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Warui

Turner, Serveradmin & Workaholic

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Occupation: (iter (B.Sc. Inf, 8)) \n (be-a-slave ("SRA", "Bachelor Thesis")) \n (be-a-programmer-slave ("Freelancer", "Programming"))

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Wednesday, February 10th 2010, 6:27pm

MDS Kritik

Hallo auch,

Aus gegebenem Anlass möchte ich dazu aufrufen, hier konkrete (und möglichst konstruktive!) Kritik zur Vorlesung, zur Übung und zu den Folien zu sammeln.
Mit dieser Sammlung in der Hand kann man gemeinsam (also die betroffenen (vor allem) Ersies und wir als euer Fachschaftsrat) zur Dozentin gehen und über Verbesserungsvorschläge reden.
Die Vorlesung mag dieses Semester nicht so gut gelaufen sein, aber denkt bitte auch an die nächsten (mindestens) vier Jahre Erstsemester, die auch da durch müssen.

Mit Kritik sind übrigens auch positive Aspekte gemeint!

Negativ
  • Mein Eindruck war, dass häufig keine Rücksicht auf nicht existente Vorkenntnisse genommen wurde. So wurde mit recht komplexem Java-Code gearbeitet (Generics, ...) (und generifizierten Klassendiagrammen), obwohl Java erst im zweiten Semester auf dem Plan steht.
  • Auch scheint die Dozentin den weiteren Verlauf des Studiums überhaupt nicht zu kennen. So heißt s auf einer Folie, dass Klassendiagramme im dritten Semester vertieft wieder vorkommen. Das mit dem dritten Semester stimmt, das mit dem Vertiefen nicht (nicht mit diesem Detailgrad).
  • Ich fand die späteren Teile mit den Petrinetzen und stochastischen Petrinetzen (Markow-Ketten) und die Form, wie sie präsentiert und behandelt wurden, nicht adäquat. Die mathematischen Kenntnisse sind noch zu verschieden, viele hatten kein Stochastik in der Schule und die Notation ist dann sehr gewöhnungsbedürftig. Hier hätte ich Einfache Netze (und vielleicht noch CE-Netze) in etwas mehr Tiefe (und auch in der Übung) und den Hinweis auf die entsprechende Vorlesung Petrinetze sinnvoller gefunden
  • Es ist zwar schön und gut, zu wissen, wieviele Diagramm-Typen UML nun definiert, und wie sie prinzipiell unterschieden werden, allerdings hört mein Verständnis beim oberflächlichen Ankratzen aller 13 auf. Zumal man die meisten davon eh nur oberflächlich ankratzt in der Vorlesung. Man muss sich aber trotzdem auf alle vorbereiten, was unnötigerweise schlicht nervt. Zumal fast niemand der Erstsemester die nötige Softwareentwicklungserfahrung hat, um das große Bild zu erkennen und zu behalten und in seinen "Alltag" zu integrieren. Dann lieber weniger Diagramme, die dafür ordentlich erklärt und angewandt (und vielleicht auch in Kombination), und dafür eine richtige Vorlesung nur um UML 2.2, von mir aus mit einem Simulationsfokus. Der muss dann aber auch da sein!
  • Insgesamt war mein Eindruck, dass der Vorlesung ein vernünftiger Fokus fehlt. Ich habe ja die Zusammenfassung davon erstellt (bzw. meine Variante davon), und an sich ist ein roter Faden da und Struktur und das wird auch an sich durchgehalten. Allerdings wird soviel drumherum erzählt mit teilweise wirklich schlechten, teilweise widersprüchlichen, häufig schlecht lesbaren (weil schlecht gescannten) Folien, dass man eben diesen roten Faden verliert.
  • Ein funktionierendes Mikro in der Vorlesung wäre gut gewesen .... und wenn wir schon dabei sind, auch Folien, die nicht aus schlechten Scans zusammenkopiert, von Wikipedia geklaut und voller Rechtschreibfehler sind. Das ermüdet, regt auf und lenkt nur unnötig vom eigentlichen Ziel der Vorlesung ab
  • Wenn man die Fiolien mal nach dem begriff "Logik" durchsucht, gibt es immer nur Erwähnungen, aber nie vernünftige Erklärungen. Die, die es gibt, sind unnötig kompliziert mit Begriffen, die man entweder erst in der Logik-Vorlesung (im 4. Semester) versteht (weil man dann den Kontext dazu hat), oder die man erst im Masterstudium hat (Temporale Logik?). Woher soll ein Erstsemester wissen, was Prädikatenlogik oder ein Quantor ist? Vorschlag: die Logik-Begriffe ganz rausnehmen und durch einfache Sachen ersetzen. Nichts mit Quantoren, nichts mit Prädikaten oder Temporaler Logik.
  • Das ist nicht konstruktiv, aber: Ich habe jedesmal in der Vorlesung (wenn ich da war) gehört "Aber das kriegen sie später noch im Studium", dass ich streckenweise den Eindruck hatte, dass es nicht eine Vorlesung zur Modellierung, sondern 13 Einführungsveranstaltungen zu anderen Vorlesungen gab ....
  • Folien wie Nummer 160 (Seite 152) oder Folie 55 empfinde ich als Student als Zumutung. Das wirkt, als hätte selbst der Dozent keine Lust auf den Stoff ....


Positiv
  • Es gab ein Repetitorium, in dem Fragen beantwortet wurden. Das ist als sinnvoller Einsatz von Studiengebühren zu werten.

Ich selbst bin übrigens schon ein paar Semester dabei .... hat das mit dem Lernen etwas einfacher gemacht :)

Ich hb das jetzt selbst eher nicht gemacht, aber ihr könnt auch eure Kritik mit Folienzahlen/Seitenzahlen untermauern, wenn ihr konkrete Kritik daran übt. zB "Folie 34 fand ich sehr unpassend, da das Beispiel für das Axiomensystem unverständlich war"
Erwachsenwerden? Ich mach ja viel Scheiß mit, aber nicht jeden!

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Wednesday, February 10th 2010, 6:56pm

Negativ:
  • Keine Hausübung. Allgemein weitere Übungen wären sehr zuträglich, wenn man sich den Stil, in dem die Aufgabenstellungen der Klausur gehalten sind, vor Augen führt.
  • Keine Musterlösungen. Aus gleichem Grund wie darüber.
  • Kein Skript im Fließtext und in DinA4. Ist oft fürs Verständnis besser als in der Luft stehende Folien-Stichpunkte und einfach bessere Raumnutzung beim Ausdrucken.


Positiv:
  • Einige der selbst gemachten Abbildungen/Skizzen zur Modellierung waren sehr gelungen. Leider im totalen Kontrast zu den eingescannten und anderweitig kopierten Abbildungen.

This post has been edited 2 times, last edit by "0x17" (Feb 10th 2010, 6:58pm)


vince

Trainee

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Date of registration: Sep 30th 2009

Location: Über den Wolken

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Wednesday, February 10th 2010, 6:58pm

Die Vorlesung hat sich ja schon, auf ein recht langsames Tempo eingependelt. Teilweise war der Stoff schon recht zäh und es gab sehr viele Ausschweifungen, aber man konnte gut folgen und dank des Reps war auch alles sehr schön praxisorientiert und man konnte dann auch auf viele Kleinigkeiten eingehen und sogar Dinge mal diskutieren.
Ich ordne das "Klima" mal als positiv ein.

Am Ende ab Kapitel 10 (angefangen bei den Netzen nach UML) hatte ich dann das Gefühl, das dem Prof. doch die Zeit ein wenig weggelaufen ist und dann wurde schlagartig um 1000% angezogen. Dann wurde man mit den Inhalten förmlich erschlagen, was leider nichtmal das Rep. noch ausgleichen konnte.

Man betrachte das mehrseitige Beispiel des Abfertigungsschalter auf Foliennummer 348 bis 351. Vorallem bei Abfertigungsschalter (3) und (4) versteh ich nur Bahnhof. Ich hab nicht verstanden was der Autor mir da mitteilen möchte und woher diese seltsamen Umformungen kommen. Auch eine Lösung mangels fehlendem Gleichheitszeichen kann ich nicht entdecken. (Ausser bei der Simulation gibt es soetwas nicht und man nimmt einfach das letzte was auf der Seite steht :huh: )

Wenn man sowas gleich streicht oder wenigstens den Rechenweg erklärt ist den Studenten mehr geholfen.
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Thursday, February 11th 2010, 5:39pm

Die Vorlesung habe ich nicht besucht, daher nur Kritik zum Übungsbetrieb, Skript und Klausur:

Positiv:
  • Bis Kapitel 6 hatte man im Skript das Gefühl wirklich einem gut durchdachten Leitfaden zu folgen. Das Diagramm in der Zusammenfassung hat sich immer mehr erweitert. Richtig gut!
  • Mein Tutor wirkte engagiert.
  • Für die Bearbeitung der Aufgaben hatte man in der Klausur ausreichend viel Zeit.
Negativ
  • Nach Kapitel 6 brach das Skript vollkommen ein! Der rote Faden war wie weggeblasen, die Folien nahmen deutlich an Qualität ab (das Skript ist durchzogen mit inhaltlichen, rechtschreiblichen und grammatikalischen Fehlern).
  • Außerdem fand ich es als Nutzer der AllInOne Fassung etwas merkwürdig das teilweise Folien zu fehlen schienen, zumindest wenn man der Seitenzahlangabe auf den Folien glauben schenken kann.
  • Tausend Sachen wurden angekratzt, nichts wurde wirklich vertieft. Ok ist ne Ersie-Veranstaltung, aber trotzdem habe zumindest ich den Anspruch an einer universitären Ausbildung nicht bloß einen Überblick über alle möglichen Themen zu bekommen.
  • Übungsbetrieb und Probeklausur schossen vollständig an der Klausur vorbei: Warum? Das ist doch unnötig. Zudem keine Lösungen für die Übungen: Sollen sich die Studierenden nicht vorbereiten können?
  • Das Brainstorming am Anfang des Übungsbetriebs: Puuuuhh... Also einfach alle möglichen Begriffe nach vorne zu schmeißen und an die Tafel zu schreiben wie zum Beispiel "Flugzeug" halte ich für total sinnlos. Auch wenn man sagt, dass man damit die letzte Übung wieder ins Gedächtnis rufen will: Studierende sind fähig genug sich selbstständig auf Veranstaltungen vorzubereiten, wer das nicht macht hat in meinen Augen selbst Schuld, ein Brainstorming ist Zeitverschwendung.
  • Die gesamte Veranstaltung macht leider überhaupt keine Lust auf mehr Vertiefung in der Richtung. Schade für die Modellierung und die Simulation.
  • In der Klausur kamen Aufgaben zu Themen die nur sehr wenig Zeit in der Vorlesung in Anspruch nahmen (Zellularer Automat, Simulink). Naja ist ja auch klar wenn man jedes Thema nur ankrazt (s.o.) dann hat man nicht so viel was man abfragen konnte.
  • Die Beschreibung der Veranstaltung im Lehrveranstaltungskatalog ist meiner Meinung nach irreführend. Von Mengenthoerie, Algebra und Graphen zum Beispiel hab ich im Skript nichts gefunden. Meiner Erinnerung nach wurde die Beschreibung auch geändert! Zum Anfang des Semesters als ich das wählte stand noch viel mehr mit Petri-Netzen drin:

    Quoted

    Original aus dem Lehrveranstaltungskatalog: 1. Einführung in die Modellierung, Prozess der Modellierung. 2. Grundlagen: Mengenthoerie, Algebra, Graphen 3. Modelle von Strukturen: UML Structural Modeling Diagrams 4. Modellierung von Zeit und Zufall. 5. Modellierung des dynamischen Verhaltens von sequentiellen und parallelen Abläufen. 6. Modelle der Dynamik: Automaten, Zellulare Automaten, Markov Chains, Petri Nets, Prozess Algebras, actor models , fault trees, UML Behavioral Modeling Diagrams