Sie sind nicht angemeldet.

hamena314

Zerschmetterling

  • »hamena314« ist männlich
  • »hamena314« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 2 032

Registrierungsdatum: 31.08.2003

Wohnort: Hannover

Beruf: Informatikstudent (d'uh)

1

20.07.2007, 12:06

Der perfekte Dame-Computer

Der perfekte Dame-Computer

Was kommt als nächstes? Der perfekte Mikado-Rechner? Der unschlagbare Halma-PC? :D
Spass beiseite, ich bin gespannt, ob der Lösungsansatz tatsächlich das "Spiel der Könige" lösbar macht. Mal abwarten.

HAVE PHUN!
Nicht der Wind bestimmt die Richtung, sondern das Segel! (Lao Xiang, China)

DrChaotica

Senior Schreiberling

  • »DrChaotica« ist männlich

Beiträge: 714

Registrierungsdatum: 22.01.2005

Wohnort: SHG

Beruf: SW-Entwickler

2

20.07.2007, 23:25

Interessant. Ein Untertitel hat von "künstlicher Intelligenz" gesprochen... obwohl das Thema natürlich eindeutig in diesen Bereich fällt, finde ich diese Begiffswahl trotzdem mal wieder ziemlich unpassend. Na gut, das Programm kennt die paar am Ende möglichen Billionen Spielzüge plus ein paar Algorithmen, um den jeweils besten Pfad auszuwählen. Irgendwie könnte man das intelligent nennen, in diese Kategorie ordnen wir Infs es ja auch ein. Aber eine sehr natürliche Intelligenz ist das nicht gerade, meine ich. Echte künstliche Intelligenz erreicht man wahrscheinlich nur durch simulierte reale Dummheit ;)
, immerhin können unsere Wege Lösungen zu finden auch immer zu Fehlern führen, die dann selbst aber kreativ sind, und vor allem nicht fest vorprogrammiert. Manchmal lösen Fehler ja zufällig auch andere Probleme.

Naja. Jedenfalls wird es für z.B. Go wohl so schnell keine perfekten Spieler geben, weil es hier zuviele kombinatorischen Möglichkeiten für die Züge gibt, genauso wie bei World of Warcraft und fast allen anderen Computerspielen... obwohl ein perfekter Blobby Volley - Gegner schon etwas hätte...ping-pong, bis in alle Ewigkeit ^^

  • »Joachim« ist männlich

Beiträge: 2 863

Registrierungsdatum: 11.12.2001

Wohnort: Hämelerwald

Beruf: Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Forschungszentrum L3S, TU Braunschweig)

3

20.07.2007, 23:35

Zitat

Original von DrChaotica
Jedenfalls wird es für z.B. Go wohl so schnell keine perfekten Spieler geben, weil es hier zuviele kombinatorischen Möglichkeiten für die Züge gibt
So einfach kannst Du es Dir mit der Begründung nicht machen. Die große Anzahl der möglichen Spielpositionen schließt jedenfalls nur das naive Durchsuchen des Spielbaumes als Lösungsmöglichkeit aus. :)
The purpose of computing is insight, not numbers.
Richard Hamming, 1962

DrChaotica

Senior Schreiberling

  • »DrChaotica« ist männlich

Beiträge: 714

Registrierungsdatum: 22.01.2005

Wohnort: SHG

Beruf: SW-Entwickler

4

21.07.2007, 05:19

Das stimmt eigentlich...dann bliebe noch die Frage, ob ein Spieler, der die Folgen seiner Züge nur abschätzen, aber nicht im Voraus wissen, trotzdem ein perfektes Spiel liefern kann... tja, so gut kenne ich Go dann leider nicht.
Möglicherweise reicht ja eine irgendeine bestimmte Taktik aus, um immer bestmöglich spielen zu können...?
Mhh. Aber wenn es so einen Algorithmus für Dame gäbe, der auch ohne Vorwissen auf ideale Lösungen führt, dann wird man den ja vielleicht jetzt aus dem Spielbaumgraphen herauslesen können... das wäre auch nochmal spannend :)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DrChaotica« (21.07.2007, 05:21)


  • »Joachim« ist männlich

Beiträge: 2 863

Registrierungsdatum: 11.12.2001

Wohnort: Hämelerwald

Beruf: Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Forschungszentrum L3S, TU Braunschweig)

5

21.07.2007, 10:33

Zitat

Original von DrChaotica
Möglicherweise reicht ja eine irgendeine bestimmte Taktik aus, um immer bestmöglich spielen zu können...?
Das ist der Punkt. Da sich von Menschen erdachte Spiele in sehr einfach strukturierte Regeln fassen lassen, besitzt auch der resultierende Spielbaum sehr viel "Struktur" (d. h. Regelmäßigkeit; er unterscheidet sich also zum Beispiel grundlegend von einem zufällig generierten Baum). Das Problem besteht nun darin, diese Strukturen aufzudecken und auszunutzen. Das ist dann der interessante, aber leider auch der schwierige Teil.
The purpose of computing is insight, not numbers.
Richard Hamming, 1962

hamena314

Zerschmetterling

  • »hamena314« ist männlich
  • »hamena314« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 2 032

Registrierungsdatum: 31.08.2003

Wohnort: Hannover

Beruf: Informatikstudent (d'uh)

6

21.07.2007, 10:38

Ich glaube auch, dass Dame wegen der Bewegungsmöglichkeiten nochmal eine Spur einfach zu analysieren ist als Schach.
@DrChaotica: Kasparov hat nach seinem Spiel gegen den Schachcomputer Deep Blue gemeint, dass man einfach immer perfekt spielen muss, weil der Computer keine Fehler verzeiht.
Ich denke also, dass es über die Distanz bei einem komplexen Spiel recht schwer wird, perfekt zu spielen.

... und übrigens kostet mich deine Signatur einen Tag. :D
Kannte mal eine ähnliche Flash-Seite, aber komme nicht mehr auf den Namen.

HAVE PHUN!
Nicht der Wind bestimmt die Richtung, sondern das Segel! (Lao Xiang, China)