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Dezi

Praktikant

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1

Thursday, July 14th 2011, 3:34pm

Informatik Studium

Hallo,
da ich nicht weiß, wohin sonst mit der Frage, oder woher ich diese Infos sonst bekommen soll, frage ich einfach mal hier direkt im Board nach:
Ich habe vor ab dem WiSe 2011/2012 Informatik zu studieren. Allerdings steht für mich immernoch die Frage offen, ob Uni oder FH (beides Hannover).
Deshalb wollte ich mal nachfragen, wie das Informatik Studium an der LUH so ist.
Wie oft/ in welchem Umfang wird wirklich etwas praktisches gemacht, ich habe keine Lust nach dem Studium von theoretischem Wissen zu protzen, aber praktisch nichts zu können. (Bitte vernünftige Antworten und nicht "Schau doch mal in die PO/ den Modulkatalog"...die kenne ich bald schon auswendig :D)
Wie würdet ihr die Qualität des Studiums allgemein bewerten.
Vlt. auch, wie groß euer Arbeitsaufwand pro Woche/Tag so ist.

Also einfach ein Überblick über das Studium. Leider findet man nämlich außerhalb der Universitätsseite so ungefähr 0 Informationen über das Studium hier (Bei der FHH übrigens genauso^^).

Würde mich über hilfreiche Antworten freuen (also kein "gidf.de" oder so: wie gesagt - es ist sehr schwer Infos zu finden.)

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jbr

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2

Thursday, July 14th 2011, 3:50pm

Schön das du hier her gefunden hast -
Zuersteinmal: Warst du schon bei der Studienberatung ?

Um deine Frage ein wenig zu beantworten:
Das Studium legt vorwiegend abstrakte Grundlagen, sprich du lernst Dinge die du (hoffentlich) genauso heute wie in 30 Jahren anwenden kannst. Ich würde mir an deiner Stelle da aber keine allzugroßen Sorgen machen, einerseits gibt es auch im Bachelor viele Möglichkeiten praxisnahe Kenntnisse zu erwerben, andererseits hast du nach dem Bachelor immernoch die Möglichkeit mehr in Richtung Praxis zu gehen: z.B. in einem enstprechenden Master oder auch im Beruf.

Wie kommst du denn mit Mathe zurecht ?

Dezi

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3

Thursday, July 14th 2011, 4:07pm

Erstmal danke für die schnelle Antwort.
Hatte schon Angst, dass ich ewig warte, als ich gesehen habe, wie stark das Forum hier benutzt wird. ;)
Bei der Studienberatung war ich schon ja. Aber die haben mir auch nichts anderes, als die PO und den Modulkatalog nahegelegt.
Mit Mathe komme ich zumindest in der Schule noch sehr gut zurecht. Eig seit der 9. Klassse oder so fast nur noch einsen (Bis auf 12.1, was mir meinen Abischnitt runtergerissen hat -.- ..aber ich schweife ab^^).

Heißt das also, dass wirklich fast nichts praxisnahes gemacht wird? Also in Modulen, wie Theoretische Informatik oder KI ist das ja verständlich. Aber auch in den Programmiermodulen (ok.. wie kann Scheme schon Praxisnah sein? Ich habe noch nie davon gehört :P) oder in Graphische Datenverarbeitung?

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Arne

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4

Thursday, July 14th 2011, 4:30pm

Was genau definierst Du denn als praxisnah? Im Studium lernt man natürlich zu Beginn erst theoretische Grundlagen, die den nötigen Unterbau darstellen um praktisch Sachen umsetzen zu können. Hierzu ist natürlich auch Theoretische Informatik nötig, weil wie will man etwas programmieren, wenn man nicht algorithmisch weiß wie man es lösen soll? Natürlich gibt es auch Hardware- und Softwareprojekte im Studium, die von den Studenten verlangen etwas real umzusetzen. Ist das Praxis für Dich? Es gibt auch Vorlesungen, in denen man lernt die soften Skills wie Projektplanung und generell Software-Engineering lernt. Natürlich muss einem erstmal beigebracht werden, was die Vorteile davon sind und das sieht meist auch etwas theoretisch aus. Aber ich würde nicht sagen, dass unser Studium nicht praktisch ist. Durch die Wahlmöglichkeiten besteht zudem der Anreiz sich in die Bereiche, die einem interessanter erscheinen auszurichten (insbesondere im Master ist dies groß möglich und gewünscht). Wenn Du gut in Mathe bist, solltest Du nicht viel Ärger mit den Grundlagen haben.
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Dezi

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5

Thursday, July 14th 2011, 4:35pm

Versteht mich nicht falsch. Klar muss Theorie sein. Aber Praxis halt auch. Algorithmen ausdenken und sie umsetzen zu können bedingt sich nunmal nicht immer gegenseitig (Glaubt mir: schon im Schuluntericht - Informatik haben Leute in Klausuren verkackt ausführlich gegebene Struktogramme in Quelltext zu schreiben :D). Hardwareprojekte ist auch nen guter Punkt: Wie siehts mit diesem ganzen Elektrotechnischen Bereich aus. Glaube da hätte ich nämlich Problme.. ;)

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Arne

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6

Thursday, July 14th 2011, 4:57pm

Es hängt auch davon ab, was Du später machen willst. Wenn Du nur programmieren etc. willst, dann ist FH sicherlich der bessere Weg. Der E-Technik-Anteil ist nicht mehr so groß wie früher. Da kommt man schon durch, auch wenn es einem nicht so Spass machen sollte. Vorwissen ist in dem Bereich dazu nicht erforderlich.
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PillePalle

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7

Thursday, July 14th 2011, 5:54pm

Wenn du mit "praxisnah" Programmieren meinst, dann sind das nur 4 Sachen: Scheme, Java, Softwareprojekt und die Bachelorarbeit.

Die Qualität des Studiums würd ich persönlich eher als durchwachsen ansehen. Kommt halt immer drauf an welcher Prof/Dozent eine Vorlesung hält.
Das reicht von " hey ich glaub dem liegt wirklich etwas daran den Studenten etwas beizubringen" über " ich hab mal eben die Folien irgendwo herkopiert und les die mal ab" bis
"ich kann kein Deutsch und kein Englisch, ist halt so".

Wichtig ist eigentlich nur rechtzeitig zu merken, dass es Nichts für einen ist und die Notbremse zu ziehen.
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Dezi

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8

Thursday, July 14th 2011, 6:22pm

Nein ich meine mit praxisnah nicht nur programmieren... dass das praxisnah ist, versteht sich ja so ziemlich von selbst...(dass die Bachelorarbeit programmieren ist, hat mich grade ehrlich gesagt ganz schön überrascht...^^... was muss man denn da z.b. machen?)

Aber um einfach mal sonen paar beispiele aus dem Modulkatalog zu nennen, zu denen ihr mir ja vlt was sagen könnt in Hinsicht auf den Praxisbezug (konkrete Beispiele sind natürlich sehr willkommen):


Betriebssysteme
Datenbanksysteme
Rechnernetze
Graphische Datenverarbeitung
Internettechnologien

Ich möchte halt nicht nach dem Studium da stehen, und einem Betrieb einfach nichts bringen, weil ich praktisch einfach keine Ahnung habe, was ich machen soll...

außerdem: was ist unter "Angewandte Mathematik" zu verstehen?..^^

Ansonsten hatte ich ja auch nach dem Arbeitsaufwand gefragt: wie läuft so ein normaler Tag bei euch ab?.. hat man bei dem Studium z.b. noch vernünftig Zeit zu jobben?..
Tut mir Leid, wenn ich nerve, aber wie gesagt... in Hannover studiert anscheinend niemand Informatik, der das Internet oder Foren kennt.. ;)

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PillePalle

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9

Thursday, July 14th 2011, 6:55pm

Nein ich meine mit praxisnah nicht nur programmieren... dass das praxisnah ist, versteht sich ja so ziemlich von selbst...(dass die Bachelorarbeit programmieren ist, hat mich grade ehrlich gesagt ganz schön überrascht...^^... was muss man denn da z.b. machen?)

Aber um einfach mal sonen paar beispiele aus dem Modulkatalog zu nennen, zu denen ihr mir ja vlt was sagen könnt in Hinsicht auf den Praxisbezug (konkrete Beispiele sind natürlich sehr willkommen):


Betriebssysteme
Datenbanksysteme
Rechnernetze
Graphische Datenverarbeitung
Internettechnologien

Ich möchte halt nicht nach dem Studium da stehen, und einem Betrieb einfach nichts bringen, weil ich praktisch einfach keine Ahnung habe, was ich machen soll...

außerdem: was ist unter "Angewandte Mathematik" zu verstehen?..^^

Ansonsten hatte ich ja auch nach dem Arbeitsaufwand gefragt: wie läuft so ein normaler Tag bei euch ab?.. hat man bei dem Studium z.b. noch vernünftig Zeit zu jobben?..
Tut mir Leid, wenn ich nerve, aber wie gesagt... in Hannover studiert anscheinend niemand Informatik, der das Internet oder Foren kennt.. ;)
Die Bachelorarbeit besteht meistens aus Theorie Aufarbeitung und dann irgendwas damit Implementieren. Kann ganz unterschiedlich sein, da musst du mal die Institutsseiten durchsuchen da kann man sich grob einen Plan machen worum es geht. Das geht von irgendwelche Programme mit Algorithmen ausbauen bis hin zu wir wollen ein Wirtschaftssystem basteln und dafür brauchen wir noch XY.

Also Datenbanksysteme ist recht praxisbezogen, d.h. in den Übungen wird viel mit SQL gearbeitet (falls das immernoch so ist).
Graphische Datenverarbeitung ist eher theoretisch im Bachelor, d.h. fast nur Grundlagen und Theorie, hat mir trotzdem recht viel Spaß gemacht.


Der Arbeitsaufwand ist schon recht hoch, besonders zum Ende des Semesters, wenn die Klausuren kommen. Also ich hab teilweise schon weit über 50 Stunden pro Woche in der Uni verbracht. Beim Tagesablauf kannst du dich drauf enrichten, dass du zwischendurch mal 1-2 Stunden Pause hast oder an einem Tag mal gar nichts .... passiert halt. In der Mittagszeit erfreust du dich dann meistens an den Köstlichkeiten aus unserer Mensa(HAHHAHAHA).

Was nach dem Studium ist, ist erstmal egal. Einen jobvorbereitenden Praxisbezug liefert die Uni nicht. Aber wenn du eh nebenbei jobben willst, dann hast du doch deine Praxiserfahrungen ;)
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Skuld

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10

Thursday, July 14th 2011, 7:04pm

Wie gesagt, was verstehst du unter praxisnah genau? Zu den genannten Fächern: in all denjenigen werden die Grundlagen beigebracht, was natürlich hauptsächlich Theorie ist. In Betriebssysteme lernst du nicht, ein Betriebssystem von grundauf zu programmieren, sondern "Wie arbeitet ein Scheduler?", "Was ist Multitasking?" usw. Um bei Betriebssystemen zu bleiben gibt es zu der Vorlesung ein schönes Buch, was begleitend auch darauf eingeht, wie so etwas real zu programmieren wäre.

Zur Bachelorarbeit: Diese besteht fast immer aus einem großen "Schreib"-Teil und meistens am Ende noch ein wenig Implementation. Schau einfach mal bei verschiedenen Institutsseiten (zB. www.se.uni-hannover.de) unter "studentische Arbeiten" um dir einen Überblick darüber zu verschaffen, wie so etwas aussieht.

Um einem Betrieb etwas "bieten" zu können, wenn du das Studium abgeschlossen hast, musst du IMHO viel außer-studentisch tätig werden. Möchtest du zB. Spiele-Entwickler werden, reicht es nicht, das Studium zu haben. Idealerweise solltest du während des Studiums schon selber Projekte gemacht (und abgeschlossen) haben. So etwas ist vollständig außerhalb des Rahmens des Studiums, aber wie gesagt lernst du sehr gute Grundlagen dafür - seien es Algorithmen oder wie schon erwähnt Projektplanung / Dokumentation etc.

Arbeitsaufwand kommt immer ganz darauf an. Am Anfang hält sich das bei 3-6 Klausuren pro Semester noch in Grenzen. Vor allem später wird es aber mehr, gerade wenn noch sowas wie Software-Projekt oder Bachelorarbeit dazu kommt. Ich überschlage eine Semesterwoche mal mit ca. 40 Stunden, eine Woche in den Semesterferien (Klausurvorbereitung) kann schon mal mehr werden.

Nichtsdestotrotz ist es gut möglich, nebenbei zu jobben, vor allem wenn du an der Uni arbeitest. Ich persönlich habe einen 40h/Monat-Job als Administrator an einem Institut gemacht und bin damit ganz gut über die Runden gekommen.
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Helicase

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11

Thursday, July 14th 2011, 7:13pm

Hey,

ich hatte, bevor ich mit dem Studium anfing ähnliche Bedenken, ob das nicht zu viel Theorie sei etc. Nun bin ich in meinem letzten Semester und muss sagen, ich bin sehr froh dass ich studiert habe. Ganz klar es gibt auch einiges an Theorie, aber wenn man interesse an praktischen Sachen hat kann man da auch vieles finden. Als ich noch im Bachelor war gab es auch noch Vertiefungskurse in denen man schon einige jetzt "Labore" (so heißen die jetzt alle) machen konnte. Ich hatte seit dem 3. Semester eigentlich jedes Semester irgendeine etwas größere Programmieraufgabe, sei es das Softwareprojekt, ein Labor oder auch Bachelor und Masterarbeiten.
Wie das jetzt mit den Laboren und der neuen Bachelor-Prüfungsordnung aussieht weiß ich nicht, aber wenn man will kann man viel praktisches machen (übrigens, wenn man ein bisschen was programmieren kann, dann gibts auch immer viele Hiwi Jobs in denen man praktische Erfahrung sammeln kann + Geld!).

Aber ich muss auch sagen, dass ich die theoretischen Anteile des Studiums auch sehr interessant fand und nicht gedacht hätte, dass es überhaupt Spaß machen kann Laufzeiten zu berechnen, Probleme zu analysieren, Beweise durchzuführen. Es scheint anfangs alles nur etwas härter zu sein, meistens ists es aber doch recht simpel, wenn man es mal durchblickt hat.

Vom zeitlichen her kommts auch sehr drauf an wie sehr du dich engagierst. Es gibt Leute die sehr wenig Zeit ins Studium stecken und es ungefähr in der Regelstudienzeit schaffen, andere Stecken viel Zeit ins Studium. Ein Studium verschlingt anfangs viel Zeit weil man sich auch umstellen muss.. Es kostet am Ende viel Zeit, wenn man faul war ;). Wenn man nicht faul war ist das Studium am Ende nen Kinderspiel (ich hör immer die Mathematiker nörgeln wie billig doch das Informatikerstudium ist..)

Rick

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12

Thursday, July 14th 2011, 7:14pm


Ich möchte halt nicht nach dem Studium da stehen, und einem Betrieb einfach nichts bringen, weil ich praktisch einfach keine Ahnung habe, was ich machen soll...



Das wird (fast?) immer so sein.
Wenn ein Betrieb jemanden einstellt, wird dieser in aller Regel erstmal ein paar Wochen und Monate auf diese Position eintrainiert. Je nachdem wie die Vorkenntnisse sind (Abgaenger oder 5 JAhre Berufserfahrung mit der Umgebung) wird diese Gewoehnungszeit kuerzer oder laenger ausfallen.
Als Abgaenger wird in der Regel von dir nur erwartet, dass du lernbereit und arbeitsfaehig bist, sowie mit dem Thema Informatik grundsaetzlich gut zurecht kommst und die Grundlagen halbwegs sitzen. Kenntnisse einer Programmiersprache sind sicherlich praktisch und von Vorteil, aber oft kommt man mit Softskills weiter als mit Programmierkenntnissen, ausser man bewirbt sich auf sehr entwicklungslastige Stellen.
Prinzipiell wuerde ich dir zur Uni raten, dort hast du etwas mehr Moeglichkeiten als an der FH, und wenn du wirklich den hohen Praxisbezug willst, dann mach dich nebenher bei Firmen bekannt, das geht sicher auch ueber einige Komolitonen die schon Verbindungen haben. So koennte dann zum Beispiel ein ko-finanzierter Master rausspringen, oder eine sofortige Uebernahme nach Studienende.
Allerdings wirst du dich dabei natuerlich geographisch stark an Hannover binden, was im jungen Alter auf Dauer etwas monoton sein koennte. Aber fuer einen moeglichst reibungslosen Berufseinstieg nach dem Bachelor sicher die beste Moeglichkeit.
Insofern musst du schaun was du jetzt kannst, und eigentlich gleich Bewerbungen schicken auf alles was so 30-40 Stunden im Monat hat und halbwegs auf dein Profil passt (kleine PHP-Aufgaben, Web-Entwicklng, kleine Java-Aufgaben...gibt eigentlich immer was). Wenn man sich etwas reinhaengt ist das mit einem 6-Semester-Bachelor vereinbar.

Nur nochmal: Bei vielen "Informatiker-Berufen" (fuer Berufseinsteiger) sind praktische Kenntnisse nicht vorausgesetzt und weniger ausschlaggebend als zum Beispiel Praesentationsfaehigkeit und Verhandlungsgeschick.

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Dezi

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13

Thursday, July 14th 2011, 8:23pm

Zur Bachelorarbeit: Diese besteht fast immer aus einem großen "Schreib"-Teil und meistens am Ende noch ein wenig Implementation. Schau einfach mal bei verschiedenen Institutsseiten (zB. www.se.uni-hannover.de) unter "studentische Arbeiten" um dir einen Überblick darüber zu verschaffen, wie so etwas aussieht.
Danke für den Tip. Also wenn man im Studium einigermaßen auf solche Arbeiten vorbereitet wird, dann denke ich, das der Praxisteil wohl nicht zu klein sein kann (wird man das denn?...mir ist natürlich klar, dass trotzdem noch viel Eigenarbeit dazugehört)
ich hatte, bevor ich mit dem Studium anfing ähnliche Bedenken, ob das nicht zu viel Theorie sei etc. Nun bin ich in meinem letzten Semester und muss sagen, ich bin sehr froh dass ich studiert habe. Ganz klar es gibt auch einiges an Theorie, aber wenn man interesse an praktischen Sachen hat kann man da auch vieles finden. Als ich noch im Bachelor war gab es auch noch Vertiefungskurse in denen man schon einige jetzt "Labore" (so heißen die jetzt alle) machen konnte. Ich hatte seit dem 3. Semester eigentlich jedes Semester irgendeine etwas größere Programmieraufgabe, sei es das Softwareprojekt, ein Labor oder auch Bachelor und Masterarbeiten.
Das klingt doch ganz vielversprechend.

Das wird (fast?) immer so sein.
Wenn ein Betrieb jemanden einstellt, wird dieser in aller Regel erstmal ein paar Wochen und Monate auf diese Position eintrainiert. Je nachdem wie die Vorkenntnisse sind (Abgaenger oder 5 JAhre Berufserfahrung mit der Umgebung) wird diese Gewoehnungszeit kuerzer oder laenger ausfallen.
Als Abgaenger wird in der Regel von dir nur erwartet, dass du lernbereit und arbeitsfaehig bist, sowie mit dem Thema Informatik grundsaetzlich gut zurecht kommst und die Grundlagen halbwegs sitzen. Kenntnisse einer Programmiersprache sind sicherlich praktisch und von Vorteil, aber oft kommt man mit Softskills weiter als mit Programmierkenntnissen, ausser man bewirbt sich auf sehr entwicklungslastige Stellen.
Prinzipiell wuerde ich dir zur Uni raten, dort hast du etwas mehr Moeglichkeiten als an der FH, und wenn du wirklich den hohen Praxisbezug willst, dann mach dich nebenher bei Firmen bekannt, das geht sicher auch ueber einige Komolitonen die schon Verbindungen haben. So koennte dann zum Beispiel ein ko-finanzierter Master rausspringen, oder eine sofortige Uebernahme nach Studienende.
Allerdings wirst du dich dabei natuerlich geographisch stark an Hannover binden, was im jungen Alter auf Dauer etwas monoton sein koennte. Aber fuer einen moeglichst reibungslosen Berufseinstieg nach dem Bachelor sicher die beste Moeglichkeit.
Insofern musst du schaun was du jetzt kannst, und eigentlich gleich Bewerbungen schicken auf alles was so 30-40 Stunden im Monat hat und halbwegs auf dein Profil passt (kleine PHP-Aufgaben, Web-Entwicklng, kleine Java-Aufgaben...gibt eigentlich immer was). Wenn man sich etwas reinhaengt ist das mit einem 6-Semester-Bachelor vereinbar.

Nur nochmal: Bei vielen "Informatiker-Berufen" (fuer Berufseinsteiger) sind praktische Kenntnisse nicht vorausgesetzt und weniger ausschlaggebend als zum Beispiel Praesentationsfaehigkeit und Verhandlungsgeschick.
Irgendwie klingt es in deinem Post so, als wäre es sinnlos überhaupt zu studieren, da im Endeffekt das gelernte eh nicht wichtig ist.. ;)...und dass man erstmal eine Weile eingearbeitet wird ist ja klar.. ;)

Danke auf jeden Fall für eure Antworten.

Was ich vlt. noch ganz interessant fänd' wären einfach konkrete Beispiele, was in den Vorlesungen/Übungen so gemacht wird. Vlt. macht sich ja jemand die Mühe da was zu nennen. ;)

jbr

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14

Thursday, July 14th 2011, 8:44pm

Das findest du im Modulkatalog. Wenn du die Veranstalltungsnamen googelst findest du manchmal auch ein Skript oder Übungsblätter. Viel ist halt leider im StudIP.

Dezi

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15

Thursday, July 14th 2011, 8:53pm

Das findest du im Modulkatalog. Wenn du die Veranstalltungsnamen googelst findest du manchmal auch ein Skript oder Übungsblätter. Viel ist halt leider im StudIP.
naja.. im modulkatalog steht halt grade nicht genau, was gemacht wird.. aber werde mal versuchen es zu googeln.. ;)

jbr

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Thursday, July 14th 2011, 10:06pm

Die Adressen stehen eigentlich meistens im Modkat.

Skuld

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17

Friday, July 15th 2011, 9:01am

Hier gibts zB. einen Überblick darüber, was in KvA so dran kommt. Hierist Logik.

Zur Bachelor-Arbeit: Der Programmierteil ist meist vergleichsweise wenig. Und durch Fächer wie Java, Programmierpraktikum oder das Software-Projekt ist man gut darauf vorbereitet. Vor allem das SWP ist ein viel größeres Stück Software als was du in der BA machen wirst. Was ich nur schade finde ist, dass man eigentlich gar nicht auf das Ausarbeiten und Niederschreiben, wie es in der BA gefordert ist, vorbereitet wird. Ich persönlich habe seit dem SWP keinen langen zusammenhängenden Freitext geschrieben, was sich am Anfang auch im Feedback meines Betreuers niedergeschlagen hat. Inzwischen geht es, aber das wäre ein Punkt, der am Studium noch verbesserungsfähig wäre. Eventuell kleine Monatsaufgaben, wo man etwas ausarbeiten muss und in evtl. ~10 Seiten präsentieren muss.

Aber wie schon oft erwähnt, wenn du dich anstrengst und es dir Spaß machst, ist das alles zu schaffen ;)
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Dezi

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18

Friday, July 15th 2011, 10:37am

naja.. damit werde ich zwar auch probleme haben, aber da habe ich mich eig. eh drauf eingestellt, dass ich da selbst mit klar kommen muss auf einmal sonen langen text zu schreiben ;)

jbr

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19

Friday, July 15th 2011, 10:56am

http://www.psue.uni-hannover.de/wise2010_2011/progI.php Hier findest du z.B. Materialen zu Scheme.

vogelj

Yahniggck Pføgæhl

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20

Friday, July 15th 2011, 11:00am

Aber um einfach mal sonen paar beispiele aus dem Modulkatalog zu nennen, zu denen ihr mir ja vlt was sagen könnt in Hinsicht auf den Praxisbezug (konkrete Beispiele sind natürlich sehr willkommen):

Betriebssysteme
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Ich möchte halt nicht nach dem Studium da stehen, und einem Betrieb einfach nichts bringen, weil ich praktisch einfach keine Ahnung habe, was ich machen soll...


"Einführung Betriebssysteme" war eig. ganz cool (bin sowieso eher für Blockveranstaltungen). Da hatten wir UNIX und somit auch bash-Scripting was wir dann in den Übungen auch selbst machen sollten (am eigenen oder Leih-Laptop).
//Edit: Korrigiert, "Betriebssysteme" ist eine andere Veranstaltung (Danke für den Hinweis Skuld).

Bei "graphische Datenverarbeitung (1)" ist sehr viel Theorie, aber auch interessantes was ich nicht direkt damit verbunden hätte (oder nicht in dem Umfang erwartete). Also z.B. wie das menschliche Auge funktioniert oder viel Farbentheorie.
Praktischer wird es beim "Labor: Grafikprogrammierung". Dort muss man ein Projekt mit GL1-2 und C++ programmieren realisieren (dabei kann man eig. komplett frei bestimmen wann und wie man vieles macht - das finde ich sehr gut, denn bei den meisten anderen Fächern hat man nur Wochenaufgaben).


Hättest du dich mal 1-2 Wochen vorher gemeldet hättest du einfach mal zu Veranstaltungen mitkommen können, aber das ist jetzt natürlich nicht mehr möglich (vorlesungsfreie Zeit ab nächster Woche).

This post has been edited 1 times, last edit by "vogelj" (Jul 15th 2011, 11:43am)