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Teklan

Erfahrener Schreiberling

  • »Teklan« ist der Autor dieses Themas

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1

11.06.2010, 17:34

Einen Skillplan ausfüllen - howto?

Ich habe hier einen Skillplan "IT" vorliegen mit einem Haufen Spalten und Zeilen, wo man sein "Niveau" zu einzelnen Bereichen aufschreiben soll. Beim Ausfüllen des PLans habe ich Probleme, weil die 4 verschiedenen Niveau-Definitionen (die gegeben sind) nicht ohne weiteres zu den einzelnen Bereichen passen.

Hier die Niveaus:
- 1 = Sie verfügen über äußerst umfangreiches und aktuelles Fachwissen, Praxis > 5 Jahre
- 2 = Sie beherrschen das Aufgabengebiet sicher und können komplexere Aufgaben lösen, Praxis 2-5 Jahre
- 3 = Sie verfügen über das erforderliche Fachwissen. Sie können einfache Aufgaben lösen, Praxis <-2 Jahre
- 4 = Sie verfügen über Fachwissen und habe keine aktuelle Praxiserfahrung

Diese Niveaus kann man ideal auf programmiersprachen, Softwarelösungen oder Frameworks anwenden. Wie ist es aber mit Bereichen wie entwicklungsumgebungen (Eclipse, NetBeans, ...), Versionierungstools (CVS, SVN, ...), Betriebsystemen oder gar dem Punkt "Hardware-Umgebungen: PC-Konfiguration(!)"?
Was ist eine komplexere AUfgabe bei der Anwendung von Eclipse? Was eine einfache?
Was sind komplexere Aufgaben bei SVN? Alles was über Commit, Checkout, Update hinausgeht?
Was sind komplexere Aufgaben bei Windows XP? Was sind einfache? - Den Explorer starten?
Was soll man unter PC-KOnfiguration verstehen? Wenn man nen Rechner zusammenbauen kann - ist das komplex oder einfach?

Abstruse Punkte auf dem Skillplan gibt es zuhauf - andere wären z.B. "Router" oder "Ethernet"? Heißt "einfache AUfgabe" hier, dass man nen Router richtig "bestöpseln" kann oder was?

--

Ich hoffe, ich mein Problem eingermaßen ausdrücken können. Im Endeffekt muss jeder Punkt individuell betrachtet werden, aber OMG....
Ne andere Frage: Soll man bei solchen Skillplans (z.B von Personaldienstleistern) eher untertreiben oder übertreiben. Ich persönlich bin von Natur immer etwas bescheidener was
meine "Skills" angeht, aber ich möcht mich halt auch nicht zu billig verkaufen. Wie erreiche ich die goldene Mitte beim Ausfüllen von solchen Skillplänen?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Teklan« (11.06.2010, 17:54)


DrChaotica

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2

11.06.2010, 20:31

Du hast sicher Recht wenn Du denkst, dass diese Skillstufen bei vielen Bereichen schlicht nicht anwendbar sind. SVN oder Outlook (!) kennt man eben und kann sie verwenden (wie gut kann man schon Mails abholen?), oder eben nicht. Von daher würde ich auf diese Klassifizierungen gar nicht soviel geben.

Ich bin meist so gefahren: Wenn es ein Punkt ist, den man entweder beherrschen kann oder nicht, habe ich bei Kenntnis als Erfahrung die höchste Stufe angegeben, oder ansonsten eben den Punkt ausgelassen. Ist es eine Programmiersprache oder sonst etwas, wofür man tatsächlich Erfahrung benötigt, habe ich versucht mich einzuschätzen - generell würde ich dabei eher übertreiben. Je lieber Du in dem Bereich später arbeiten möchtest, desto eher würde ich zur Übertreibung neigen. Andersrum gibt es aber auch Sachen, die man vielleicht weniger gern machen möchte (Webentwicklung..), da könnte man dann stattdessen in diesen Bereichen untertreiben. Wahrscheinlich ist es auch nicht schlecht, wenn man ein klares Profil durchblicken lässt - also besser nicht bei fast allen Punkten ein bisschen Erfahrung und hier und da mal etwas mehr ankreuzen, sondern Stärken und Vorlieben betonen.

Wie Du später gehaltsmäßig eingestuft wirst (und das ist auch nicht unbedingt davon abhängig, was Du später kriegst), hat dann wohl sehr speziell etwas mit genau den Fähigkeiten zu tun, die Du für diesen Job brauchen wirst. Mach bloß nicht den Fehler, und sei bei der Gehaltsverhandlung bescheiden - je mehr Du verlangst, desto mehr bekommst Du in der Regel (wenn es einen festgelegten Tarif wie z.B. bei den Versicherungen gibt, dann natürlich nicht), es sei denn Du hast viel zu hoch angesetzt. Glaub mir.

Personaldienstleister... vor der Arbeitslosigkeit, oder um schnell irgendwo Fuß zu fassen ist das bestimmt nicht schlecht. Falls Du sehr viel Reisebereitschaft mitbringst (hatte ich nicht), könntest Du Dir auch Berater wie Accenture ansehen...aber hier im Forum gibt es andere, die Dir mehr darüber erzählen können.