster Initialbeitrag)

Thema der Diskussionsrunde soll sein: Es werden an deutschen Hochschulen zu viele zu gute Noten vergeben, was kann getan werden?

Die Veroeffentlichungen entsprechender Artikel, die sich an ein Gespraech der Zeitung "Die Welt" mit dem Vorsitzenden des Philologenverbands Meidinger angeschlossen haben, liegen zwar schon etwas in der Vergangenheit, nun krame ich sie jedoch wieder hervor.

Welt - Philologenverband: Professoren geben zu gute Noten
Philologenverband - Zu viele Bestnoten für Studenten kritisiert (die schreckliche Seite einfach mal nach "Zu vi(ele Bestnoten)" durchsuchen, dann gelangt man zur Ueberschrift)
[URL=http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,460388,00.html]SPIEGEL ONLINE - Kuschelnoten, Kuhhandel, Kumpanei[/URL] (inklusive einer Grafik, welche den Anteil von sehr guten Diplomnoten in einigen Studiengaengen veranschaulicht)
Wissenschaftsrat - Die Wurzel der Diskussion (Veroeffentlichung im Jahre 2003)

Der letzte Link ist fuer jene, die es genauer wissen wollen. Es handelt sich um das urspruengliche Dokument des Wissenschaftsrats, eine quantitative Analyse der Pruefungsnoten an Hochschulen. Darin zu finden ist zum Beispiel eine genauere Trennung der Durchschnittsnoten anhand der einzelnen Hochschulen. Zu finden dementsprechend auch: Die Universitaet Hannover mit Informationen aus dem Diplomstudiengang Informatik im Jahre 2000 (Seite 84 im Volltext des Berichts).

Meine extrem verkuerzte Meinung ist: Ja, in einigen Veranstaltungen, die ich besucht habe, fand eine erstaunlich gute (in diesem Forum auch gern als 'fair' bezeichnete) Benotung statt. Dies trifft meines geringen Einblickes nach auch (oder vor allem) auf muendliche Pruefungen und Abschlussarbeiten zu. Dadurch verlieren Noten erheblich an Wert und folgerichtig am Ende ihre Daseinsberechtigung.

Der Philologenverband veroeffentlichte im Anschluss an seine Kritik eine Reihe von Gegensteuerungsmaßnahmen (diesmal nach "Gegensteuerungs(maßnahmen)" suchen).

Quoted


1. Mehr Transparenz bei Hochschulprüfungen durch Veröffentlichung von Durchschnittsnoten und einen Vermerk auf dem Abschlusszeugnis, ob der Absolvent zu den besten 15 oder 30 Prozent des Prüfungsjahrgangs gehörte;

Halte ich fuer denkbar, auch wenn es den Anschein haben kann, dass Absolventen mit einem solchen Zusatz in 'gut und schlecht' getrennt werden. Die Grenze sollte also so eng gesetzt sein, dass wirklich gute Studenten hervorgehoben werden und der Zusatz selten bleibt.

Quoted


2. Bewusste Ausschöpfung des gesamten Notenspektrums, gefördert etwa durch die Vorschrift, dass maximal 15 Prozent der Arbeiten die Bestnote erhalten dürfen;

Finde ich nicht ueberzeugend, da im Falle eines sehr homogenen Klausurausfalls die Zuordnung im Notenspektrum sehr sensibel reagiert. Auch sollte die Vergleichbarkeit zwischen einzelnen Jahrgaengen zumindest im Ansatz erhalten bleiben. Natuerlich werden auch heute schon Bewertungsskalen an den Ausfall einer Klausur angepasst. Vielleicht muss die Bewertung ja doch viel mehr in Relation zum Jahrgang gesetzt werden (siehe Punkt 1)?!
Eine solche -bzw. sogar noch weiter gehende- Maßnahme (Beurteilung anhand statistischer Gesichtspunkte) ist im ECTS als einer der Kernpunkte (letzter Punkt) vorgesehen.

Quoted


3. Vorrang von schriftlichen vor oft individuell abgesprochenen mündlichen Prüfungen;

Lieber gegen entsprechende Absprachen vorgehen, als die muendliche Pruefungsform zu ersetzen. Solch Absprachen scheinen in manch anderem Studiengang sehr verbreitet zu sein. Obtrotz (!) habe ich Verstaendnis fuer geringfuegige thematische Eingrenzungen, wenn es sich um Pruefungen handelt, in denen der Stoff von z.B. 24SWS (frei erfundener Wert) geprueft wird. So etwas kennen wir ja hier nicht im Ansatz (Absprachen auch nicht...zumindest soweit ich informiert bin).

Quoted


4. Bei Kollegialprüfungen durchgängig „verdeckte Zweitprüfungen“, d.h. ohne Kenntnis der Notenvergabe des Erstprüfers;

Koennte am Zeitmangel des qualifizierten Personals scheitern. Darf ja nicht jeder Pruefungen abnehmen. Ansonsten klingt das aber durchaus nach Verbesserung.

Quoted


5. Universitätsinterne und bundesweite Verständigung der Fakultäten auf weitgehend einheitliche Prüfungs- und Leistungsstandards;

Bezueglich des Inhaltes duerfte das wohl schwer werden, jedoch koennte man festere Notenstrukturen absprechen, zum Beispiel >x% der zu vergebenen Punkte ergibt eine bestimmte Note. Dies kollidiert dann mit Punkt 2, dort wird die Leistung im Kontext des allgemeinen Ausfalls der Pruefung gesehen, hier jedoch in Bezug zur Anforderungen. Letzteres scheint mir wuenschenswerter.

Quoted


6. Stichprobenartige Überprüfung von Examensarbeiten durch evaluierende Institutionen mit Rückmeldung an Prüfer und Veröffentlichung der Auffälligkeiten.

Examen sind ja sicher speziell zu behandeln, dazu habe ich keine Meinung.

Ein generelles Problem beim Vorgehen gegen diesen Zustand der Noteninflation ist sicherlich, dass dies einheitlich geschehen sollte, da sonst (wie es ja in Einzelfaellen jetzt schon ist) die ersten wirklich leistungsgerechten Bewertungen sehr viel schlechter ausfallen als der Durchschnitt, bei gleicher Leistung. Dies spricht sich rum und ist dann fuer einige/viele ein Kriterium bei der Wahl von Veranstaltungen/Fachgebieten fuer eine Abschlussarbeit.
Wenn die 'lasche' Bewertung so bleibt, koennte man meiner Meinung nach komplett auf eine Einteilung anhand eines Notenspektrums verzichten. Dies haue ich mal so raus, ohne ueber eine Alternative nachgedacht zu haben.

Soweit also ich...

Nun wollte ich mal hier bei der Basis anhorchen und hoffe auf rege Beteiligung.

Zwei Punkte noch:
Ist es ein Problem (bzgl. der Vergleichbarkeit), dass Master- und Diplomnoten aus voellig unterschiedlichen Grundlagen errechnet werden, einmal aus allen eingebrachten, benoteten Leistungen und einmal anhand von wenigen umfangreichen Diplompruefungen (wenn ich mich nicht irre)?
Sind Noten im Moment ueberhaupt starkes Kriterium bei der Auswahl von Bewerbern auf eine Arbeitsstelle? Hat da jemand etwas zu berichten?

Nachtrag: Jaja, viel Aufwand, ich weiß, ich dachte, ich widme dem Thema mal ein wenig Zeit. :) Somit ist dieser Beitrag eher lang geworden, etwas unklug hinsichtlich der Attraktivitaet einer etwaigen Beteiligung, aber das konnte ich jetzt nicht aendern.
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yv

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2

Wednesday, March 7th 2007, 12:42pm

Na dann fang ich mal an:

Ich habe den Eindruck, dass Abschlussarbeiten bei vielen Prüfern recht wohlwollend bewertet werden. Andererseits sollen die Jahrgangsbesten bei der Abschlussfeier dieses mal meist "nur" "Gut" als Abschlussnote haben. "Gut" fängt zwar auch schon bei 1,5 an, aber ich denke, es spricht trotzdem dafür, dass uns die Noten nciht geschenkt werden.

In manchen anderen Studiengängen sieht das glaube ich anders aus. Einige Lehramtsstudenten haben mir erzählt, 1 ist bei ihnen die Standardnote. Wer keine 1 hat, muss sich schon etwas ganz blödes geleistet haben und bekommt dann auch keinen Job (mal leicht verallgemeinert :D).

Was ich viel schlimmer finde als zu gute Noten, ist die Tatsache, dass viele Abschlussarbeiten in anderen Studiengängen einfach aus anderen Arbeiten abgekupfert sind und dass das auch kaum kontrolliert wird. Da gabs auch mal einen Artikel in der CT zu, aber ich habe sowohl die Ausgabe als auch die genauen Zahlen vergessen. Bei uns besteht die Gefahr vermutlich nicht so sehr, da wir ja einen hohen Programmieranteil in den Arbeiten haben.
Es gibt ja im englischsprachigen Breiech schon Angebote (z.B: Turnitin), die die Arbeiten scannen und ggf. entlarven können. Gibt es so etwas auch für deutsche Texte? Falls nicht, sollte man es meiner Meinung nach einführen!

Informatik Minister

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Wednesday, March 7th 2007, 1:27pm

Quoted

Original von yv
Andererseits sollen die Jahrgangsbesten bei der Abschlussfeier dieses mal meist "nur" "Gut" als Abschlussnote haben. "Gut" fängt zwar auch schon bei 1,5 an, aber ich denke, es spricht trotzdem dafür, dass uns die Noten nciht geschenkt werden.

Das rührt wohl eben daher, dass für die Abschlussnote das gewichtete Mittel aller benoteten, bestandenen Leistungen gebildet wird. Gerade im Bachelor (inkl. der Mathematik- und Elektrotechnikveranstaltungen) senken sich die Noten dann wohl etwas.

Quoted


In manchen anderen Studiengängen sieht das glaube ich anders aus. Einige Lehramtsstudenten haben mir erzählt, 1 ist bei ihnen die Standardnote. Wer keine 1 hat, muss sich schon etwas ganz blödes geleistet haben und bekommt dann auch keinen Job (mal leicht verallgemeinert :D).

Dies ist eben (nicht ganz so extrem natürlich) auch mein Eindruck bei manch Diplomstudiengang. Dadurch kann man sich die Benotung komplett sparen. Jeder, für den eine Note Aussagekraft besitzen soll, wird dann (hoffentlich) genau wissen, dass ihr Gewicht weitaus geringer ist als vorgesehen.
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AnyKey

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4

Wednesday, March 7th 2007, 1:34pm

RE: Zu gute Noten? (a.k.a. umfangreichster Initialbeitrag)

Quoted

Original von Informatik Minister
Sind Noten im Moment ueberhaupt starkes Kriterium bei der Auswahl von Bewerbern auf eine Arbeitsstelle? Hat da jemand etwas zu berichten?


Das wäre doch viel interessanter!

Ausserdem finde ich es recht mutig, über andere Studiengänge und deren "Schweregrad" zu urteilen, es sei denn man hat selber einige Semester darin studiert.

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Informatik Minister

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5

Wednesday, March 7th 2007, 1:39pm

RE: Zu gute Noten? (a.k.a. umfangreichster Initialbeitrag)

Quoted

Original von AnyKey

Quoted

Original von Informatik Minister
Sind Noten im Moment ueberhaupt starkes Kriterium bei der Auswahl von Bewerbern auf eine Arbeitsstelle? Hat da jemand etwas zu berichten?


Das wäre doch viel interessanter!

Ausserdem finde ich es recht mutig, über andere Studiengänge und deren "Schweregrad" zu urteilen, es sei denn man hat selber einige Semester darin studiert.

Wen sprichst du jetzt genau an? Eigentlich hat niemand etwas über den Schweregrad irgendeines Studienganges gesagt.

Ich will weder Anforderung noch Leistung von irgend jemandem schmälern, noch irgendeine Aussage über die Schwierigkeit von Prüfungen/Studiengängen/Abschlüssen sagen. Eigentlich geht es mir nur um den Wert einer Benotung angesicht teilweiser durchweg sehr guter Bewertung (siehe die Quellen oben). Die Noten sind ja schon relativ zentrales Mittel bei der Bewertung von Studienleistungen.
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Dot

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Wednesday, March 7th 2007, 3:15pm

Und was willst du jetzt genau Mr Informatik Minister? Dass in Hannover schlechter benotet wird als in anderen Städten und die Hannover-Abgänger dadurch keinen Job bekommen? Oder wie soll ich das verstehen.
Denn wenn man Informatik-Hannover mit anderen Unis vergleicht (siehe Bremen..) oder mit anderen Studiengängen (Bsp weiter oben), sind die doch recht gut gestreut. Eine Frage, haste schonmal Klausuren beim KBS geschrieben? Oder anderen Fachbereichen, wo sie schlecht bewerten? Denn das ist die andere Seite, klar kann man alle GIS Kurse wählen die es gibt und damit seinen Durchschnitt puschen, aber keine Sorge, es gibt auch schwere Kurse, vor allem die Mathe,E-Tech Kurse werden einem nicht hinterhergeworfen!

Als ob es in Hannover jetzt nur 1er Kandidaten gäbe...wenn ich die Notenverteilungen mir immer so ansehe ist das meist ne schöne (kotz) Glockenkurve, welche ihren Maximum bei 3 hat.
Freut euch,wenn ihr gute Noten bekommt, das nennt man Fleis=Preis, das ist auch der Grund warum es dann so einfach erscheint ;)
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Wednesday, March 7th 2007, 3:46pm

@ Informatik Minister: Du möchtest Dich von anderen Studenten mit gleicher Note absetzen, da Du schwierigere Fächer gewählt hast. Sehe ich das richtig?
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Benjamin

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8

Wednesday, March 7th 2007, 4:28pm

?( ich frag mich, was ihr Informatik Minister so anfahrt?
Ich hoffe mal ihr tut das, nachdem ihr die von ihm genannten Artikel gelesen habt.

Es ist schon was dran, dass an irgendwelche Unis oder allen in bestimmten Fächern oft auffällig viele gute Noten vorkommen. Sonst müssten alle diese Artikel wohl lügen. Inwieweit das bei uns der Fall ist, sei mal dahin gestellt!

Es ist aber klar, dass diese Situation ein Problem ist oder irgendwann mal eines werden könnte. Es scheint, dass in manchen Branchen nur gute und sehr gute Personen eingestellt werden (sollen). So drücken in diesen Branchen die Dozenten vielleicht mal eher ein Auge zu.. was irgendwann nach hinten los geht, nämlich dann, wenn es nur noch sehr gute und ein paar gute gibt. Malen wir doch mal den Teufel an die Wand. We soll man Qualifikation unterscheiden, wenn alle auf den Papier das selbe haben.
Das ist ein bischen so wie die Sache mit dem Doktor der Chemie: ... wenn einem schon Uni-Dozenten sagen, dass die Chancen auf einen Arbeitsplatz ohne Promotion sehr gering sind... da stimmt doch auch was nicht. Gerade diese konservativen Branchen sind die Problemkinder.

Klar, jeder möchte lieber die kleinen Zahlen auf seinem Stück Papier haben... doch es ist schon nicht mehr schön, dass an mancher Stelle die Zahlen 1 bis 4 nicht mehr ausgeschöpft werden! Das könnte man auch nur guten gewissens, wenn sich die Wirtschaft diesem Thema einmal annimmt und eben auch die "schlechteren" genauso einstellt. Dann würde auch das Streben nach dem SehrGut vielleicht ein wenig abebben.

Dies ist wohl die interessanteste Frage:

Quoted

Original von Informatik Minister
Sind Noten im Moment ueberhaupt starkes Kriterium bei der Auswahl von Bewerbern auf eine Arbeitsstelle? Hat da jemand etwas zu berichten?


Mal ehrlich, wie aussagekräftig sind Noten ohne jede Zusatzinformation? Man kann ja schon Noten aus ein und der selben Lehrveranstaltung nicht miteinander vergleichen, wenn man eine schriftliche und eine mündliche Prüfung vergleicht. Siehe T-Vorlesungen und GIS, früher mündlich, jetzt schriftlich. Wie ist das dann erst zwischen verschiedenen Dozenten und Unis. Nach dem Zentralabi nun die Zentraluni? Irgendwie auch nicht!
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Dot

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9

Wednesday, March 7th 2007, 5:02pm

Ihr vergesst aber auch dass es noch das Vorstellungsgespräch gibt ;)
Wenn man wirlich so viel besser als die anderen ist, kann man das dort beweisen.
Ausserdem gibt es noch die Möglichkeit sein Studium schneller zu beenden,was auch Pluspunkte gibt.
Eine weitere Möglichkeit ist ein Auslandssemester in ner Eliteuni.
-Soziale Zusatsaufgaben
-Ein zweites Studium nebenbei

Bestimmt gibts noch andere Möglichkeiten, also macht euch doch nicht solche Sorgen, die Guten werden von den Mittelmäßigen schon aussortiert :)
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10

Wednesday, March 7th 2007, 5:08pm

Quoted

Original von Dot
Und was willst du jetzt genau Mr Informatik Minister? Dass in Hannover schlechter benotet wird als in anderen Städten und die Hannover-Abgänger dadurch keinen Job bekommen? Oder wie soll ich das verstehen.
Lies mal den ersten Satz des Beitrags von Informatik Minister. Dort steht, was das ganze soll. Von Hannover ist dort jedenfalls keine Rede.

Quoted

Eine Frage, haste schonmal Klausuren beim KBS geschrieben? Oder anderen Fachbereichen, wo sie schlecht bewerten?
Was genau meinst Du mit "schlecht bewerten"? Daß auch mal Antworten als falsch bewertet werden, die zwar ein richtiges Stichwort enthalten, mehr aber auch nicht?
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11

Wednesday, March 7th 2007, 5:10pm

Quoted

Original von Dot
Ihr vergesst aber auch dass es noch das Vorstellungsgespräch gibt ;)
Da häufig längst nicht alle Bewerber zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden können, entfällt diese Möglichkeit zumindest zur groben Vorsortierung der Bewerber. Was macht man also mit 50 Bewerbern, die alle gut oder sehr gut im Zeugnis stehen haben?
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Lucky

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12

Wednesday, March 7th 2007, 5:13pm

Quoted

Original von Joachim

Quoted

Original von Dot
Ihr vergesst aber auch dass es noch das Vorstellungsgespräch gibt ;)
Da häufig längst nicht alle Bewerber zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden können, entfällt diese Möglichkeit zumindest zur groben Vorsortierung der Bewerber. Was macht man also mit 50 Bewerbern, die alle gut oder sehr gut im Zeugnis stehen haben?


Ich würd mir den Lebenlauf angucken. Schon gearbeitet, irgendwelche Projekte, Auslandserfahrung usw... Das ist mindestens genauso wichtig wenn man das alles vorweisen kann wie eine gute Abschlussnote auf dem Papier!
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Dot

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Wednesday, March 7th 2007, 5:19pm

Zu deinem ersten Posting antworte ich jetzt mal nicht, zu deinem zweiten, siehe mein Posting, dort habe ich Möglichkeiten aufgezählt,wie man sich von der Masse abheben kann.
50 Bewerber, wir reden doch hier jetzt speziell um Informatik oder? :D
Und wir haben ja auch soooo viele 1er Kandidaten hier in Hannover, vielleicht so 1-2 pro Abschlussjahr?
Tut mir leid,ich verstehe echt nicht wo das Problem ist, vielleicht bei anderen Studiengängen, aber nicht bei uns und nicht hier in Hannover.

PS: Um Missverständnisse zu vermeiden,ich rede hier jetzt speziell über Hannover/Informatik, alles andere insteressiert mich doch nicht :D

PPS: Ist schon dreist sich "Jesus Christ" als Titel zu geben :rolleyes:
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14

Wednesday, March 7th 2007, 5:20pm

Quoted

Original von Dot
PPS: Ist schon dreist sich "Jesus Christ" als Titel zu geben :rolleyes:


Jetzt wird es aber lächerlich... Das ist nunmal in den Forumseinstellungen so gegeben ab einer gewissen Postingzahl!
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Dot

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15

Wednesday, March 7th 2007, 5:23pm

Ach ja? Vielleicht für nen nicht-Christen.
Nenn dich mal "Mohamed, Prophet Gottes", das ist dann nicht mehr lächerlich oder?
Naja,egal,ich wollts nur mal gesagt haben,schon länger,ist mir halt nur jetzt wieder eingefallen
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16

Wednesday, March 7th 2007, 5:25pm

Quoted

Original von Dot
Ach ja? Vielleicht für nen nicht-Christen.
Nenn dich mal "Mohamed, Prophet Gottes", das ist dann nicht mehr lächerlich oder?
Naja,egal,ich wollts nur mal gesagt haben,schon länger,ist mir halt nur jetzt wieder eingefallen


Du weist schon, dass die Amerikaner das für "Oh mein Gott" auch sagen: Jesus Christ!

Demzufolge ist es eher kein Titel sondern ein: Oh mein Gott, wieviele Postings!
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Wednesday, March 7th 2007, 5:27pm

Na wenn das so ist, ich habs anders gesehen,gut dass wir das geklärt haben :D
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Wednesday, March 7th 2007, 5:39pm

Ich möchte mich weder absetzen, noch irgendeinen Feldzug hier in Hannover anstreben oder andere Studiengänge kategorisch in Misskredit bringen. Ich wollte das Problem einfach mal ansprechen, da es ja auch an anderer Stelle Beachtung erfährt (siehe wiederum meine Quellen). Dabei kommt es mir eigentlich überhaupt nicht darauf an, dies jetzt speziell auf unseren Studiengang zu beziehen. Es muss sich also niemand angegriffen fühlen oder irgendetwas persönlich nehmen.

Quoted

Original von metalhen
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Stimme ich dir zu. Das ist eben auch ein Aspekt. Die Noten einzelner Veranstaltungen sollten nicht zu mehr dienen, als eine Fach- bzw. Abschlussnote zu bilden (tun sie sicher auch selten). Ans Zentralabi habe ich auch denken müssen. :) Das klappt ja für Universitäten überhaupt nicht, es gibt ja keine einheitlichen Curriculi, gerade in weiterführenden Veranstaltungen. Das steht außer Frage.

Quoted

Original von Dot
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"Darüber reden." Ich weiß nicht wie du auf deine Interpretation kommst, aber sie ist falsch. Ich möchte nichts in Hannover ändern, noch beschwere ich mich über irgendeinen konkreten Zustand. Auch mir sind "schwere Kurse" bekannt (GIS hingegen nicht). Ich wiederhole mich: Ich möchte das alles gar nicht zu sehr auf unseren Studiengang beziehen, auch ich habe gesehen, dass Hannover bei den Noten alles andere als eine 1er Parade ist. Wie metalhen aber sagte und eben die diversen Quellen andeuten, scheint es ein Problem der 'Noteninflation' zu geben. In welchem Studiengang, an welcher Uni, bei welchen Prüfern usw. sich das jetzt zeigt, ist unerheblich. Ich dachte, es hätten sich vielleicht auch andere Gedanken darüber gemacht und wollten evtl. eben jene mal mitteilen.
Außerdem: Es gibt einen Unterschied zwischen "schlecht bewerten" und "eine schlechte Note geben". Es kann durchaus brillant bewertet werden und es kommen nur 5en dabei heraus.

Quoted

Original von Lucky
Du möchtest Dich von anderen Studenten mit gleicher Note absetzen, da Du schwierigere Fächer gewählt hast. Sehe ich das richtig?

Auch bei dir gilt: Wie kommst du darauf? Es geht mir nicht um meine persönlich Situation. Aber etwas verallgemeinert hast du recht: Ich bin dafür, dass in einer völlig fiktiven Situation (nicht in unserem Studiengang, nicht ich) ein Student mit sehr guter Leistung sich auch bei der Note absetzt gegenüber einem Studenten, der 'nur' gute Leistungen in der Prüfung gezeigt hat. Denn die Note soll ja eben jenen Unterschied dann wiedergeben (abzusehen ist hier von der Diskussion, in wie weit eine Prüfung die tatsächliche Leistungsfähigkeit abfragen kann). Natürlich kann jeder für sich zufrieden sein, wenn alle eine 1,0 bekämen, aber da bleibt der Sinn auf der Strecke.
Ich persönlich bin mir zudem im Klaren darüber, dass es bei der Wahl von Veranstaltungen auf den Inhalt ankommt und weniger auf etwaige Gerüchte, ob man da "leicht" eine "faire" Note bekommt. Dies so umzusetzen ist jedoch nicht immer leicht. :)

An alle: Bitte nicht so aggressiv, ich werde auch nicht jünger.
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Wednesday, March 7th 2007, 5:44pm

Quoted

Original von Dot
PPS: Ist schon dreist sich "Jesus Christ" als Titel zu geben :rolleyes:

Daran kann ich leider so überhaupt nichts tun. Aber schon wieder eine gewisse Aggressivität, wo sie nichts zu suchen hat.
Oder du hast dich falsch ausgedrückt und meintest eigentlich "Ich bin der Meinung, ein Administrator sollte den Titel Jesus Christ mal ändern"?

Quoted


PS: Um Missverständnisse zu vermeiden,ich rede hier jetzt speziell über Hannover/Informatik, alles andere insteressiert mich doch nicht

Dann kommen wir hier leider nicht zusammen, ich wollte eigentlich nicht über deine persönliche Situation reden (ich gehe jetzt 'dreist' davon aus, dass dich bei Hannover/Informatik auch nur das interessiert, was dich betrifft). Die kenne ich nämlich nicht.
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Wednesday, March 7th 2007, 5:46pm

Quoted

Original von Informatik Minister

Quoted

Original von Lucky
Du möchtest Dich von anderen Studenten mit gleicher Note absetzen, da Du schwierigere Fächer gewählt hast. Sehe ich das richtig?

Auch bei dir gilt: Wie kommst du darauf? Es geht mir nicht um meine persönlich Situation. Aber etwas verallgemeinert hast du recht


Naja, weil Dich das Thema, ohne das Du Dich selbst davon betroffen fühlst, bestimmt nicht dazu verleitet hätte dieses hier zur Disposition zu stellen. :)
Aber meinen Satz wollte ich auch verallgemeinert verstanden haben :D
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